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Meter Data Management: Den Teufel im Detail erkannt

16.06.201111:03 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Meter Data Management: Den Teufel im Detail erkannt

(openPR) enmore liefert Prototyp einer Backend-Integrationslösung

Mit dem Prototyp einer funktionierenden Schnittstelle zwischen SAP IS-U und einem MDM-System schließt die enmore consulting AG eine weitere Lücke zwischen Theorie und Praxis des Smart Metering. Die gesammelten Erfahrungen sichern dem IT-Dienstleister einen klaren Vorteil in der Branche. Denn für die Umsetzung von Smart Metering-Aktivitäten ist ein passendes System zur Massendatenverarbeitung Grundvoraussetzung. Aktuell fehlt es im deutschen Markt jedoch vor allem an konkreten Projekterfahrungen bei der Anbindung von Meter Data Management (MDM)-Lösungen an die Branchensysteme der Energiewirtschaft. Den Detailkenntnissen zu den systemtechnischen Anforderungen kommt bei der Auswahl eines geeigneten MDM-Ansatzes die tragende Rolle zu.



„Mit unserem Projekt sollten Expertise aufgebaut und exemplarisch die Stolperfallen einer solchen Anbindung beleuchtet werden. Als IT-Dienstleister müssen wir vorausschauend handeln und können nicht darauf warten, bis eine konkrete Kundenanfrage vorliegt. Diese werden ganz sicher kommen und dann sind wir vorbereitet. Als herstellerunabhängiger Implementierungspartner können wir die gewonnenen Kenntnisse auch jederzeit auf andere MDM-Systeme übertragen“, schildert Thomas Kidschun, Prokurist der enmore consulting AG, die Hintergründe. „Unser Ziel war eine integrierte Prozesslandschaft, die vom Zähler über das MDM bis zum Abrechnungssystem reicht.“ Die Grundlage bildete in diesem Fall die Advanced Metering Infrastructure (AMI) von SAP. Auf MDM-Seite kam das System „homes“ der Firma Datamatics zum Einsatz. Für die Kommunikation zwischen den beiden Systemen wurden die XML-Webservices des Enhancement Package 4 verwendet.

Anpassung am Datenmodell als Voraussetzung der Kommunikation
Es zeigte sich, dass die von SAP ausgelieferten Webservices vollständig in die IS-U Standardtransaktionen integriert sind und die Anbindung der MDM-Lösung über XML-Kommunikation reibungslos funktioniert. Es kam zu keinerlei Systemfehlern oder Prozessabbrüchen. Voraussetzung dafür waren allerdings umfassendere Anpassungsarbeiten am Datenmodell des homes-Systems. Denn innerhalb der Webservices werden auch IS-U-spezifische Datenfelder an das MDM-System kommuniziert, die diesem standardmäßig nicht bekannt sind. So mussten unter anderem Erfassungsmöglichkeiten von Equipmentnummer oder logischer Zählwerksnummer im Bereich Geräteverwaltung zusätzlich hinterlegt werden. Der größte Aufwand bestand darüber hinaus in der MDM-seitigen Anpassung der Nachrichtenstruktur und Kommunikationsprozesse, die das SAP-System vorsieht. Diese basieren auf dem Prinzip des Austauschs von Anfragenachrichten und Bestätigungsmeldungen im so genannten Handshake-Verfahren. Die Kommunikation seitens SAP verläuft dabei asynchron, ganz im Gegensatz zum Datamatics-Ansatz, der standardmäßig einen synchronen Informationsaustausch vorsieht. Die Herausforderung bei der Implementierung der Integrationslösung bestand daher darin, die auf MDM-Seite zu realisierenden Webservices kompatibel zu den von SAP ausgelieferten Services zu gestalten – sowohl hinsichtlich der Inhalte als auch der Semantik. Da die von SAP bereitgestellte Dokumentation in diesem Fall nicht immer bis ins Detail reicht, war auch Erfindergeist gefragt. Ohne langjährige SAP-Erfahrung wäre laut Aussage der enmore-Berater ein solches Vorhaben nicht umsetzbar gewesen.

Implementierungserfahrung als Erfolgsrezept
„Das Projekt hat gezeigt, dass neben Detailkenntnissen zum SAP-System (IS-U, CRM, Middleware) und der jeweiligen MDM-Lösung sowie Wissen zur XML-Technologie insbesondere die umfangreiche Expertise bei der Umsetzung energiespezifischer IT-Thematiken eine wichtige Rolle spielt“, so Thomas Kidschun. Frühzeitige Bemühungen werden sich in diesem Fall auf lange Sicht auszahlen. Denn die Zukunft liegt in der vollständigen und effizienten Integration der Smart-Metering-Prozesse. Mit dem gewonnen Wissen konnte ein wichtiger Grundstein der praktischen Umsetzung des Smart Metering gelegt werden. Dieser Erfahrungsschatz soll in Zukunft weiter anwachsen. Um beispielsweise Massenverarbeitungsprozesse im Rahmen der Integrationslösung abdecken zu können, sind weitere Entwicklungs- und Systemintegrationstätigkeiten erforderlich. Als Folgeprojekt hat enmore daher einen Stresstest mit 10.000 Zählern geplant.

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