(openPR) Die Kollekten oder die Präsente der Kollegen untereinander brechen in manchen Unternehmen in regelrechte Wettkämpfe aus. Das nächste Geschenk muss besser und teurer sein als das vorhergehende. Trauen Sie sich, diesen Marathon zu durchbrechen! Muss sich ein Mitarbeiter eigentlich dem Gruppenzwang unterordnen, wenn die Kollegen für ein gemeinsames Chef-Geschenk sammeln? Ja, auch wenn die Situation für ihn im Betrieb gerade nicht so gut ist, sollte er sich nicht ausgrenzen. Es ist auch unüblich, dass einzelne Mitarbeiter ihrem Chef persönliche Geschenke machen. Das könnte als Beeinflussungsversuch missverstanden werden. Führungskräfte hingegen haben die Freiheit, ihre Mitarbeiter mit einer Kleinigkeit zu überraschen – so werden Leistungen belohnt und Wertschätzung gezeigt.
Teure Geschenke sind nur bei (runden) Jubiläen angebracht. In diesem Fall kommt das Präsent vom Kollegenkreis oder der Unternehmensleitung, nicht jedoch von einem einzelnen Mitarbeiter. Auch bei Aufmerksamkeiten für Geschäftspartner ist es wichtig, auf den Wert zu achten. Einmal abgesehen von den betrieblichen und steuerlichen Vorgaben, soll das Präsent kein schlechtes Gewissen erzeugen.
Welche Geschenke sind peinlich? Zuviel Intimität ist tabu! Selbstgemachtes kann sehr problematisch sein – außer Sie sind für Ihre Chutneys im Kollegenkreis berühmt. Körperpflegeserien, Kleidung und Parfüm stehen auf dem Index – wobei sich die Lieblingskollegin bestimmt über „ihren“ Duft sehr freuen wird.
Ein Buchpräsent, noch eingeschweißt in die Plastikhülle ist äußerst stillos. Viele Menschen glauben, dass ein Buchhändler ein ausgepacktes Buch bei Nichtgefallen nicht zurücknimmt. Das stimmt nicht. Natürlich sollte es dann ohne Widmung sein. Die legen Sie, falls Sie unsicher bei Ihrer Auswahl waren, auf einer schönen Karte mit ins Buch.
Die Art, wie jemand dankt, lässt erkennen, ob das Geschenk ankam. Sagen Sie nie: „Das wäre doch nicht nötig gewesen!“ Ist denn ein Geschenk jemals nötig? Geschenke sollten angenommen werden – Sie müssen nicht mit gleicher Münze heimzahlen. Wer überschwänglich dankt, obwohl ihm das Geschenk nicht gefällt, läuft Gefahr, immer wieder Ähnliches zu bekommen. Auch ein misslungenes Geschenk bleibt immer ein Geschenk – eine freiwillige Gabe.
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