openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Jäger töten über neun Millionen Tiere

07.07.201114:30 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Die so genannte "Jahresstrecke", also die Anzahl der vom Deutschen Jagdschutzverband (DJV) gemeldeten jährlich getöteten Tiere ist nach Einschätzung von Wildtierschutz Deutschland e.V. vollkommen untertrieben. "Viele Tierarten wie Schwäne, Rabenvögel, Kormorane, aber auch Haustiere, werden in der Jagdstatistik gar nicht erst erfasst, ebenso wenig wie nicht aufgefundene, den Verletzungen erlegene Tiere oder die Opfer, die aus Bequemlichkeit nicht erfasst werden", erläutert Lovis Kauertz, der Vorsitzende des Vereins.

Die Statistik des Jagdverbandes erfasst jährlich etwa fünf Millionen getötete Wildtiere. Die bei www.wildtierschutz-deutschland.de abrufbaren Zahlen weisen über neun Millionen Jagdopfer aus - 25.000 tote Tiere pro Tag!

Aus Sicht des Tierschutzes besonders relevant sind bei den nicht gezählten Tieren ‘zigtausende von Enten, dazu Füchse, Hasen und Bodenbrüter, die alljährlich im Rahmen der Jagdhundeausbildung getötet werden.

Mangelndes Schießtraining und die Jagd in der Dämmerung oder während der Nacht führen regelmäßig zu schlechten Trefferquoten. Untersuchungen zeigen, dass bei Gesellschaftsjagden auf Rehe, Hirsche oder Wildschweine nur jeder dritte bis vierte Schuss tödlich ist. Bei der Jagd auf Wasservögel wird durch die breite Streuwirkung des Schrots ein weitaus größerer Teil der Tiere "nur" verletzt und nicht sofort getötet.

Umweltverbände gehen davon aus, dass jährlich etwa 1.000 - 2.000 Tonnen Blei in Deutschland verschossen werden. Das führt nicht nur zur Vergiftung von Böden und Gewässern, es führt auch dazu, dass viele hunderttausend Tiere durch die Aufnahme von Blei beim Gründeln oder über die Nahrung den Gifttod sterben, darunter immer wieder der Seeadler.

Der Sinn der Jagd, die meist als Freizeitbeschäftigung ausgeführt wird, ist nicht nur heftig umstritten, es gibt auch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kommen, dass die Jagd zur Bestandsregulierung - und diese wird als Hauptargument der Jagd vorgebracht - nicht erforderlich ist. Wissenschaftler haben sogar nachgewiesen, dass die Jagd hinsichtlich der Bestandsregulierung teilweise kontraproduktiv ist und zum Beispiel bei Fuchs oder Schwarzwild zu erhöhter Fortpflanzungsdynamik führen kann.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 552512
 1013

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Jäger töten über neun Millionen Tiere“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Wildtierschutz Deutschland e.V.

Luxemburg Vorbild in Sachen Wildtierschutz: Fuchsjagdverbot verlängert
Luxemburg Vorbild in Sachen Wildtierschutz: Fuchsjagdverbot verlängert
Als das Jagdverbot auf Meister Reineke im letzten Jahr verkündet wurde, war der Protest des luxemburgischen Jagdverbands FSHCL massiv. Man startete Petitionen, zog vor Gericht, machte in der Presse publizistisch Hatz auf den Fuchs und die für das Jagdverbot verantwortlichen Politiker, allen voran den grünen Staatssekretär Camille Gira als Initiator der Regelung. (wildtierschutz-deutschland.de/2016/02/luxemburg-als-vorbild-in-sachen.html) In öffentlichen Stellungnahmen malte der FSHCL Schreckensszenarien ausufernder Fuchsbestände und um sich …
Jagdreform Hessen: Neues Bündnis fordert mehr Tierschutz
Jagdreform Hessen: Neues Bündnis fordert mehr Tierschutz
Wie im Koalitionsvertrag angekündigt hat die schwarz-grüne Landesregierung den Entwurf einer neuen Jagdverordnung vorgelegt, in der unter anderem die Jagd- und Schonzeiten in Hessen neu geregelt werden. Das im Juli dieses Jahres gegründete "Bündnis Jagdreform Hessen" (BJH) unterstützt die Landesregierung in ihrem Bestreben, die hessischen Jagdverordnungen zu reformieren und in einer neuen Jagdverordnung zusammenzufassen. Der aktuell vorgelegte Entwurf geht den Bündnispartnern allerdings nicht weit genug. Im Rahmen der schriftlichen Anhörung h…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Der Jäger ist eine MogelpackungBild: Der Jäger ist eine Mogelpackung
Der Jäger ist eine Mogelpackung
… nicht selten die Naturschutzprojekte der anderen oder stellt unsinnige Forderungen. Die Jagd hat seit Jahrzehnten im Wildtiermanagement versagt und hinterlässt jährlich gleichfalls Millionen an Schäden für die Landwirtschaft, Forst, Weinbau, Strassenverkehr, Artenschutz, Biodiversität usw. Die Jagd ist also meist wirkungslos und kontraproduktiv. Sogar …
Jagdschutz, ein Relikt aus Revolutionszeiten: Noch immer töten Jäger Hunde und Katzen
Jagdschutz, ein Relikt aus Revolutionszeiten: Noch immer töten Jäger Hunde und Katzen
… durch Jäger irgendeinen positiven Einfluss auf irgendwelche Arten hat." Letzteres sei auch schon anhand der nackten Zahlen nachvollziehbar: Der Deutsche Jagdschutzverband geht von ca. 2 Millionen streunenden Katzen in Deutschland aus und von 500.000 Tieren, die jährlich ausgesetzt werden. "Kleintierjäger" töten aber nur etwa 10 % dieser Tiere. "Einige …
Zum Ende des Jagdjahres 7 bis 8 Millionen Tiere erschossen
Zum Ende des Jagdjahres 7 bis 8 Millionen Tiere erschossen
… in Deutschland jeden Tag über 20.000 Tiere meist von Freizeitjägern erschossen - nach den Berechnungen*) von Wildtierschutz Deutschland insgesamt etwa sieben bis acht Millionen Tiere. Darunter etwa drei Millionen Vögel, zwei Millionen Rehe, Wildschweine und Hirsche, eine Millionen Füchse, Dachse, Waschbären und andere Beutegreifer inklusive etwa 200 …
BUND pro Jagd?
BUND pro Jagd?
… 2! Die Jagd nutzt auch nicht den Menschen, weder werden die Felle der Tiere nachgefragt noch das Wildbret - die überwiegende Anzahl der ca. 6 Millionen getöteten Tiere wird verbuddelt oder kommt in die Tierkörperbeseitigungsanstalt. Die Tollwut wurde nicht durch die Jagd ausgemerzt sondern durch breitangelegte Impfaktionen. Der Fuchsbandwurm ist mit …
Ist der Landesjagdverband ein Tierschutzverein?
Ist der Landesjagdverband ein Tierschutzverein?
… Jagdverband es vor einiger Zeit in einer Meldung formulierte, hat die Jagd maximal am Rande zu tun. Der weitaus größte Anteil der jährlich 5 bis 9 Millionen in Deutschland durch die Jagd getöteten und häufig genug gequälten Tiere wird ohne weitere "Nutzung" entsorgt. Darunter sind allein ca. 900.000 Rabenvögel, die eigentlich durch die EU-Vogelschutzrichtlinie …
Bild: Tote durch Jagd und Jäger: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!Bild: Tote durch Jagd und Jäger: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!
Tote durch Jagd und Jäger: Abschaffung der Hobbyjagd jetzt!
… in der Zeitung zu lesen, dass Jäger aus Versehen Menschen oder Ponys auf der Weide mit Wildschweinen verwechseln - das kann einem beim Spaziergang schon Angst machen. Millionen Tierfreunde haben kein Verständnis, wenn ihre Hauskatzen abknallen oder drohen, den Hund zu erschießen. Warum Jäger Hasen tot schießen, obwohl sie auf der Roten Liste bedrohter …
Bild: Kreis-ÖDP: Kirchen sollen von Hubertusmessen Abstand nehmenBild: Kreis-ÖDP: Kirchen sollen von Hubertusmessen Abstand nehmen
Kreis-ÖDP: Kirchen sollen von Hubertusmessen Abstand nehmen
… die Hubertusmessen diesem ursprünglichen Gedanken, so würde ich jede Kirche ermutigen, diese zu zelebrieren« , so Gisela Mutke. Der oft qualvolle Tod von jährlich über 5 Millionen Wildtieren allein in Deutschland durch die jetzt praktizierte Form der Jagd hingegen sei sowohl traurig, als auch kaum mit christlichen Werten vereinbar. Solange die Segnung …
Jagdstatistik: Nie gab es so viel Rehe und Wildschweine
Jagdstatistik: Nie gab es so viel Rehe und Wildschweine
… Opfer, die aus Bequemlichkeit nicht erfasst werden", erläutert der Vorsitzende von Wildtierschutz Deutschland e.V. Die Streckenstatistik des Jagdverbandes weist jährlich etwa fünf Millionen getötete Wildtiere aus, darunter auch ein Teil der durch Verkehrsunfälle umgekommenen Tiere. Die von Wildtierschutz Deutschland veröffentlichten Zahlen zählen über …
Umweltminister räumt Unzuverlässigkeit der Jäger ein
Umweltminister räumt Unzuverlässigkeit der Jäger ein
… Deutschland schätzt, dass pro Jahr mindestens 200.000 nicht verfolgte Schonzeit-Vergehen und ein Vielfaches an Ordnungswidrigkeiten durch Jäger begangen werden - gemessen an neun Millionen getöteten Tieren (inkl. Dunkelziffer) sind das allerdings "nur" 2,2 %. Wildtierschutz Deutschland fordert, die Jagd auf ein Minimum zu reduzieren, die Anzahl der …
Wer hat die Kompetenz in Sachen Naturschutz in Deutschland?
Wer hat die Kompetenz in Sachen Naturschutz in Deutschland?
… Naturschutzverbände wie NABU oder BUND vertreten sind, ebenso wie der Deutsche Tierschutzbund oder der Ökologische Jagdverband - also Organisationen, die wirklich vom Fach sind und über 5 Millionen Bundesbürger repräsentieren -, dann ist von einer Erfordernis der Jagd nur noch eingeschränkt die Rede. Man toleriert die Jagd im Wesentlichen da, wo die getöteten …
Sie lesen gerade: Jäger töten über neun Millionen Tiere