(openPR) Das Römische Reich brauchte große Mengen an „panem“ und die Bauern lieferten mit ihrem Getreide die Grundlage dazu. Mehr als die Hälfte der damaligen Bevölkerung lebte auf dem Land und versorgte die Gesellschaft mit allem Lebensnotwendigen. Schon Schriften von Cato und Vergil bezeugen die Bedeutung der Landwirtschaft in der Antike. Ursula Heimbergs Buch „Villa Rustica“ (Philipp von Zabern) zeigt, wie diese frühen Agrarbetriebe arbeiteten, und wie effizient, hochtechnisiert und kostengünstig die Landwirtschaft Roms war.
Ein römischer Bauernhof wird nach antikem Sprachgebrauch „Villa rustica“ genannt und meint damit das gesamte Gehöft mit allen Stallungen, Remisen, Tieren und menschlichen Bewohnern. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Ausgrabungen in den römischen Rheinprovinzen, aus denen sich die Ausstattung und die notwendigen Geräte einer typischen „villa rustica“ gut rekonstruieren lassen. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen detailliert alle bei Garten-, Acker- und Weinbau verwendeten Werkzeuge und Installationen. Daneben erfährt der Leser Interessantes über die Form und Ausstattung der Wohnhäuser, die damaligen Pflanzensorten, die Verarbeitung der Lebensmittel und verschiedenste Erntemethoden. So förderten beispielsweise schon damals Brunnenpumpen das Wasser, und technisch ausgefeilte Mühlen übernahmen die schwere Arbeit.
Das Buch bietet dank allgemeinverständlicher Darstellung einen wunderbaren Einblick in die differenzierten technischen Möglichkeiten der römischen Landwirtschaft. Vieles davon bewährte sich bis ins 19. oder sogar 20. Jahrhundert, was so manchen Leser verblüffen wird.
Ursula Heimberg
Villa Rustica. Leben und Arbeiten auf römischen Landgütern
Philipp von Zabern
176 S., 118 s/w-Abb.
geb. mit Schutzumschlag
€ 29,90 (D) / sFr 41,90
ISBN 978-3-8053-4318-3













