(openPR) Auf der Suche nach verworfenen Ideen
Jakob Hein zu Gast bei den Stadtgesprächen am 25. Juni
Eigentlich möchte Rebecca nur ihren defekten Computer zur Reparatur bringen. Dann muss sie jedoch feststellen, dass der Ladeninhaber der Firma Pixelbrain inzwischen gewechselt hat. Aber nicht nur das, im Grunde genommen sind nur noch Name und Ladenschild übrig. In dem Roman „Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht“ von Jakob Hein ist der neue Inhaber ein Vertreter einer ganz ausgefallenen Branche: Boris sammelt verworfene Ideen, um sie anschließend weiter zu vermitteln. Dabei verfolgt er die Theorie, dass jede Idee einmalig ist, auch eine Verworfene.
Rebecca findet diese Geschäftsidee zwar „schräg“, aber wiederum doch so interessant, dass sie sich auf weitere Gespräche mit Boris einlässt. Recht schnell findet sie heraus, dass er derzeit selbst sein bester Kunde ist. Fast alle bisher gesammelten Ideen stammen von ihm. Besonders neugierig wird Rebecca als es sich um Romananfänge dreht. Diese nimmt Boris nicht mehr an, weil ihm die Auswahl schwer fällt und der Romanausgang nicht absehbar ist. Auch er selbst ist über einen Anfang bisher noch nicht hinausgekommen. Nach einigem Zögern gibt Boris dann einen seiner Romananfänge preis und eine raffiniert ineinander geschachtelte Erzählung weiterer Geschichten beginnt.
Nach Joachim Gauck ist bei den sechzehnten Finsterwalder Stadtgesprächen der Berliner Schriftsteller und Arzt Jakob Hein zu Gast im ehemaligen Warenspeicher „Ad. Bauer’s Wwe.“ in Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster). Gemeinsam mit dem Sängerstadtmarketing e. V. la-den wieder der Ur-Ur-Enkel der legendären Kaufmannsfrau, Sebastian Schiller, und seine Frau Christiane zu Gesprächen über Vergangenes, Aktuelles oder Zukünftiges in einer überraschenden Umgebung mit interessanten Gesprächspartnern.
Ungewöhnlicher Veranstaltungsort ist ein alter Warenspeicher, der einen ehemaligen Kolonialwarenladen für Güter des täglichen Bedarfs beherbergt; eingerahmt von etwa 1.000 gebrauchten Schuhmacherleisten, die an Decken und Wänden hängen. Ein Büffet auf der alten, sieben Meter langen Ladentheke und Musikalisches von der Musikschule des Landkreises bilden hierzu einen festlichen Rahmen.
In Anlehnung an ähnliche Veranstaltungen wird eine Spende von € 25,00 pro Person erbeten, deren Erlös für einen kulturellen Zweck von Finsterwalde verwendet wird. Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Anmeldung beim Sängerstadtmarketing e. V. (Markt 1, 03238 Finsterwalde, Tel. 03531 / 71 78 30, Fax 71 78 31) bis zum 22.06.2011 erforderlich.
www.finsterwalder-stadtgespraeche.de/anmeldung












