(openPR) Volksmusik in ihrer eigenen unverwechselbaren Art ist in Österreich sehr mit der Alpenwelt, ihren Seen und Bergen verbunden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass speziell hier die "echte" Volksmusik sehr geschätzt, und finanziell sehr vom Staat unterstützt wird. Die Volksmusik erfährt hier einen Stellenwert, den man in Deutschland vermissen lässt. So werden in Österreich die Musikschulen besser gefördert und mehr Geld in die musikalische Ausbildung der Kinder gesteckt, als dies bei uns in Deutschland geschieht. Dies ist natürlich nicht verwunderlich, da die bodenständige Volksmusik in Österreich eine sehr lange Tradition hat. Eng verbunden mit der Natur, der Schönheit der Berge und dem kargen harten Leben der Alpenbauern sind hier unverwechselbare Weisen entstanden, die bis heute gesungen und musiziert werden. Natürlich ist es ein ganz besonderer optischer Genuss wenn der Alpensenner auf seiner Alm mit der "Ziach" aufspielt. Da durch den Aufschwung in der Tourismusbranche viele dieser Almbauern mittlerweile auch gastronomisch tätig sind, auf ihren Almen Essen und Trinken anbieten, kann man nach einer anstrengenden Wandertour diesen Volksstücken und Gesängen bei einer deftigen Brotzeit und einer frischen Milch oder einem kühlen Bier lauschen. Die "Ziach", die ja nicht nach Noten gespielt wird, sondern nach dem Gehör, ist sehr beliebt und für Touristen ein Anziehungspunkt. Nicht erst seit den vielen Heimatfilmen der 60er Jahre und ihrer Ausstrahlung in den entsprechenden Medien liebt und schätzt man die bodenständige einfache ehrliche Art der Volksmusik in der Alpenwelt Österreichs. Viele der sogenannten "Ziachspieler" sind Autodidakten, haben sich ihr Instrument teilweise auch selbst erlernt. Daher findet man auf den Almen viele Einzelmusiker, die ihr Können gerne präsentieren. Die "Ziach", die diatonische Knopfharmonika, ist hier ein besonders beliebtes Instrument bei den Almbauern, gut und einfach zu erlernen, und das ohne Notenkenntnisse.
Das Jodeln hat in der österreichischen Alpenwelt seinen festen Bestandteil und wird noch heute gepflegt und von Generation an Generation weitervermittelt. Auch hat die Blasmusik in Österreich eine sehr lange Tradition. Hier achtet man sehr darauf, dass in jeder einzelnen Gemeinde eine eigene Blaskapelle besteht. Es ist keine Seltenheit, dass in Österreich jede zweite Familie ein Mitglied für die Blaskapelle stellt. Dies ist wiederum ein großes Verdienst der Musikschulen, die hier in fast jeden Ort zu finden sind, also flächendeckend bestehen. Hier achtet man darauf, dass die Blasmusik populär bleibt. Hier wird nicht nur einfach Musik gemacht, sondern hier wird Musik gelebt, und das ganze Dorf macht mit. Darum sind die einzelnen Bauernmärkte, wie z.B. in Wald im Pinzgau oder in Krimml voll mit Touristen und Einheimischen und bieten nicht nur Genüsse für die Gaumen, sondern auch Brauchtum für die Ohren. Die Musikschulen erfahren hier die notwendige Rückendeckung der Bevölkerung sowie der politischen Träger und stehen daher als Bildungseinrichtung nie zur Diskussion. Und so werden hier auch noch in 100 Jahren Volkslieder und Volksweisen zu hören sein und daher nie aussterben.












