(openPR) Hannover, 29. Juli 2011 – Die Hannover Creative Services & Merchandising GmbH (HCSM) weist die jüngste Abmahnung des Energy-Drink-Riesen Red Bull zurück. Der Weltmarktführer hatte den neuen Werbeslogan des Indians-Drinks REVOLUTION, „Keine Angst vor roten Tieren“, auf sich gemünzt und eine Markenverletzung gerügt.
„Red Bull zeigt uns gerade, dass auch Weltkonzerne über eine blühende Phantasie verfügen können. Unser Werbeslogan ‚Keine Angst vor roten Tieren‘ hat natürlich überhaupt nichts mit der Marke ‚Red Bull‘ zu tun“, erklärt Wulf von Borzyskowski, HCSM-Geschäftsführer. „Unsere Werbestrategie zielt auf aktuelle Ereignisse: Im Eishockey und in der Region Hannover. Red Bull kann doch nicht die Werbestrategien lokaler und regionaler Unternehmen die sich im Sport engagieren sofort auf sich beziehen nur weil sie „rot“ und „Tiere“ beinhalten.“
Hintergrund des Slogans ist das besondere Verhältnis zwischen EC Hannover Indians und den Hannover Scorpions. Im aktuellen Streit zwischen DEL und ESBG kommt es derzeit zu einer offenen Konfrontation zwischen der früher so genannten ersten und zweiten Eishockeyliga. In Folge der Auseinandersetzung wurden die Vorbereitungsspiele zwischen Indians und Scorpions abgesagt. „Jedem Eishockeyfan ist dieser Bezug klar“, sagt von Borzyskowski. „Im Indianerland Hannover kennt jeder das Scorpions-Logo mit dem ‚roten Tier‘. Und mit einem Stier hat der Scorpion nun wirklich keine Ähnlichkeit.“ Eine Markenverletzung aus dem ähnlichen Wortklang beider Begriffe abzuleiten, wie Red Bull das tut, kann der Geschäftsführer ebenso wenig nachvollziehen: „Im Eishockeysport sind viele Begriffe im Umlauf, die sich auf Stier reimen: Visier, Bier, Wappentier. Hier markenrechtlich zu schützende Anklänge des Wortes Stier zu vermuten ist kompletter Unsinn.“
Nach offizieller Zurückweisung der Markenverletzung erwartet die HCSM nun entspannt die weiteren Schritte des Wettbewerbers. Der Energy-Drink REVOLUTION ist derweil unverändert in den Läden erhältlich.
Von Borzyskowski weist auch noch einmal auf die Zusammenhänge der Aktivitäten von Red Bull gegen das deutsche Eishockey insgesamt hin: Nicht nur die HCSM sehen sich aktuell mit zumindest fragwürdigen juristischen Schritten konfrontiert. Auch dem Oberliga Club Halle Saale Bulls wurde untersagt, ihren Fanshop „Bulls-shop“ zu nennen. Und das obwohl das Unternehmen selbst im Marketing nicht zimperlich vorgeht und für sich die Statuten weit auslegt. Erinnert sei nur an den Fußballclub RB Leipzig, der, da Red Bull Leipzig verboten wurde, in Rasenballsport Leipzig umbenannt wurde. Das Branding und die gesamte Kommunikation ist jedoch eindeutig Red Bull geprägt.











