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BNP Paribas Investment Partners: Wie lange wird die Aktienrallye anhalten?

(openPR) (ddp direct) Die Aktien legten eine recht starke Rallye hin, nachdem es sicher schien, dass Griechenland die nächste Tranche von Finanzhilfen erhalten würde, die auf kurze Sicht eine Zahlungsunfähigkeit des Landes vermeiden würde, sowie nachdem der amerikanische ISM-Einkaufsmanagerindex stärker ausfiel als erwartet. Diese positiven Aspekte schienen die noch immer hohen Risikoaufschläge auf Anleihen aus den Peripherieländern, die sich verschlechternden Frühindikatoren der Schwellenmärkte und die mangelnden Fortschritte in den USA bei der Erhöhung der Schuldengrenze wettzumachen.



Taktisch gesehen und aus Sicht der Anlegerstimmung befanden sich die Aktien in einer guten Ausgangsposition für eine Rallye, wir fragen uns jedoch, wie lange diese Rallye anhalten könnte. Die griechischen Renditeaufschläge blieben angesichts der Durchführungsrisiken der drakonischen Sparmaßnahmen und der geplanten Privatisierung staatlicher Vermögenswerte in Höhe von 50 Mrd. EUR weiterhin hoch. Darüber hinaus bestehen Zweifel an der Umsetzbarkeit einer Beteiligung des privaten Sektors an weiteren Hilfsmaßnahmen in Form einer Verlängerung der Laufzeiten griechischer Staatsanleihen, da es Anzeichen dafür gibt, dass die Ratingagenturen solch eine Laufzeitverlängerung als Zahlungsausfall Griechenlands ansehen würden. Die Herabstufung der portugiesischen Staatsanleihen auf Ramsch-Status war ebenfalls nicht zuträglich.

Die Anleger warten nun auf die Unternehmensergebnisse aus dem zweiten Quartal. Wir bezweifeln jedoch, dass dies die Märkte großartig stützten wird, da generell mit einem positiven Quartal gerechnet wird. Die Richtung, die die Unternehmen im Hinblick auf künftige Entwicklungen weisen werden, könnte ein viel entscheidenderer Faktor sein. Insgesamt hegen wir Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Rallye und haben daher beschlossen, sie nicht zu verfolgen.

Wir reduzierten unsere Übergewichtung in Schwellenländeraktien auf neutral. Obwohl wir fest von dem positiven langfristigen Ausblick überzeugt sind, gehen wir doch davon aus, dass die Märkte das Nachlassen des Wirtschaftswachstums, die hartnäckige Inflation und die geldpolitische Straffung noch nicht völlig eingepreist haben, so dass wir eine neutrale Gewichtung derzeit für vernünftig halten. Wir haben nun alle Regionen neutral gewichtet (USA, Europa, Japan und die Schwellenmärkte).

Die Einkaufsmanagerdaten aus den Schwellenländern gaben erneut nach. Dabei sank der Sammelindex auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2009, angeführt von Brasilien und China. Die Verlangsamung der Wachstumsraten in Asien - sowohl in China als auch in Indien und Indonesien - ist einer der zentralen Gründe dafür. Gleichzeitig muss die Inflation weiter eingedämmt werden. Wir rechnen damit, dass sich die straffere Geldpolitik und die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums letztendlich bemerkbar machen werden, dies könnte jedoch länger dauern, als wir zunächst angenommen hatten.

Insbesondere in China besteht das Risiko, dass eine Immobilienblase entsteht, die irgendwann platzt. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Behörden die nötigen Maßnahmen treffen werden, um dies zu verhindern. Die geldpolitische Straffung, die reduzierte Vergabe von Bankkrediten und die Verringerung der Staatsausgaben gehören zu den Gründen, warum wir damit rechnen, dass das Wachstum in China auf etwa 8,5% - also deutlich unter den seit 2000 verzeichneten Durchschnitt von 10,3% - sinken wird.

Zurück zum amerikanischen ISM-Einkaufsmanagerindex. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe legte zu und trotzte somit den negativen Erwartungen. Allerdings entwickelten sich seine einzelnen Komponenten nicht so positiv wie das Gesamtergebnis vermuten lässt. Die Differenz zwischen den Subindizes Produktion und Lagerbestand war so gering wie seit dem letzten Sommer nicht mehr. Das Verbrauchervertrauen fiel ein wenig schlechter aus als zuvor angenommen, und die Umsätze im Automobilsektor gingen wieder zurück. Auch wenn die höheren Kraftstoffpreise hier eine Rolle gespielt haben könnten, ist dieser Rückgang hauptsächlich den Versorgungsunterbrechungen nach dem Erdbeben in Japan zuzuschreiben. Die Umsätze dürften sich also wieder erholen, sobald sich die Lage in der japanischen Automobilindustrie wieder normalisiert hat.

Die Anzahl der schwebenden Hausverkäufe in den USA schnellte in die Höhe, und die Hauspreise sind zum ersten Mal seit Juli 2010 wieder gestiegen. Die Zahl der wöchentlichen Hypothekenanträge blieb jedoch weiterhin niedrig. Wie bereits erwähnt, sind wir der Ansicht, dass sich der Häusermarkt noch immer auf der Talsohle befindet. Es ist unwahrscheinlich, dass er die wirtschaftliche Erholung derzeit unterstützen wird.

Die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone ist noch immer nicht von den Exporten und den Investitionen auf die Einzelhandelsumsätze übergesprungen. Das jährliche Wachstum der Einzelhandelsumsätze fiel auf den niedrigsten Stand seit November 2009. Die steigenden Energiepreise, die Sparmaßnahmen und das geringe Einkommenswachstum lasten auf den Konsumausgaben. Da der Euro noch relativ stark ist, die Sparmaßnahmen mit großer Wahrscheinlichkeit fortgesetzt werden und die EZB eine leicht restriktive Haltung einnimmt, rechnen wir damit, dass das Wachstum in der Eurozone im zweiten Halbjahr bescheiden ausfallen wird.

In Japan ist die Wirtschaft dabei, sich zu erholen. Die Zahl der Baubeginne und Bauaufträge sowie die Ausgaben der privaten Haushalte haben sich verbessert. Die Automobilproduktion, die vor dem Erdbeben im März bei etwa 800 000 Einheiten pro Monat lag, hat sich wieder erholt und liegt nun bei 490 000 Einheiten. Die Arbeitslosenquote fiel auf den niedrigsten Stand seit Februar 2009. Während die kurzfristigen Aussichten unserer Ansicht nach positiv ausfallen, sind viele langfristigere Probleme noch nicht gelöst worden, wie z.B. die hohen Haushaltsdefizite und die hohe Staatsverschuldung.

Joost van Leenders, CFA
Spezialist für Asset Allocation und Anlagestrategie
BNP Paribas Inverstment Partners

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