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Familienerbe NRW - Eine neue Reihe im WDR Fernsehen

21.06.201111:32 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Sie gehören zu unserer Region wie die Landschaft, die typische Bauweise, das Wetter oder der Dialekt - traditionsreiche Handwerksbetriebe, die mit Nordrhein-Westfalen eng verbunden sind: Die Scherenmacher in Solingen, die Bierbrauer in Westfalen, die Krawattenmacher in der Seidenstadt Krefeld, der Schieferdachdecker im Siegerland, der Gutshof im Münsterland, der echten westfälischen Schinken räuchert… Es sind alteingesessene Familienbetriebe, in denen das Handwerk mit leidenschaftlicher Hingabe ausgeübt wird. Und es sind Familien, die sich jeden Tag dafür einsetzen, ihren Betrieb eines Tages verlässlich an die nächste Generation weitergeben zu können.


Vererbt werden Werkzeuge und Maschinen, überliefert und weiterentwickelt die handwerklichen Fachkenntnisse – von Generation zu Generation, von den Großeltern auf die Eltern und die Kinder. Das ist nicht immer leicht, auch die kleinen Familienbetriebe müssen mit der Zeit gehen, sich anpassen und behaupten. Das geht nicht ohne Reibereien ab, der Senior hat manchmal andere Vorstellungen als der Junior, Erfahrung und Tradition ringen mit neuen Erkenntnissen und moderneren Produktionstechniken. Doch man ist aufeinander angewiesen, muss sich einigen. Wenn’s hart auf hart kommt, packen alle mit an und stellen eigene Wünsche zurück – in der festen Überzeugung, dass es sich lohnt, für ihr gemeinsames Familienerbe zu kämpfen.



WDR-Fernsehen, Freitag, 1. Juli 2011, Freitag, 20.15 Uhr
Familienerbe NRW
Die Scherenmacher aus Solingen

Ein Film von Barbara Stupp

Bevor Senior Ernst-Wilhelm Niegeloh seine Scherenfabrik betritt, zieht er so wie früher seinen Blaumann an. Fast täglich kommt der 73-jährige vorbei, schaut den Mitarbeitern über die Schulter und prüft die Qualität der Scheren, die das Werk verlassen. „Der Betrieb ist mein Leben“, sagt Ernst-Wilhelm Niegeloh. Dabei hat er die Leitung des Familienbetriebs vor zwei Jahren eigentlich schon an die dritte Generation übergegeben - sein Schwiegersohn Ralph Ebner hat jetzt das Ruder in der Hand. Aber Ernst-Wilhelm Niegeloh weiß, dass Ebner hart kämpfen muss, um das Familienunternehmen zu erhalten. Er beobachtet seinen Nachfolger. Scheren zu verkaufen, wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Die Scherenproduktion im Solinger Werk sinkt. „Made in Solingen“ als Zeichen für deutsche Qualitätsware zählt im unerbittlichen Billigwettbewerb nicht mehr viel.

Als vor einhundert Jahren die späteren Firmengründer Ernst und Willy Niegeloh das Scherenhandwerk erlernten, war das noch ganz anders. Schneidwaren aus Solingen beherrschten damals unumstritten den Weltmarkt. Tausende spezialisierte Handwerker entlang der Wupper stellten Messer und Scheren in einer Qualität her, wie es sie sonst nirgendwo zu kaufen gab. Die Brüder Ernst und Willy Niegeloh wurden nicht nur gute Handwerker. Sie waren auch geschäftstüchtig und mutig. Trotz Weltwirtschaftskrise und Zweitem Weltkrieg bauten sie ihre eigene Firma auf. Mit unternehmerischem Mut und innovativen Ideen überstand das Familienunternehmen zahlreiche Krisen. Doch die alten Rezepte allein reichen heute nicht mehr aus. Ralph Ebner muss ganz neue Wege gehen und lässt sich etwas einfallen. Seine Idee: Neben dem Stammwerk in Solingen ein zusätzliches Werk in China aufzubauen und von dort den gigantischen Asienmarkt mit guten Scheren zu erobern. Solinger Klingen für China. Ob dieser Plan dem Senior gefällt?

Die Dokumentation „Familienerbe NRW – Die Scherenmacher aus Solingen“ begleitet die Familie Niegeloh bei ihrem Kampf um die Zukunft des Familienbetriebs. Und sie erzählt aus einhundert Jahren Familiengeschichte: wie aus einem Zweimannbetrieb ein Industrieunternehmen wurde, wie geschickte Handwerker zu Vorreitern der Automatisierung wurden. Und sie erzählt vom Zusammenhalt einer Familie, von Verzicht und harter Arbeit, von Konflikten und der Gewissheit, dass man sich am Ende doch aufeinander verlassen kann.



WDR-Fernsehen, Freitag, 8. Juli 2011, Freitag, 20.00 Uhr
Familienerbe NRW
Die Bierbrauer aus Westfalen

Ein Film von Barbara Stupp

„Es genügt nicht, etwas zu erben. Man muss auch damit umgehen können, sonst ist es irgendwann weg.“ Michael Kohlschein weiß wovon er spricht. Der 51-jährige leitet in der zehnten Generation eine Brauerei in Warburg. Sein Vater hat noch die goldenen Zeiten der Bierbrauer erlebt: „Die Leute haben das Bier schneller getrunken, als wir es produzieren konnten“, erzählt Senior Heinrich Kohlschein. Doch das ist lange vorbei. Der Bierverbrauch in Deutschland sinkt Jahr für Jahr, immer mehr Eckkneipen machen dicht, die Deutschen trinken heute fast ein Drittel weniger Bier als noch vor dreißig Jahren. Selbst für eine traditionsreiche Brauerei wie die der Kohlscheins, mit treuer Stammkundschaft in der Region, ist das eine besorgniserregende Entwicklung.
An Michaels Seite kämpft auch sein Cousin Franz-Axel Kohlschein um die Zukunft des Familienerbes – und um den Erhalt der jahrhundertealten Brautradition ihrer Heimatstadt Warburg.

Denn seit dem Mittelalter ist Warburg weit über die Stadtgrenzen hinaus für sein gutes Bier bekannt. Die Geburtsstunde der Kohlschein-Brauerei liegt im Jahr 1721. Damals war Brauen noch schwere körperliche Arbeit, die Bierwürze wurde über offenem Feuer gekocht, die Fässer mussten in kühlende Keller geschleppt, das Eis dafür im Winter aus dem zugefrorenen Fluss Diemel gehackt werden.
Heute sind Kohlscheins die letzten, die in Warburg die Brautradition aufrechterhalten und ein lokales Bier brauen. Das Wasser für ihr Bier stammt aus dem eigenen Brunnen, die idyllische Diemel liefert die Energie für Sudhaus und Gärkeller. Doch ihre Bodenständigkeit allein wird in Zukunft nicht mehr ausreichen, um dauerhaft das Überleben der Brauerei zu sichern. Neue Ideen müssen her…..

Die Dokumentation „Familienerbe NRW – Die Bierbrauer aus Warburg“ begleitet die beiden Kohlscheins in ihrem Ringen um den Fortbestand des Familienbetriebes. Sie führt die Zuschauer durch drei Jahrhunderte Familiengeschichte, erzählt vom sozialen Aufstieg, von mutigen unternehmerischen Entscheidungen, von Kriegen und wirtschaftlichen Rückschlägen. Und vom Alltag einer Brauerfamilie, in der sich fast alles ums Bier dreht.


Redaktion: Gudrun Wolter

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