(openPR) Infodienst Bauen und Finanzieren
(LBS) Das Alter der Berufseinsteiger in Deutschland steigt nach Angaben des Statistischen Bundesamts an: Absolvierte im Jahr 1999 rund ein Drittel (36,9 Prozent) der 20- bis 24-Jährigen noch eine schulische, universitäre oder berufliche Ausbildung, ist es zehn Jahre später schon fast die Hälfte (47,9 Prozent). Das verzögert auch den Beginn von Vermögensaufbau und privater Altersvorsorge.
In diesem Jahr verlassen rund 873.000 Jugendliche die weiterführenden Schulen. Über die Hälfte der Schulabgänger erwirbt die Hochschul- oder Fachhochschulreife. Insgesamt verbleiben junge Menschen hierzulande immer länger in Bildung und Ausbildung: Sie studieren häufiger, besuchen vermehrt berufsbildende Schulen oder beginnen erst später eine Ausbildung. Auf ihr erstes Gehalt müssen Berufseinsteiger deshalb immer länger warten.
„Der verzögerte Erwerbseinstieg führt dazu, dass junge Erwachsene den Beginn des Vermögensaufbaus aufschieben“, sagt Monika Grave von der LBS. Solange der Nachwuchs noch kein eigenes Geld verdient, fällt meist Eltern und Verwandten die Aufgabe zu, Vorsorge zu treffen. Gleichzeitig haben viele Heranwachsende beim Thema Finanzen Wissenslücken: So glaubt laut einer forsa-Umfrage für das Bundesverbraucherschutzministerium jeder fünfte Zehntklässler, ein Girokonto werde dafür eingerichtet, um angemessene Zinsen auf Ersparnisse zu bekommen. Fast jeder zehnte Schüler weiß mit dem Begriff überhaupt nichts anzufangen oder glaubt, ein Girokonto werde nicht benötigt – der Aufklärungsbedarf für junge Sparer seitens Familien, Schulen und Unternehmen ist groß.
„Junge Erwachsene können bereits mit kleinen Sparbeiträgen den Grundstein für die Zukunft legen – etwa für den Erwerb der ersten eigenen Wohnung“, erklärt Monika Grave. „Auch der Staat unterstützt den Vermögensaufbau mit verschiedenen Förderungen.“ * So können Bausparer ab 16 Jahren von bis zu 45 Euro Wohnungsbauprämie im Jahr profitieren. Auszubildenden, die von ihrem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen erhalten oder direkt aus ihrem eigenen Gehalt abführen lassen, winkt zusätzlich die Arbeitnehmersparzulage von bis zu 43 Euro im Jahr. Die höchste Förderung wird Riester-Sparern gewährt: Wer vier Prozent seines Vorjahresbruttoeinkommens, mindestens aber 60 Euro pro Jahr, in einen Riester-Bausparvertrag einzahlt, erhält 154 Euro Zulage. Für Sparer unter 25 Jahren gibt es zusätzlich einen einmaligen Bonus von 200 Euro.
* Es gelten gesetzliche Fördervoraussetzungen.










