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Mehr Platz, neueste Technik und zusätzliche Arbeitsplätze

Baumaßnahme am Herzzentrum Leipzig
Baumaßnahme am Herzzentrum Leipzig

(openPR) Das Herzzentrum Leipzig schließt zweijährige Bauphase ab

Leipzig, 2. August 2011 ----- Nach einer zweijährigen Bauphase und mit einer Investitionssumme von 18 Mio. € schließt das Herzzentrum Leipzig in diesen Tagen das größte Bauprojekt seit seiner Eröffnung (1994) ab. Mit dem Ziel, das sogenannte Flussprinzip (Prozessorientierung am Gesundheitszustand des Patienten) effizienter zu gestalten und somit den Patienten bessere Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten anbieten zu können, wurden neue Bettenstationen errichtet bzw. vorhandene umgebaut, modernste Medizintechnik angeschafft und Funktionsabteilungen räumlich neu orientiert.



Herz- und Kreislaufversagen nehmen statistisch belegt in Deutschland – insbesondere aufgrund der Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung - in den kommenden Jahren stetig zu. Die nun abgeschlossenen Neu- und Umbaumaßnahmen im Herzzentrum Leipzig ermöglichen neben der Kapazitätserweiterung und einer verbesserten Logistik vor allem eine individuellere Versorgung der betroffenen Patienten.

Kapazitätserweiterungen für alle Fachbereiche

Spezialisiert auf alle Erkrankungen des Herzens beherbergt das Herzzentrum Leipzig die Kliniken für Herzchirurgie und Kardiologie (inkl. Rhythmologie) und Kinderkardiologie. Von der Kapazitätserweiterung in Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Betten profitieren dabei alle Fachbereiche. So entstanden 42 zusätzliche Intensiv-, 16 weitere Intermediate-Care- (IC), 90 Normalbettplätze am neuen Ort sowie zwei Aufwachräume. Logistisch detailliert abgestimmt, erfolgte gleichzeitig eine Neustrukturierung der Ressourcen. So befinden sich nunmehr die bedeutendsten herzchirurgischen Elemente – sechs von neun OP-Sälen zusammen mit 46 ITS- und 56 IC-Betten – konzentriert auf einer Ebene. Die um 24 Betten erweiterte – und damit auf 56 Betten angewachsene – kardiologische Intensivstation befindet sich im direkten Verbund zur Notaufnahme, der Brustschmerzambulanz sowie zu drei der insgesamt sechs Herzkatheterplätze.

„Der Bedarf in allen Fachbereichen ist enorm groß. Das betrifft die Kardiologie als Einfallstor für Notfälle ebenso wie die Herzchirurgie mit ihrer stetig steigenden Zahl von Herzoperationen, wobei besonders der Zuwachs an Herz- und Lungentransplantationen eine bedeutende Rolle spielt. Der stetig steigende Zulauf an Patienten hat die Kapazitätserweiterungen dringend notwendig gemacht. Dort, wo 1994 noch Büros waren, sind schon längst Patienten eingezogen.“, erläutert Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin des Herzzentrums Leipzig.

Als nicht unmittelbar für den Patienten sichtbare, jedoch für den Klinikbetrieb unerlässliche Abteilung, war auch die Zentralsterilisation Teil der Baumaßnahmen. Diese erhielt einen komplett neuen und erweiterten Gerätepark. Im deutschlandweiten Vergleich entwickelte sie sich damit zu einer der größten und modernsten Abteilungen dieser Art.

Investition in neueste Technik

Ausgerichtet am Leitsatz des Herzzentrums Leipzig „Hochleistungsmedizin rund um das Herz“ wurde im Rahmen des gerade abgeschlossenen Bauvorhabens gleichfalls in modernste Technik investiert.

Die vom Herzzentrum Leipzig maßgeblich mitentwickelten minimal-invasiven Behandlungsverfahren spielen eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Therapie von Gefäßerkrankungen. Der neu eingerichtete neunte Operationssaal, als sogenannter Hybrid-OP nach dem Vorbild des 2004 weltweit erstmalig im Herzzentrum Leipzig errichteten OPs dieser Art weiterentwickelt und gebaut, verfügt dafür über ein integriertes Angiographiesystem. Das neuartige System besteht aus einem leistungsfähigen Industrieroboter sowie einer speziell entwickelten Herzkatheteranlage und gewährt dem behandelnden Arzt damit eine nahezu unbegrenzte Bewegungsfreiheit. Der Flachdetektor kann bei dieser Anlage so schnell und präzise um den Patienten rotieren, dass dabei CT-ähnliche Bilder entstehen, die mehr Anatomie abdecken, als dies bisherige Angiographiesysteme erlaubten. Gerade bei komplexen Eingriffen erhöht sich dadurch die Diagnosesicherheit erheblich.

Das für die Abteilung Rhythmologie neu eröffnete dritte Elektrophysiologische Herzkatheterlabor wurde in dieser Art weltweit im Herzzentrum Leipzig erstmalig installiert. Es erstellt hochauflösende 3D-Aufnahmen des Herzens direkt und zeitaktuell am Kathetertisch und erlaubt dem behandelnden Arzt damit feinste Herzstrukturen detailgenau zu erkennen. Gleichzeitig passt es sich den – wenn auch geringen – Bewegungen des Patienten automatisch an und gewährt damit eine größtmögliche Behandlungssicherheit.

In einem Zeitfenster von nur einer Sekunde fertigt das neu angeschaffte 128-Zeilen-Computertomographie-System eine vollständige Abbildung des Herzens und ist damit das Schnellste, welches es momentan auf dem Markt gibt. Gleichzeitig benötigt das Gerät dazu so wenig Strahlung, wie kein anderes zuvor. Als erstes seiner Art in Ostdeutschland wird es mit dem parallel dazu in Betrieb genommenen 3-Tesla-Magnetresonanztomographen in Ergänzung zu den bereits vorhandenen CT-, MRT- und konventionellen Geräten im Herzzentrum Leipzig dazu beitragen, durch eine präzise Frühdiagnostik die Behandlungschancen der Betroffenen zu erhöhen.

Deutlich mehr Arbeitsplätze

Der nunmehr abgeschlossene umfangreiche Erweiterungsbau dient in allererster Linie den Patientinnen und Patienten des Herzzentrums Leipzig. Ergänzend dazu eröffnet er aber auch den hier schon tätigen Medizinern neue Möglichkeiten und bietet ausgebildeten Fachkräften eine Chance auf eine berufliche Neuorientierung.


Baugeschehen im Überblick:

Herbst 2009
Neubau des Hybrid-OP-Saal 9 in direkter Verbindung zum Aufwachraum

Frühjahr 2010
Neubau des dritten Elektrophysiologischen Labors
Inbetriebnahme 128-Zeilen-CT und 3-Tesla-MRT

Sommer 2010
Neubau einer herzchirurgischen Bettenstation auf dem Gebäudedach

Herbst 2010
Eröffnung von zwei rhythmologischen Bettenstationen

Frühjahr 2011
Neueinrichtung von zwei herzchirurgischen IC-Stationen

Sommer 2011
Eröffnung einer herzchirurgischen Langlieger-Intensivstation
Erweiterung der kardiologischen Intensivstation


„Das Herzzentrum Leipzig verändert sich seit dem ersten Jahr seines Bestehens“, so Dr. Iris Minde. „Die nun abgeschlossene Bauphase war jedoch die größte und spannendste in dieser Zeit. Da sie bei laufendem Klinikbetrieb durchgeführt wurde, danke ich den Patienten, Gästen, Besuchern und Mitarbeitern unseres Hauses für ihr Verständnis und ihre Geduld.“

Um auch zukünftig allen Patienten modernste Verfahren und Techniken anbieten zu können sieht Herr Prof. Dr. Mohr mit Blick in die unmittelbare Zukunft den weiteren Ausbau der For-schung und Lehre am Standort. „Außerdem müsste hier in Probstheida die Infrastruktur ver-bessert werden. Wir werden immer internationaler, da sollten auch die infrastrukturellen Ver-kehrsanbindungen stimmen.“, so der Ärztliche Direktor.

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