(openPR) Bonn, 18. August 2011. Anlässlich des Tags der Humanitären Hilfe betont Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft (ADH), die Relevanz von qua-lifiziertem Fachwissen für die Humanitäre Hilfe. „Im Katastrophenfall zählt nicht nur der gute Wille, sondern vielmehr eine professionelle und sensible Herangehensweise der Helfer“, erklärt Roßbach. „Um menschliches Leid im Fall einer Katastrophe zu lindern, ist eine verlässliche Qualifizierung in der Nothilfe nötig“.
Um ein Flüchtlingslager, wie aktuell im kenianischen Dadaab, zu betreiben, sind ge-meinsame Qualitätsstandards der Hilfsorganisationen unerlässlich. Diese Mindeststan-dards, sogenannte „Sphere Standards“, wurden in einem Handbuch zusammengefasst, dessen dritte Auflage erstmals in deutscher Sprache erschienen ist. Das Handbuch „The Sphere Project – Humanitäre Charta und Mindeststandards in der humanitären Hilfe“ wurde herausgegeben vom so genannten Sphere Project, einem Zusammen-schluss internationaler humanitärer Nichtregierungsorganisationen, dem Internationalen Roten Kreuz und dem Roten Halbmond.
„Die Sphere-Standards, nach deren Richtlinien alle professionellen Hilfsorganisationen arbeiten, ersetzen eine leider immer noch ausstehende völkerrechtliche Verbindlichkeit zur Hilfe bei Katastrophen“, erläutert Manuela Roßbach. „Die verbreitete Anwendung des “Sphere Handbuchs”, das in 40 Sprachen übersetzt wurde, basiert auf immer neu belegten Aufzeichnungen. Die aktuelle Neuauflage, mit ihren grundlegenden Erweite-rungen, in der sich immer weiter entwickelnden Katastrophenhilfe, soll dafür sorgen, deren Verwendung noch weiter zu fördern. Ich vertrete die Auffassung, dass dieses eine weitere wichtige Säule für die wachsende Berufsgruppe der Katastrophenhelfer ist, die ihre Qualität in diesem Aufgabenbereich stets verbessern möchte und sollte.“
Kernstück des Handbuchs sind die vier Säulen der Nothilfe als Grundlage für das Über-leben: Wasser und Hygiene, Nahrungsmittelsicherheit und Ernährung, Notunterkünfte sowie Gesundheitsversorgung.
Beispiele für die Mindeststandards in der Humanitären Hilfe:
Trinkwasser pro Person/Tag 2,5 bis 3 Liter
Durchschnittliche kcal pro Person/Tag 2.100 kcal
Grundfläche pro Person 3,5 qm
Distriktkrankenhaus med. Versorgung von 250.000 Menschen
Arzt 1 Arzt für 50.000 Menschen
Die kürzlich erfolgte Übersetzung des Sphere-Handbuchs ins Deutsche wurde von Akti-on Deutschland Hilft unter Mitarbeit der Ruhr-Universität Bochum koordiniert und vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt. Bei der Überarbeitung des Standardwerks ha-ben 650 Experten von circa 300 Nichtregierungsorganisationen aus über 20 Ländern mitgewirkt. Allein in 2010 fanden 300 Fortbildungen und Trainings in 71 Ländern statt, in denen die Sphere-Prinzipien und -Mindeststandards an 7700 humanitäre Helfer vermit-telt wurden. Das Handbuch kann über das Aktionsbüro in Bonn bezogen werden.
Aktion Deutschland Hilft, das Bündnis der Hilfsorganisationen, bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Ostafrika:
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort: Ostafrika
Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend
oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de
Charity SMS: SMS mit ADH an die 8 11 90 senden
(5 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 4,83 €)
Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.
Aktion Deutschland Hilft ist das 2001 gegründete Bündnis von mittlerweile 20 deutschen Hilfsorganisatio-nen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Auslandshilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit noch zu optimieren. Unter dem gemeinsamen Spendenkonto 102030 bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das Bündnis zu solidarischem Handeln im Katastro-phenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de
Kontakt: Pressestelle Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel. 0228/ 242 92 – 222
Fax: 0228/ 242 92 – 199
E-Mail:











