(openPR) che - Es ist ein kleines Dorf, das da entsteht auf den Königswiesen beim Sophienbad. Der Countdown zum Rockspektakel auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau ist angelaufen. Zelte entstehen, die der Entourage und den Musiker als Aufenthaltsräumlichkeiten vor und nach dem Auftritt dienen werden. Eine Reihe von Containern sind schon da, in denen der "Schreibkram" erledigt wird und vorne, an der Spitze, zum Dom gerichtet, wächst gerade die Bühne aus dem Gras. Auch ein Dutzend Verteilerkästen stehen schon, ein Generator nur für das Licht der Bühne steht bereit, sein Diesel getriebener Motor könnte eine kleine Gemeinde versorgen. "Mit grünem Strom", sagt der ansteckend zuversichtliche Veranstalter Ralf Waschulewski. Rund 1,2 MW Strom werden während des Festivals insgesamt benötigt.
Etwa 20 Mann ziehen Planen über Gerüste oder stecken routiniert Trassen aus Stahlrohren zusammen, bis zum Abend steht die Bühne, auf der Joe Cocker, "Uriah Heep", "Lake", Chris Thompson & Band und "After Midnight" die Besucher des ersten Baltic-Open-Air Festivals ab Samstagnachmittag in eine hoffentlich ebenso laue wie trockene Julinacht rocken werden.
Damit die Wiese keinen Schaden nimmt, liegen überall da, wo schwere Lastwagen Bauteile abladen oder der Gabelstapler fahren muss, sogenannte Panzerplatten, die den Druck auf den Boden verteilen und vor Erosion schützen. „Wiese soll Wiese bleiben“ auch nach dem Spektakel - sagt Daniel Spinler, Mitveranstalter des Festivals.
Wie alle anderen auch, die hier werkeln, hoffen Spinler und Waschulewski natürlich auf gutes Wetter zu ihrer Veranstalter-Premiere am Samstag. Die Prognosen sind eher durchwachsen - mit sich ständig verbessernder Tendenz in den letzten Tagen. Trotzdem: "Wir sind hier in Norddeutschland und unsere Besucher können damit umgehen, wenn es mal einen wenig tröpfelt."
Angesichts noch nicht ganz sicherer Wetter-Vorhersagen aber weiß der routinierte Open-Air-Besucher ohnehin, was bei dieser Großwetterlage zu tun ist. Prinzip: "Zwiebeln" ist als Kleidungsstil angesagt, heißt: alles, vom T-Shirt über Sweatshirt bis zur Regenhaut, ist am Mann, respektive der Frau.
Intensive Betrachtung gilt dem Andrang der Besucher. Nicht nur denkt man darüber nach, die Wiesenfläche bestmöglich zu nutzen. Auch das Leitsystem ist entsprechend beschildert. Es gilt, die Autofahrer um die Innenstadt herum zu leiten und auf die "Freiheit" zu lenken. Vom Parkplatz dort fahren permanent die Shuttle-Busse direkt vor den Eingang des Festgeländes und an die Tageskassen, wo das Ticket 65 Euro kostet.
Noch ist ein Kontingent an Vorverkaufs-Karten vorhanden, auch zum Selbstausdrucken im Internet. Dadurch lassen sich sogar 7 € sparen - genug fürs erste Bier und eine Wurst.
Und dann kann's endlich losgehen, das Rockspektakel des Jahres in Schleswig (-Holstein).






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