(openPR) Nürnberg - Fränkische Gemüseanbauer sind echt sauer: Jeden Tag werden Tonnen von frischen Tomaten, Gurken und Salat vernichtet. Nach der Meldung der Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) „Behörden warnen vor dem Verzehr von Gemüse!" ist der regionale Markt für Produkte aus dem Knoblauchsland total eingebrochen. Der Schaden geht jetzt schon in die Millionen. Aus Angst vor einer EHEC-Infektion verzichten die Konsumenten nach den Warnungen in den Medien zur Zeit auf frisches Gemüse. Heute haben die Betriebsleiter im Knoblauchsland ihre Arbeit unterbrochen, um bei einem Antrittsbesuch des neuen bayerischen Ministerialdirektors Martin Neumeyer auf der Straße kistenweise Gemüse und ihren Ärgern abzuladen. Mehr als 10 Kilometer Kisten von Tomaten, Gurken und Salate werden zur Zeit jeden Tag weggeworfen. Die Gemüsebauern fühlen sich zu Unrecht unter Verdacht. „Immer wieder wird behauptet, dass Gülle als Dünger für Gemüse den lebensbedrohlichen Darmvirus übertragen könne. Doch in den Gemüsebetrieben wird ausschließlich mineralischer Dünger eingesetzt. Die Tomaten oder Gurken haben im ganzen Produktionsablauf keinen Kontakt mit Wasser", erklärt der Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes Jürgen Ströbel. Als neuer Amtschef des bayerischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wollte Neumeyer eigentlich nur wichtige Anbaugebiete in Bayern persönlich kennen lernen und nun wurde er mit dem Ärger der Bauern konfrontiert. Der Vorsitzenden des Gemüseerzeugerverbandes Knoblauchsland Michael Brückner unterrichtete ihn auf seinem Hof über die katastrophale Situation der Bauern im Knoblauchsland, nachdem der EHEC-Virus mit dem Gemüse in Verbindung gebracht wurde. Stadtratmitglied Brückner forderte einen differenzierteren Umgang mit dem Thema und bedauerte im Namen aller Bauernfamilie die durch die EHEC-Infektion aufgetretenen Krankheitfälle und die Todesopfer. „Das Gemüse aus dem Knoblauchsland ist 100-prozentig essbar, da bin ich mir sicher", drückte der bayerische Ministerpräsident a.D. Günther Beckstein heute vor Ort seine Solidarität mit den Bauern aus. Weitere Infos auf der Internetseite www.knoblauchsland.info. Ganz aktuelle Informationen zu der Situation der Gemüsebauern sind auch in der 1. Knoblauchsland-App zu finden. Text und Foto: Copyright Iris Anna Kötter










