(openPR) Die Grenzen zwischen Telefonie, Computernetzwerktechnik und mobilen
Diensten verschwinden mehr und mehr zugunsten ganzheitlicher Hightechlösungen. Hier setzt Siemens-Enterprise-Communications weltweit Maßstäbe.
Bedeutete in den 1990ern die massenhafte Verbreitung des Internets und die damit verbundene Durchdringung wichtiger Kommunikationsprozesse durch das neue Medium eine technische Revolution, so schuf in den letzten Jahren Web2.0 die nächste Stufe: Soziale Medien von Xing bis Facebook, Blogs als interaktive Möglichkeiten des Online-Meinungsaustauschs und interaktive Lernplattformen haben das Internet gleichsam umgekrempelt: Von einem eher statischen Medium, das zunächst die Welt der konventionellen Medien wie Zeitungen, Fernsehen und Radio online ein zweites Mal abbildete plus an herkömmlichen Schriftverkehr angelehnte Funktionen von eMail bis Online-Einkauf zu einer Welt der Foren und Communities, in der ähnlich unmittelbar und wechselseitig kommuniziert wird wie in der „realen Welt“ (wenn man sich denn darauf verständigt, dass die elektronische Welt eine virtuelle ist). Heute nun stehen wir vor der nächsten epochemachenden Veränderung, doch während der erste Höhenflug des Internets als gesellschaftlicher Hype inszeniert wurde, bekommt von den aktuellen Entwicklungen nur etwas mit, wer selber vom Fach ist.
Verwirrende Begriffsvielfalt für eine kommunikationstechnische Revolution
Grid-Computing, Cloud-Computing, VPN und MPLS sind in der IT-Welt in aller Munde, entziehen sich aber dem Verständnis des breiten Publikums. Im Wesentlichen geht es hier um Systemintegration, Ausweitung von Netzwerkstrukturen und das Zusammenwachsen unterschiedlichster Kommunikationssysteme und Medien zu einem zusammenhängenden Ganzen, in dem Medienbrüche, etwa zwischen Telefonie, Dateneingabe, Ausdrucken, scannen usw. minimiert werden und sich ein ungestörter Datenfluss ergibt. Geht es beim Grid-Computing primär darum, durch Vernetzung sehr vieler PCs die Kapazitäten einer Großrechenanlage zu erreichen, so stellt Cloud-Computing eher den umgekehrten Weg dar: Das vorhandene Netzwerk stellt dem Nutzer die unterschiedlichsten Lösungen, etwa im Bereich Speicherlösungen, Rechenleistung oder digitale Telefonie und deren Schnittstellen zum Computer via Voice IP zur Verfügung. Bedeutete Speicherung großer Datenmengen bis vor kurzem noch deren physikalische Ablage in speziellen Servern und die Optimierung dieser Systeme durch immer schlankere Modelle - vom turmartigen Multicomputerrack zu Schaltschränken voller nichteigenständiger, zentral angesteuerter Blade-Server - so wird heute die Verwaltung großer Datenmengen schon dadurch bewerkstelligt, dass auf einem einzigen Gerät mehrere Rechner simuliert werden (virtueller Server).
VPN (Virtual Private Network) bedeutet die Integration von Firmen-Intranet, Telefonie und Diensten wie z.B. Videokonferenzen zu einer einheitlichen Netzwerkarchitektur, in der auch unterschiedliche Standorte mit unterschiedlichen lokalen Netzwerken so miteinander verbunden werden, als ob alle Beteiligten in einem einzigen lokalen Netzwerk kommunizieren würden. MPLS (Multiprotocol Label Switching) bedeutet die parallele und überschneidungsfreie Weiterleitung großer Datenströme ohne gesonderte Verbindungswahl durch einen virtuellen Datentunnel. Diese High-End-Portierung ermöglicht die verlustfreie Versendung selbst größter Datenmengen über weiteste Entfernungen auf solch einfache Weise wie den Datenfluss durch eine Standleitung. MPLS-VPNs ordnen unterschiedliche Datenströme verschiedenen Serviceklassen zu (managed Services); sehr stark vereinfacht gesagt, sorgen sie dafür, dass Telefonate, Videobotschaften, emails und komplexe Datentransfers den selben Übertragungsweg nehmen oder auf die selbe Datenplattform gehen, ohne einander zu behindern. Cloud Computing wiederum ermöglicht die hochgradige Integration all dieser Dienste mit minimalem Hard- und Softwareeinsatz: Die Virtualisierung von Rechnern und die Bereitstellung von Diensten via externem Server macht sowohl Softwarelizenzen als auch Endgeräte bis zu einem gewissen Grad verzichtbar - eine enorme Preisersparnis für die Kunden. Hierzu zählen insbesondere Banken, Versicherungen, Krankenhäuser, öffentliche Verwaltungen und Industriebetriebe, letztlich alle, die ein sehr hohes regelmäßiges Aufkommen sensibler Datenströme haben. Hinzu kommt in immer stärkerem Maße der Bildungssektor, insbesondere auch die innerbetriebliche Weiterbildung von Mitarbeitern. Für E-Learning ist die Verbindung von Online-Lernplattformen mit Videotelefonie ideal. Generell gesagt lässt sich durch Cloud-Computing als Basis elektronischer Kommunikationsprozesse Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Kostensenkung, gezielterem Ressourceneinsatz und höherer Projektgeschwindigkeit erreichen.
Technologieführerschaft kommt zunehmend wieder aus Deutschland
Durch die beschriebenen neuen Technologien entsteht eine neue „tiefe“ Kommunikation, in der verschiedene bislang getrennte Kommunikationswege und -Medien komplett miteinander verzahnt sind. Wurde hier die Entwicklung, begleitend zum Aufstieg der E-Commerce-Pioniere wie Amazon, EBay, Facebook usw. bislang durch US-amerikanische Technologiekonzerne wie CISCO und IBM vorangetrieben, so kommen gerade in den Bereichen Cloud-Computing, Grid-Computing, VPN usw. mehr und mehr innovative Impulse aus Deutschland. Hierbei spielt eine Minderheitsbeteligung des Siemens-Konzerns, die Siemens Enterprise Communications eine zunehmend wichtigere Rolle. .
Kenner des Unternehmens wird dies nicht verwundern, denn der Siemens-Konzern steht keineswegs nur für Elektromotoren, Haushaltsgeräte, Eisenbahntechnik oder Schiffselektronik, sondern war bei der Entwicklung der elektronischen Kommunikation vom frühesten Anfang an dabei. 1846 hatte Werner von Siemens den ersten zur industriellen Fertigung geeigneten elektrischen Zeigertelegrafen entwickelt. Telegrafie hatte es schon vorher gegeben, so gab es seit der Zeit Napoleons Winkertelegrafen, die codierte optische Signale an hölzernen Türmen von Station zu Station winkten und seit den 1830ern den elektromagnetischen Morsetelegrafen. Das Revolutionäre an Siemens Zeigertelegrafen war aber, dass jedermann ihn bedienen konnte, während Telegrafie bis dahin Sache eigens ausgebildeter Spezialisten war. Und so schließt sich der Kreis heute: Nutzer der modernsten elektronischen Kommunikationssysteme müssen nichts von IT verstehen. Sprechen, telefonieren und eine Tastatur bedienen können reicht. Das Portfolio im Bereich Kommunikationstechnologie umfasst bei Siemens Enterprise Communications Unified Communications, d.h. Zusammenfassung aller Kommunikationssysteme unter einer Benutzeroberfläche, Kontaktcenter-Lösungen, Netzwerk- und Sicherheitslösungen sowie Managed Services, d.h. die Übernahme unternehmensinterner Administrationsfunktion durch Experten bei Siemens Enterprise Communications. Neben der Münchner Konzernzentrale gibt es in unserer Region einen leistungsstarken Servicecluster für diese Lösungen: Siemens Enterprise Communications hat auch eine Dépendance in Laatzen bei Hannover. Vom Werner-von-Siemens-Platz 1 aus werden alle Aktivitäten in Deutschland nördlich des Mains koordiniert.









