(openPR) Weltweit können 796 Millionen Erwachsene nicht richtig lesen oder schreiben, rund 68 Millionen Kinder können keine Schule besuchen. Besonders dramatisch ist die Situation in Haiti. Nahezu 50 Prozent der Erwachsenen sind Analphabeten. Schon vor dem schweren Erdbeben im Jänner 2010 zählte das Land zu einem der ärmsten Staaten der Welt, in dem die Menschen kaum Zugang zu Bildung hatten. „Der Staat finanziert nur rund 10 Prozent der Bildungseinrichtungen“, berichtet Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, und erzählt weiter: „Insbesondere Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen haben keine Möglichkeit eine Schule zu besuchen.“ Das Hilfswerk Jugend Eine Welt unterstützt in Haiti den Wiederaufbau von Bildungseinrichtungen und hat einen Gehälterfonds für pädagogisches Personal eingerichtet.
Bildung – Ein wichtiger Baustein für den Wiederaufbau
Wie wichtig eine Ausbildung ist, verdeutlicht die Jugend Eine Welt Projektpartnerin Sr. Rose Monique Jolicoeur FMA: „Bildung ist ein Schlüssel für die Entwicklung Haitis. Es ist wichtig eine Generation von jungen Menschen zu erziehen, die für ihr Land aktiv werden und den Wiederaufbau und die Zukunft des Landes mitgestalten.“ Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern, die Projektpartner von Jugend Eine Welt, ermöglichen Kindern und Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen Lesen und Schreiben zu lernen. „Die Situation nach dem Erdbeben war und ist noch immer sehr schwierig. Alles war zerstört und viele Kinder waren schwer traumatisiert“, berichtet Pater Zucchi SDB und erklärt: „Der Schulbesuch hat diesen Kindern wieder ein wenig Normalität und Stabilität in ihren Alltag zurückgebracht.“ Schon wenige Wochen nach dem Erdbeben konnten die Kinder in provisorischen Zelt- und Holzschulklassen den Unterricht besuchen. Heute, eineinhalb Jahre nach dem Beben, kann ein Teil der Kinder wieder in festen Gebäuden zur Schule gehen.
In einem der größten Slums in Lateinamerika, in Cité Soleil, konnte bereits eine von Jugend Eine Welt mitfinanzierte Schule fertiggestellt werden. Das große zweistöckige Gebäude ist von einer hohen Schutzmauer umgeben, um den Kindern und Jugendlichen einen sicheren Schulbesuch zu ermöglichen. Der Wiederaufbau eines weiteren Don Bosco Schulzentrums ist bereits in Planung.
Gehälterfonds sichert Schulbetrieb
Um den Schulunterricht langfristig zu sichern hat Jugend Eine Welt einen Gehälter-Fonds für pädagogisches Personal eingerichtet. Das Personal von mehr als zwölf schulischen Einrichtungen der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern wird davon profitieren. VolksschullehrerInnen verdienen ca. 150 Euro pro Monat, Hauptschul- und BerufsschullehrerInnen rund 450 Euro. Insgesamt soll der Fonds mit 100.000,- Euro befüllt werden. Damit können mehr als 50 LehrerInnen langfristig angestellt und die Ausbildung der Kinder gesichert werden.









