(openPR) Bonn/Frankfurt am Main – „Deutsche Unternehmer schätzen die Heimat“ verkündete die Welt am Sonntag (WamS) http://www.wams.de vor einige Zeit. Das billige Ausland locke zwar, doch viele Firmenchefs entdeckten die Vorteile im Inland neu, so die Hauptaussage des Artikels. Die konservativ-liberale Sonntagszeitung benannte einige Gewährsleute, welche die Debatte über die Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland als eine Art Medien-Hype bezeichnen. Insbesondere die Autoindustrie hege eine „Liebe zum heimischen Standort“. Doch auch andere Anbieter teurer Konsum- und Investitionsgüter sähen die positiven Seiten der Heimat. Die Größe des Marktes, die Qualität der Arbeitskräfte und das dichte Netz erstklassiger Zulieferer sprächen für Deutschland.
Ein Trumpf – so der Autor Manfred Fischer – sei auch der hohe Standard der Technikausbildung in Deutschland. Diese Qualität führt Werner Abelshauser, Wirtschaftshistoriker an der Universität Bielefeld, auf die "industriellen Cluster" zurück, die in Deutschland schon im 19. Jahrhundert entstanden sind und deren Vorzüge sich immer noch positiv auswirkten. Laut WamS schätzt auch das Ausland die hiesigen Standortvorteile: „Siemens-Konkurrent General Electric hat ein Forschungszentrum in München-Garching aufgemacht, Chip-Hersteller Intel fahndet im niedersächsischen Braunschweig nach technischen Innovationen. Der größte Chemiekonzern der Welt, die BASF AG, erforscht die grüne Gentechnik in Gatersleben bei Quedlinburg.“ Ein weiterer Pluspunkt sei die „schiere Größe des Heimatmarktes“, da beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt im Stadtstaat Hamburg allein gut zweimal so groß wie das der Slowakischen Republik sei. Zudem hielten deutsche Unternehmer in der Regel viel von Patriotismus und sozialer Verantwortung.
Doch Unternehmer haben eine Hauptaufgabe: Sie müssen Gewinn erwirtschaften, damit ihr Betrieb floriert und Arbeitsplätze geschaffen werden können. Sie erhalten keinen Sonderbonus für eine besonders patriotische Gesinnung. Offshore-Outsourcing, also die Verlagerung von Geschäftsprozessen in hauptsächlich asiatische Länder, ist neben Nearshore-Outsourcing, der Verlagerung in osteuropäische Länder, eine wirtschaftliche Notwendigkeit für jedes Unternehmen, das im internationalen Wettbewerb bestehen muss. Zu diesem Schluss kommt eine von dem Düsseldorfer Beratungsunternehmen Harvey Nash http://www.harveynash.de erstellte Studie. Besonders im Finanz- und Dienstleistungssektor sowie in der Informationstechnik- und Telekommunikations-Branche (ITK) sei Offshore-Outsourcing unerlässlich, meint Harvey Nash-Geschäftsführer Udo Nadolski. "Outsourcing im internationalen Rahmen ist keine Frage von Patriotismus, sondern von Wettbewerbsfähigkeit, der Anpassung an dynamische Märkte und veränderte Rahmenbedingungen. Nicht die Frage ob, sondern wie ich Offshore-Outsourcing mache, in welcher Form und Organisation, steht im Zentrum der Planung unserer Kunden." Die Organisation des Outsourcings ist für Nadolski der entscheidende und erfolgskritische Faktor bei einem Projekt.









