(openPR) Der Stahl-Weltmarktführer ArcelorMittal hat den Duisburger Industriedienstleister abh Beleuchtung mit der Realisierung einer effizienten Beleuchtungslösung für die neue Drahtstraße am Standort Duisburg-Ruhrort beauftragt. Die erste von elf Produktionshallen ist nun komplett neu ausgeleuchtet – rund 40 Prozent Energie werden dort künftig durch das für überdurchschnittlich hohe Decken innovative Beleuchtungskonzept eingespart.
DUISBURG. Neben der Erschließung alternativer Energiequellen ist die Energieersparnis eine der vordringlichsten gesamtgesellschaftlichen Zukunftsaufgaben – vor allem sehr verbrauchsintensive Industriezweige wie die Stahlbranche stellt Letzteres vor besondere Herausforderungen. Doch auch hier gibt es immer wieder clevere neue Ansätze, im laufenden Produktionsprozess größere Mengen Energie einzusparen und mithin die Umwelt zu schonen.
So hat der weltweit führende Stahlkonzern ArcelorMittal am Standort Duisburg-Ruhrort bei der Hallenbeleuchtung seiner neuen Drahtstraße jetzt einen geradezu revolutionären Weg eingeschlagen: Wurden in Industriehallen dieser Größenordnung bislang fast ausschließlich vergleichsweise energie- und wartungsintensive Metalldampflampen verwendet, so sorgen seit dem Sommer 2011 in der ersten der insgesamt elf Hallen nun 130 REVO-Leuchten mit je sechs T5-Leuchtstoffröhren für eine optimale Ausleuchtung – bei einem rund 40 Prozent niedrigeren Energieverbrauch. Da das Beleuchtungssystem dreistufig aufgebaut ist und sich bedarfsgerecht schalten lässt, könnte die Energieersparnis am Ende sogar noch höher ausfallen.
Zugetraut hatte dies den eher unscheinbaren Leuchten des türkischen Herstellers EAE, die deutschlandweit exklusiv vom Beleuchtungsspezialisten abh Beleuchtung vertrieben werden, zunächst niemand. Der ebenso banale wie einleuchtende Grund dafür: In Industriehallen mit einer Deckenhöhe von rund 30 Metern ist in Deutschland wohl noch nie zuvor ein solches Leuchtmittel eingesetzt worden – bis das mittelständische Unternehmen aus Duisburg auf diese im wahren Sinne des Wortes „höhere Idee“ gekommen ist. Aber auch ArcelorMittal musste erst einmal davon überzeugt werden, dieser neuen Lichtlösung den Vorzug zu geben, statt wie bisher mit den Marktführern der Beleuchtungsbranche zusammenzuarbeiten.
SKEPSIS WÄHRTE NICHT LANGE
„Da es hierbei bislang keine wirklich aussagekräftigen Erfahrungswerte gab, waren wir anfangs zugegebenermaßen etwas skeptisch“, bestätigt ArcelorMittal-Techniker Frank Horn, der unter anderem als Lichtplaner an der Realisierung des neuen Drahtstraßenkomplexes beteiligt ist. „Aber wir fanden sowohl die Idee als auch das Angebot von abh Beleuchtung so interessant, dass wir uns in einem anderem Duisburger Großunternehmen umgehend einen ersten Eindruck von der Umsetzung dieses ungewöhnlichen Lichtkonzeptes verschafft haben. Und das hat mich dann sofort überzeugt.“
Allerdings ist die dortige Halle nicht nur bedeutend kleiner, sondern zudem wesentlich niedriger als die noch im Umbau befindliche Vorstraße bei ArcelorMittal mit ihren 6000 Quadratmetern und einer lichten Höhe von derzeit bis zu 35 Metern. Normalerweise ein Fall für Metalldampflampen. Doch bereits die ersten Berechnungen zeigten, dass die leicht montierbaren REVO-Leuchten nicht nur kostengünstiger und energieeffizienter sind, sondern dank einer speziellen Reflektorentechnologie auch eine mehr als anforderungskonforme Ausleuchtung des Hallenbodens ermöglichen.
Direkt nach dem ersten Testlauf wurde also alles genau durchgemessen – und tatsächlich liegt der Lichtwert selbst in den noch offenen Kellerräumen mit 350 Lux signifikant über den geforderten 300 Lux. „Wenn alle Böden eingezogen sind, beträgt die tatsächliche Deckenhöhe nur noch knapp 25 Meter. Dann dürften es sogar bis zu 450 Lux sein“, zeigt sich Horn zufrieden. Mit der vorherigen Beleuchtung wurde nur ein Bruchteil davon erreicht.
„Während in den vergangenen Jahren der Wirkungsgrad von Leuchtstoffröhren immer weiter optimiert wurde, ist auch ihre längere Lebensdauer von großem Vorteil“, erklärt Hüseyin Han, einer der drei Geschäftsführer von abh Beleuchtung. „In drei Jahren verlieren sie nur etwa ein Zehntel ihrer Leuchtkraft – Metalldampflampen hingegen müssen normalerweise im Jahresrhythmus ausgewechselt werden.“ Dadurch wird der Energieverbrauch in Summe noch weiter gesenkt – zum Wohle der Umwelt.
1500 TONNEN WENIGER CO2
„Man kann heute im Vorfeld sehr genau ermitteln, wie groß die Ersparnis im direkten Vergleich der beiden Beleuchtungskonzepte voraussichtlich sein wird, und unseren Berechnungen zufolge sind dies in der Vorstraße von ArcelorMittal nahezu drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr“, so Han weiter. Entsprechend sinken auch die CO2-Emissionen: Allein schon die 780 Leuchtstofflampen der Vorstraße schaffen die Voraussetzung dafür, dass mehr als 200 Tonnen Treibhausgas weniger in die Atmosphäre geraten. Und ist die gesamte Drahtstraße dann einmal fertig gestellt, liegt sogar eine jährliche Emissionsminderung von bis zu 1500 Tonnen im Bereich des Möglichen. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: 80 normal gewachsene Buchen binden jährlich ca. eine Tonne CO2 – so betrachtet wird die neue Hallenbeleuchtung bei ArcelorMittal später also einen ganzen Wald „ersetzen“.
„Wichtig war für uns vor allem, dass unsere Hallen künftig heller und gleichmäßiger ausgeleuchtet sind“, betont Horn. „Die neue Lösung liefert ein angenehmes und blendfreies Licht und wirft keine harten Schatten. Somit können wir die mit der Umnutzung des Hallenkomplexes verknüpften Anforderungen an Prozess- und Arbeitssicherheit auf den Punkt genau erfüllen.“ Die bisherige Zusammenarbeit mit abh Beleuchtung bewertet Horn nicht von ungefähr als „hervorragend“.
Bedeutet dies nun das Aus für die „alten“ Metalldampflampen? „Nein, ganz sicher nicht“, winkt Han ab. „Vor allem bei extrem hohen Umgebungstemperaturen sind diese nach wie vor unverzichtbar. Sonst hätten wir sie ja auch längst aus unserem Sortiment gestrichen.“
Allerdings hat sich die neuartige Leuchtstoffröhren-Anwendung von abh Beleuchtung bereits jetzt schon weiter herumgesprochen: Den „Höhenrekordlern“ aus dem Duisburger Norden liegen mehrere lukrative Anfragen aus Deutschland und Europa vor.
Info: www.abh-beleuchtung.de












