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Blackstone als Regenwaldkiller in Kamerun?

Bild: Blackstone als Regenwaldkiller in Kamerun?
Vom Aussterben bedroht: Seltene Drills in Kamerun
Vom Aussterben bedroht: Seltene Drills in Kamerun

(openPR) Wiesbaden, 16. Juni 2011

Umweltorganisationen kritisieren Pläne des US-Finanzinvestors, Regenwald für Palmölplantagen zu roden.

Blackstone, eine internationale Investmentgesellschaft mit Sitz in New York, will über ein undurchsichtiges Geflecht aus Tochterfirmen 70.000 Hektar Regenwald in Kamerun abholzen lassen, um dort eine Palmölplantage zu errichten. Dieser Primärregenwald gehört zu den ältesten und artenreichsten der Erde. Seltene Drills leben hier, genau so wie Schimpansen und Waldelefanten. Auch 45.000 Menschen in den umliegenden Dörfern würden ihrer Existenzgrundlage beraubt.



Blackstone geriet schon im Jahr 2005 als „Heuschrecke“ in die Schlagzeilen, als eines der Unternehmen, das andere Firmen kauft und rücksichtslos ausschlachtet und dann mit Gewinn verkauft. Auch in Kamerun scheint der Finanzinvestor ein lukratives Geschäft zu wittern: Durch die weltweite Gier nach preiswerten Fetten und Biosprit sind Palmölplantagen lohnende Investition, eine mit bitterem Beigeschmack.

Trotz schwammiger Nachhaltigkeitssiegel: Großenteils werden Regenwälder großflächig für den Ölpalmenanbau gefällt, die nur in tropischen Gebieten gedeihen. Und da Asien schon großenteils abgeholzt ist, ist Afrika der Markt der Zukunft – oft um den Preis der radikalen Umweltzerstörung der „Lunge unserer Erde“. Umweltschützer halten das für eine ökologische Katastrophe.

Unklar hingegen ist, ob Allianz und Telekom über die Absicht ihres Anteilseigners informiert sind - noch dazu unter dem Deckmantel der gutgemeinten Entwicklungshilfe. Denn sowohl die Deutsche Telekom wie auch Allianz bemühen sich um Wohltätigkeit und Umweltschutz. Ebenfalls unklar ist, was Blackstone zu diesem Schritt bewegt, der dem Unternehmen weltweite Kritik einbringt. Erst vor wenigen Tagen haben 18.000 Menschen per Unterschrift gegen die Plantage protestiert.

Eine mögliche Erklärung: Blackstone musste in der Finanzkrise 2009 einen hohen Verlust hinnehmen. Der Wert der Aktie hat zwischen dem Börsengang im Juni 2007 bis Anfang 2009 mehr als 90 Prozent an Wert verloren. Jetzt scheint der Investor alles daran zu setzen, diesen Verlust wieder wettzumachen, auf Kosten der Umwelt. Und das unter anderem mit dem Ziel, üppige Managergehälter zu zahlen? Trotz Finanzkrise und Abwertung strich der Gründer von Blackstone Stephen Schwarzman ein astronomisches Gehalt ein - im Jahr 2007 waren es 350 Millionen und 2008 sogar 702 Millionen Dollar.

Kaja Wiese von Naturefund, selbst Wirtschaftswissenschaftlerin, meint: „Die Finanzkrise hat deutlich gemacht, dass die nicht ausreichend regulierten Geldmärkte eine Dynamik und langfristig Zerstörungskraft besitzen, welche gesunde Unternehmen und die gesamte Weltwirtschaft ins Taumeln bringen können. Für die Märkte bemüht sich die Weltgemeinschaft um Regulierung und langfristige Schadensbegrenzung. Der den Märkten innewohnende Kräfte drohen nun, die letzten Regenwälder, darunter einer der ältesten Regenwälder der Erde, der Regenwald in Kamerun, unwiederbringlich zu zerstören. Unternehmen können saniert oder finanziell gestützt werden. Doch die Zerstörung von Regenwäldern ist für immer.“

Lars Gorschlüter, Gründer des SAVE Wildlife Conservation Fund ist selbst Unternehmer. Er ist überzeugt: „Die Zeiten, in denen Unternehmen ausschließlich auf Rendite schielen, sind definitiv vorbei. Überleben kann langfristig nur der am Markt, der ethische vertretbare und nachhaltige Entscheidungen trifft. Zerstörung von einzigartigem Lebensraum dürfen wir nicht mehr zulassen oder uns an deren Profiten beteiligen. Verbraucher, so seine Erfahrung, honorieren das bei ihrer Kaufentscheidung.

Ein Schreiben des SAVE Wildlife Conservation Fund an die Verantwortlichen mit der Bitte um Stellungnahme blieb bislang übrigens ohne Reaktion.

Zu den Pressefotos: http://www.naturefund.de/pressefotos

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