(openPR) Seit mehr als 25 Jahren macht Roland Graeter intuitiv Improvisierte Musik für Cello und Stimme, die sich im Spannungsfeld archaisch-artifiziell bewegt. Mit dem Projekt Musikmarathon 2011 begegnen er und seine Musik an 365 Tagen und 365 Orten 365 Partnern: Musiker aller Sparten, Performance-Künstler, kleinere Ensembles, Klanginstallationen … bis hin zu ausgewählten Geräuschquellen: Bei jedem dieser Konzerte geht es um freie Improvisation, es sind ad hoc-Begegnungen, die nur durchs Ohr und die Intuition gesteuert werden. Alle Konzerte sind 36,5 plus 3,65 Minuten lang. Das zweite, kurze Stück, die Zugabe, soll später zu einer Mosaik-Komposition aus allen 365 Zugaben verwendet werden.
Nach dem offiziellen Teil gibt es einen offenen zweiten, in dem weiter improvisiert, diskutiert oder etwas ganz anderes veranstaltet werden kann, das allerdings einen Bezug zur Kunst der Improvisation haben soll.
Alle, die sich zutrauen, 40 Bühnenminuten lang im Duo frei zu improvisieren,
sind genau so angesprochen wie Profis.
Mit der Begegnung Roland Graeter / Ekkehard Rössle, Klarinette und Saxophon / Manfred Kniel, Perkussion, begann der Marathon am 1.1.2011 in Esslingen; er findet sein Ziel am 31.12.2011 in den Uferhallen Berlin (www.uferhallen.de) mit einem 365-minütigen Tutti-Konzert aller übers Jahr beteiligten Musiker und Künstler unter Leitung von Klaus Tresselt, Steve Beresford, Dorothea Ferber, Dietburg Spohr sowie 8 weiteren Dirigenten. Sich überlagernd mit dem Abschlusskonzert ab 17 Uhr 55 beginnt gegen 21 Uhr im selben Raum, der 3000 m2 großen Zentralwerkstatt der Uferhallen, die erste Musikmarathon-Sylvesterparty. Das Konzert endet um 24 Uhr im Partylärm, das Fest geht weiter …
Der Marathon ist gleichzeitig Kunstaktion und Selbstversuch und soll aus den verschiedensten Blickwinkeln dokumentarisch begleitet werden: musikwissenschaftlich, philosophisch, journalistisch, psychologisch …
Institutionen und Verbände sind aufgerufen, als Partner beim Musikmarathon 2011 mitzuwirken. Tagsüber finden in Kooperation mit Musikverbänden und Schulen Workshops zur Improvisierten Musik statt, die mit den Marathon- Musikern durchgeführt werden. Musikwissenschaftliche Institute nutzen den Marathon als Feldversuch, um Fragen zur Improvisierten Musik beantworten zu können. Dokumentarfilmer nehmen das Projekt als Anlass, einen Film über Improvisationsmusik in Deutschland zu drehen. Musiker können ihren eigenen Marathon starten. So verästelt sich das Projekt mehr und mehr und das Jahr 2011 wird zum Jahr der Improvisierten Musik … Der Phantasie, welche Aktivitäten an den Marathon angedockt werden, sind keine Grenzen gesetzt … Für 2013 ist ein neues, europaweites Musikprojekt geplant.









