(openPR) Was unter dem Begriff der Installation entsteht, sind weniger Werke denn Modelle ihrer Möglichkeiten, weniger Beispiele einer neuen Gattung denn immer neue Gattungen.
- Juliane Rebentisch -
Die Installation ist zum Phänomen der zeitgenössi-schen Kunst geworden. Der andauernde Erfolg dieser Gattung beruht nicht zuletzt darauf, dass sie sich trotz versuchter theoretischer Interpretationsmodelle immer wieder neu und anders gestaltet.
Wie das aussehen kann, zeigt die Ausstellung KUNST-STOFF. Die 15 KünstlerInnen aus Hamburg, Leipzig und Berlin schaffen eine situative Inszenierung, indem sie Materialien, Formen und Inhalte in einem einzigen Raum zu einem Gesamtwerk ausformen.
Ob gemalt oder gebaut, projiziert oder collagiert: die Arbeiten lassen sich nicht mehr über die verwendeten Medien definieren, sondern als Prozesse verstehen. Die Installation widersetzt sich somit der Idee ästhetischer Werkautonomie und wir stellen uns erneut die Frage nach dem Status des Bildes.
15 Künstler und Künstlerinnen aus Hamburg, Leipzig, Berlin, kuratiert von Maja Bogumila Hoffmann und Sandra Poppe
Ausstellungsdauer: 09. - 24. Juli 2011 Sa. + So. 15 – 18 Uhr
Teilnehmende Künstler:
Tjorg Douglas Beer, Cordula Ditz, Thomas Ehgartner, Patrick Farzar, Almut Grypstra, Maja Bogumila Hoffmann, Mark Matthes, Mika Neu, Holger Pohl, Sandra Poppe, Hermann Rekerb, Oliver Ross, Jörn Stahlschmidt, Marco P. Schaefer, 4000
Künstlerhaus Sootbörn
Sootbörn 22
22453 Hamburg
Tel.: 040 58917636

Über das Unternehmen
Die im Künstlerhaus Sootbörn arbeitenden Künstlerinnen und Künstler sorgen seit nunmehr 12 jahren für viel beachtete Ausstellungsereignisse, bei denen es gelingt, bildende Kunst mit anderen Kunstsparten unter der Obhut eines "Paten" aus dem Künstlerhaus zu verbinden. Damit wird eine persönliche und verbindliche Beziehung zum Haus hergestellt, während sich der Kreis der gezeigten künstlerischen Positionen stetig erweitert. Mit Tanz-, Musik und Theaterveranstaltungen in Kombination mit einer Ausstellung schlagen die Künstlerinnen und Künstler des Hauses einen Bogen zu einer Tradition, die in den 20er Jahren begann, als im musischen Gymnasium Sootbörn Mary Wigman, und später Hubert Fichte und viele andere mit ihren Arbeiten an die Öffentlichkeit traten.
Auf Initiative einer kleinen Gruppe engagierter Künstler gelang es nach zähen Verhandlungen mit der Schulbehörde, der ursprünglichen Besitzerin des Gebäudes, und der Kulturbehörde mit Hilfe von Karl Weber, das ehemalige Schulgebäude und Möbellager in ein Künstlerhaus umzuwandeln. Im Jahr 1992 wurde das 1929 von dem Architekten Ernst Wilhelm Langloh im Bauhausstil errichtete Gebäude mit erheblichem finanziellen Aufwand seitens der Kulturbehörde renoviert und mit vierzehn Künstlerateliers eingerichtet.
Das Gebäude, dessen obere Etagen Ende der 50er Jahre wegen des Flughafenbaus abgetragen wurden, verfügt mit der früheren Aula über einen hervorragenden Ausstellungs- und Vortragsraum.