(openPR) Wie sieht das Verhältnis zwischen Männern und Frauen in Ghana aus? Wie werden vernachlässigte Kinder in Österreich versorgt? Wie motiviert man freiwillige HelferInnen in Sierra Leone? Wie sieht die Situation von Teenager-Müttern in Polen aus?
Diese und viele andere Fragen stellen sich junge Menschen aus Ghana, Sierra Leone, Polen und Österreich im Rahmen des Projekts „Our Issues - Our Voices“. Mit dem Projekt fördert Jugend Eine Welt interkulturelle Kompetenz von jungen Menschen und den Austausch zwischen jungen Erwachsenen aus vier Ländern. Während der Sommermonate Juli und August setzten sie sich mit jugendrelevanten Themen auseinander und führen Interviews und Videoblogs. „Unsere Gruppe beschäftigt sich mit dem Thema der Gleichstellung von Mann und Frau“, berichtet Julia Diem vom österreichischen Projektteam: „Wir wollen herausfinden welche Formen der Diskriminierung Frauen in den einzelnen Ländern erlebt haben und wie sie damit umgegangen sind.“ Die polnischen TeilnehmerInnen untersuchen das Thema ehrenamtliches Engagement in den einzelnen Ländern. „Wir haben uns die Frage gestellt, was junge Menschen in anderen Ländern dazu motiviert sich persönlich in einem Projekt zu engagieren“, so P. Gregor SDB aus Polen und erzählt weiter: „Viele Jugendliche in Polen sind auf ihren eigenen Vorteil bedacht und machen sich keine Gedanken, wie sie sich für andere Menschen einsetzen könnten.“ Weitere Themen sind die Situation von vernachlässigten Kindern und von Teenager-Müttern.
Austausch mit Betroffenen und ExpertInnen
Im Rahmen des Projektes haben die TeilnehmerInnen Organisationen und Betroffene in Österreich besucht. So etwa die Kinder- und Jugendanwaltschaft in Innsbruck, die Freiwillige Feuerwehr und eine Teenagermutter. „Teenagerschwangerschaften sind in Sierra Leone ein großes Problem. Die junge Mütter haben kaum eine Chance eine Ausbildung abzuschließen oder einen Beruf auszuüben“, berichtet Ishmael aus Sierra Leone: „Umso mehr hat mich die Begegnung mit einer jungen Mutter beeindruckt. Durch die Unterstützung des Staates und ihrer Familie hatte sie die Chance ihr Leben selber zu gestalten. Etwas dass in Sierra Leone nahezu unmöglich ist.“
Spannender interkultureller Dialog
Während ihrer Zeit in Polen, Österreich und Ghana haben die TeilnehmerInnen viele neue Einblicke und Erkenntnisse gewonnen. Auch im täglichen Miteinander treffen sie ständig auf neue kulturelle Unterschiede. „Manchmal führen Kleinigkeiten zu Missverständnissen“, so die österreichische Teilnehmerin Veronika Auer: „Ich wusste zum Beispiel einfach nicht, dass man in Ghana und Sierra Leone nichts mit der linken Hand überreicht. Am Anfang hat das für Verwirrung und Missverständnisse gesorgt, aber durch die gemeinsame Arbeit und den Austausch lernen wir alle jeden Tag etwas von der Kultur und dem Leben der anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen kennen.“










