(openPR) Termindruck, konzentrierte PC-Arbeit, andauernder Streß: Die typischen Verursacher von Haarausfall. Eine neue Therapie kann den Haarausfall innerhalb von wenigen Wochen stoppen.
Geheimratsecken und Tonsur entwickeln sich bei dauerndem Streß und Anspannung schier unaufhaltsam. Was nach einem typischem Männerproblem aussieht, bekommen aber auch schon Millionen deutsche Frauen: Eine Form des erblich bedingten Haarausfalls, den Spannungs-Haarausfall (Alopecia Contentionalis). Streß und die daraus resultierenden Muskelverspannungen im oberen Schädelbereich sind seine Auslöser. Bislang war er kaum zu besiegen. Eine neue Therapie zeigt Erfolge, die bislang schier undenkbar schienen.
Spannungs-Haarausfall ist eine Form von erblich bedingtem Haarausfall, der als Folge von Stress und Anspannung der Kopfhaut im oberen Schädelbereich aufritt. Die Kopfhaut wird durch die psychische Belastung völlig unbewußt angespannt und stärker über den knöchernen Schädel gestrafft. Die feinen Blutgefäße, die unter der Kopfhaut verlaufen, werden zusammengepresst. Die Haarwurzeln im oberen Schädelbereich, die von diesen Blutgefäßen versorgt werden sollten, erhalten weniger Blut und Sauerstoff. Sinkt die Sauerstoffversorgung unter eine bestimmte Schwelle, lagert sich bei einer erblichen Empfindlichkeit das Hormon DiHydroTestosteron, kurz DHT, an bestimmten Zellrezeptoren an.
In der Folge verhornen die Haarwurzeln und schrumpfen. Die Wachstumsphasen der Haare, die in diesem Schädelbereich liegen, verkürzen sich. Nach einigen Zyklen können die Wurzeln keine gesunden Haare mehr produzieren. Sie fallen aus, und zwar genau in den von der Spannung betroffenen Regionen.
Hauptauslöser dafür ist Streß. Aber auch starke psychische Anspannung oder Konzentration, z. B bei häufiger Bildschirmarbeit, spielen eine Rolle. Immer dann wird die obere Kopfhautmuskulatur stark angespannt. Die Betroffenen leiden häufig auch unter Nackenverspannungen, Spannungskopfschmerzen oder nächtlichem Zähneknirschen (Bruxismus). Ein Teil von ihnen ist fehlsichtig und neigt deshalb zu Kopfhautverspannungen.
Auch die Wechseljahre haben einen gravierenden Einfluss auf den Spannungs-Haarausfall. Mit dem Östrogenspiegel sinkt die Konzentration bestimmter Eiweißstoffe, die das Hormon DHT binden. Deshalb klagen selbst Frauen, die zuvor keine Probleme mit ihren Haaren hatten, in den Wechseljahren plötzlich häufig über Haarausfall.
Helfen Nährstoffpräparate oder durchblutungsfördernde Mittel?
Nährstoffpräparate haben keinen Einfluss auf eine verspannte Kopfhaut. Das trifft auch auf durchblutungsfördernde Mittel zu. Sie werden in der Regel als Tonikum aufgetragen und sollen die Kapillargefäße der Kopfhaut weiten. Bekommt diese aber bereits von den darunter verlaufenden Arterien und Arteriolen zu wenig Blut, kann ein solches Haartonikum leider keine befriedigende Wirkung zeigen.
Misst der Facharzt bei der ElektroMyoGraphie (EMG) mittels spezieller Elektroden eine Verspannung der Kopfhaut, kann er ein lokal wirkendes Muskelrelaxans (Botulinumtoxin) spritzen. Das geschieht mit einer hauchdünnen Kanüle direkt in den verspannten Muskelbereich unter der Kopfhaut. Das Muskelrelaxans sammelt sich gezielt in den Synapsen zwischen Nerv und Muskel an und blockiert dort die permanenten Reizsignale.
Die verspannten Muskeln werden innerhalb von wenigen Tagen wieder entspannt. Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln können sich wieder normalisieren. Die Erstbehandlung wirkt bis zu sechs Monate.
Die Erfolgsrate dieser neuen Therapie liegt laut einer klinischen Untersuchung bei etwa 80 Prozent. Der Haarausfall kann bereits nach ca. sechs Wochen gestoppt werden. Bei etwa 60 Prozent der Patienten können die Haare selbst dann wieder nachwachsen, wenn sie schon vor ein bis maximal zwei Jahren ausgefallen sind.











