(openPR) Hamburg: Eine Rede zu einem besonderen Anlass zu halten zählt längst wieder zum guten Ton. Wer die Ehre hat, als Redner auftreten zu dürfen, darf darauf ruhig stolz sein. Doch eine gelungene Rede will auch gut vorbereiten sein. Selbst routinierte Redner sprechen in den seltensten Fällen frei, sondern zumeist nach einem Manuskript. Ein solches ist auch für den ungeübten Redner ein absolutes Muss. Was es beim Schreiben der Rede und beim Vortrag des Redners zu beachten gilt, verraten die Redenschreiber der Hamburger Redewerft mit ihren zehn wertvollen Tipps für die perfekte Rede.
1. Klare Struktur und roter Faden
Gehen Sie „nach Plan“ vor, wenn Sie Ihre Rede schreiben. Machen Sie sich im Vorfeld Notizen und sammeln Sie Stichwörter. Denken Sie bitte auch daran, Hintergründe und Zusammenhänge zu benennen, die Ihnen zwar klar, aber nicht allen Zuhörern bekannt sind. Mit einem roten Faden vermeiden Sie überdies Gedankensprünge, denen Ihr Publikum nicht folgen kann.
2. Spannungsbogen
Verzichten Sie auf allzu viele Füllwörter oder belanglose Floskeln, nur um Ihrer Rede Länge zu verleihen. Weniger ist manchmal mehr. Arbeiten Sie einen Spannungsbogen aus, der Ihre Zuhörer in seinen Bann zieht.
3. Direkte Ansprache
Achten Sie bitte darauf, Ihr Publikum, den Jubilar, das Brautpaar,... immer wieder direkt anzusprechen. So erhalten Sie stetig noch mehr Aufmerksamkeit.
4. Anglizismen, Fremdwörter und Fachbegriffe
Vermeiden Sie bitte nach Möglichkeit Anglizismen, Fremdwörter und Fachbegriffe. Hierdurch wird Ihre Rede für all Ihre Zuhörer verständlich und kommt umso besser an.
5. Zitate
Zitate eignen sich hervorragend als Einstig zum Beginn einer Rede. Achten Sie aber bitte darauf, dass diese tatsächlich im Kontext und stimmig sind - und benennen Sie den idealerweis bekannten Urheber.
6. Manuskript
Ist Ihre Rede fertig formuliert, erstellen Sie aus dem Fließtext ein Manuskript. Ein ideales Redemanuskript ist in gut lesbarer Schrift und Schriftgröße sowie mit zweifachen Zeilenabständen gehalten. Berücksichtigen Sie bereits bei der Manuskripterstellung ausreichend (passende) Pausen, in denen Sie Luft holen und Ihr Publikum auf das Gesagte reagieren kann.
7. Übung gibt Sicherheit
Bereiten Sie sich rechtzeitig auf Ihren Auftritt als Redner vor und tragen Sie Ihre Rede ohne Publikum laut und im Stehen vor. Noch haben Sie die Chance, etwaige Unstimmigkeiten nachzubessern und Ihre Rede zu optimieren. Als unerfahrener Redner sollten Sie täglich ein paar Minuten finden, um in Ruhe zu üben. Sie werden schon bald feststellen, dass Sie von Tag zu Tag besser und damit auch sicherer werden.
Sofern Sie die Möglichkeit haben, Ihre Rede in Ton oder auch Bild aufzuzeichnen, sollten Sie dies tun. Sie können dadurch umso besser erkennen, ob Sie womöglich zu schnell oder auch zu langsam, zu laut oder zu leise sprechen. Mit Hilfe einer Videoaufzeichnung können Sie sehen, wie Sie auf die Zuhörerwirken und im Bedarfsfall Ihre Körperhaltung noch ein wenig korrigieren.
8. Blickkontakt
Blicken Sie beim Vortrag Ihrer Rede bitte nicht nur in Ihr Manuskript, sondern vor allem auch immer wieder zu Ihrem Publikum. Nutzen Sie zumindest die Pausen, die Sie in Ihrem Redemanuskript vorgesehen haben, um Blickkontakt zu den Zuhörern aufzunehmen.
9. Laut und deutlich
Ob Sie Ihre Rede ohne oder mit Mikrofon vortragen ist sowohl von Ihrer Stimme, als auch von den Räumlichkeiten abhängig. Verfügen Sie über eine kräftige Stimme, so spricht nichts dagegen, auf technische Unterstützung zu verzichten. Bevor Sie Ihre Rede jedoch schreiend vortragen müssten, um Gehör zu finden, sollten Sie besser zum Mikrofon greifen. Denken Sie bitte auch daran: nicht nur laut, sondern vor allem auch deutlich zu sprechen.
10. Nervosität & Co.
Gerade wenn Sie kein routinierter Redner sind, kann ein wenig Nervosität aufkommen. Das ist normal und nicht weiter schlimm. Schlimm enden könnte es allerdings, wenn Sie sich vor der Rede Mut antrinken. Nehmen Sie im Zweifelsfall besser einen kleinen Talisman mit, dann kann Ihnen, wenn Sie sich gut vorbereitet haben, gar nichts passieren. Und denken Sie bitte daran, Ihre Hände nicht in den Taschen zu verstecken.













