(openPR) Die Angst fliegt weiter mit. Zwar hat sich die Zahl der Unfälle und der schweren Störungen im deutschen Flugbetrieb seit 1991 von 503 pro Jahr auf 271 in 2008 verringert, wie die “Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung” (BFU) jüngst gezählt hat, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt: 73 “tödlich verletzte Personen” erfasst die BFU in ihrem aktuellen Bericht. Und 32 Schwerverletzte leiden noch heute an den Folgen der Chrashs von vor drei Jahren. Wie viele der Betroffenen Verkehrspiloten waren, ist in keiner Statistik erfasst. Fest steht: Bisher war es für diese Berufsgruppe entweder unmöglich oder horrend teuer, eine Unfallversicherung abzuschließen, die meist ab 50 Prozent Invalidität (z.B. Verlust eines Augenlichts) wahlweise eine zu vereinbarende monatliche Rente garantiert oder eine einmalige Kapitalzahlung (häufig auch beides).
Jetzt hat die Wuppertaler Gesellschaft “Barmenia” ein Produkt kreiert, das Piloten, Stewardessen, Purser und Flugingenieure nicht vor der Gangway im Regen stehen lässt, sondern sie im recht kurzen Bedingungswerk ausdrücklich mit einbezieht: “In Abänderung … sind alle beruflichen Tätigkeiten, die mit Hilfe eines Luftfahrzeuges ausgeübt werden können, mitversichert.” Ausgeschlossen bleiben bei der neuen, so genannten “Opti5Rente” lediglich die Hobby-, Test- und Flugversuchspiloten. Ebenfalls draußen bleiben müssen Fluglehrer der Bereiche Ultraleicht und Gleitschirm. Fallschirm-Didakten sowieso. Das ist für diese Klientel umso bedauerlicher, als die “Opti5Rente” - der Name deutet es an - nicht nur Unfallfolgen durch eine Monatsrente monitär abschwächt. Sie leistet auch bei schweren Erkrankungen wie Krebs, der Organe Leber, Lunge und Niere und bei Verlust von einzelnen Grundfähigkeiten (Hören, Sprechen, Sehen, Orientieren). Sogar die Pflegestufe I (90 Minuten fremde Hilfe pro Tag) hat man als Leistungsmerkmal mit eingebaut. Sowie ein “Verdienstergänzungsgeld”, das bei Krebserkankungen zum Tragen kommt, weil nach sechs Wochen Krankschreibung nur noch etwa 70 Prozent des Nettoverdienstes von der Krankenkasse gezahlt wird. Zwischen Diagnose, OP, Therapie und wiederhergestellter Arbeitsfähigkeit vergeht jedoch bei Brust- oder Prostata-Krebs meist ein Jahr.
Als Novum können die Wuppertaler Versicherungs-Mathematiker für sich auch verbuchen, dass die ab 50 Prozent Invalidität zu zahlende Rente zwischen 500 Euro und 3.000 Euro frei vereinbart werden kann – und sie bis zum Lebensende fließt. Dabei kostet die “Opti5” vergleichsweise wenig: Der Tarif schlägt beispielsweise für einen 40-jährigen bei 1.500 Euro Monatsrente mit 49,16 Euro zu Buche. 3.000 Euro Rente sind für 98,32 Euro per Monat zu haben (500€ für 16,39€). Übrigens kann die “Opti5” selbstverständlich auch das Bodenpersonal in Anspruch nehmen, die Friseurin, ebenso der Bäcker und der Fliesenleger. Und die Hausfrau. Einziges Manko: Mit Vollendung des 58. Lebensjahres ist es für einen Abschluss zu spät. Aber dann stehen zumindest Lufthansa-Piloten ohnehin zwei Jahre vor der Pensionierung (weitere Infos über:












