(openPR) Mitte August ist der Sternenhimmel um eine besondere Attraktion reicher: Die Perseiden. Dieser Meteorstrom ist einer der stärksten des Jahres und zieht aufgrund der Jahreszeit immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich. Dabei sind Meteore, im Volksmund auch Sternschnuppen genannt, durchaus häufig. Doch wenn ein Meteorstrom auftritt, steigt die Häufigkeit deutlich an. Die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie und Planetarium Wien, Kuffner & Urania Sternwarte geben Tipps für eine erfolgreiche Beobachtung der Sternschnuppen.
Die Sichtbarkeit 2011
Die Perseiden können 2011 von 17. Juli bis 24. August beobachtet werden, besonders stark zwischen 10. und 14. August. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens. Das Maximum wird am Vormittag des 13. August erreicht und ist in Mitteleuropa daher unbeobachtbar; aber auch in den Morgenstunden des 13. August sind vermehrt Meteore zu erwarten. In einer dunklen Nacht fern vom künstlichen Licht könnte etwa alle zwei Minuten eine Erscheinung erwartet werden. Leider stört 2011 der Mond die Beobachtung erheblich: Er steht praktisch vor Vollmond. Im hellen Mondlicht werden nur die hellsten Meteore zu sehen sein, und das sind nur wenige pro Stunde.
Tipps zur Beobachtung
Zur Beobachtung von Meteorschauern braucht man keine optischen Hilfsmittel wie Ferngläser oder gar Fernrohre; am besten geht es mit dem freien Auge.
Am bequemsten ist die Beobachtung im Liegen. Wichtig ist ein freier Blick auf den ganzen Himmel. Wiesen oder Felder außerhalb der Stadt bieten sich besonders gut an.
Der Ursprung der Perseiden
Das Weltall ist nicht "sauber", sondern reich an Staub, ganz besonders in einem Planetensystem. Eine der Quellen für den Staub sind Kometen, die aus Staub und Eis bestehen und bei jeder Annäherung an die Sonne einen Teil ihrer Materie verlieren. Dabei gelangen Staubteilchen in das Sonnensystem, die entlang der Bahn des Kometen die Sonne wie winzigste Planeten umkreisen.
Kreuzt die Erde die Bahn eines solchen Kometen, dann dringen die winzigen, oft nur Mikrometer kleinen Staubteilchen mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein, wo sie praktisch schlagartig verdampfen. Hinter dem verdampften Teilchen bildet sich ein Kanal ionisierter Atmosphäre, der durch Rekombination leuchtet. Wir sprechen von einem Meteor oder einer Sternschnuppe.
Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Der Staub dieses Kometen erzeugt den Meteorschauer der Perseiden, die so heißen, weil sie scheinbar aus dem Sternbild des Perseus auf uns zu rasen.
Natürlich liegt das Sternbild viel, viel weiter von uns entfernt als der Staub in der Kometenbahn. Erst die Perspektive erzeugt den Eindruck der aus dem Perseus strömenden, "fallenden Sterne".
° Veranstaltungshinweise
Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA):
Freitag, 12. August 2011, ab 20.00 Uhr: Sofienalpe, Lagerwiese. Sternennacht auf der Sofienalpe: Die Perseiden. Die Sofienalpe im Wienerwald ist einer der besten Plätze in der Nähe Wiens zur Beobachtung des Sternenhimmels. Auf dem Programm steht die Beobachtung des Meteorschauers der Perseiden. Dazu gibt es individuelle, fachkundige Erklärungen. Die Teilnahme ist frei. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich und das Programm ist auch für Familien mit Kindern ab etwa 8 Jahren geeignet. Zur Meteorbeobachtung Campingliege oder Decke mitnehmen!
Bei Schlechtwetter (Bewölkung oder gar Niederschlag) findet die Beobachtung nicht statt. Bitte unbedingt ab zwei Stunden vor Beginn telefonisch unter 0664/256-1221 erfragen, ob die Veranstaltung stattfindet. Kein Ersatzprogramm bei Schlechtwetter!
Mehr Information: www.waa.at
Urania & Kuffner Sternwarte : In der Veranstaltungsreihe „Kosmische Begegnungen“ an Urania und Kuffner Sternwarte, erfahren Interessierte, welche Sternbilder und Himmelsphänomene im Jahresverlauf mit freiem Auge am Himmel zu sehen sind. Im August steht der Meteorstrom der Perseiden im Vordergrund. Sternschnuppen beobachtet man am besten mit freiem Auge und freiem Blick in alle Richtungen und nicht mit einem Teleskop. Von 10. bis 13. August kann man sich bei Führungen auf Urania & Kuffner Sternwarte über den Sternschnuppenstrom der Perseiden informieren und Tipps zur erfolgreichen Beobachtung erhalten.
Urania Sternwarte: 10.,11.,12.August, 21 Uhr, Urania Straße 1, 1010 Wien
Kuffner Sternwarte: 13. August, 21 Uhr, Johann Staud-Straße 10, 1160 Wien
Nähere Informationen zum Programm der Sternwarten und des Planetariums unter www.planetarium-wien.at











