(openPR) Online-Umfrage soll die Häufigkeit von Harninkontinenz bei Patientinnen und Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) erfassen
Bei Menschen, die an chronischen Atemwegserkrankungen leiden, beobachten wir in der Klinik häufig, dass sie beim Husten oder bei körperlicher Anstrengung Harn verlieren. Bislang liegen keine konkreten Zahlen vor. Es ist bereits nachgewiesen, dass der chronisch erhöhte Druck im Bauchraum, wie er bei chronischem Husten oder bei einer Überblähung der Lunge auftritt, den Beckenboden stark belastet. Wenn die Kraft des Beckenbodens nicht mehr ausreicht, gibt der Beckenboden nach und die Blase und andere Bauchorgane sinken ab. Dies kann zur Inkontinenz, dem unfreiwilligen Verlust von Harn führen.
Harninkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Betroffene sind oft hilflos, verbergen und verleugnen das Problem und wissen oft wenig über die medizinischen Möglichkeiten. Das persönliche Leid der Betroffenen kann sehr hoch sein. Scham und Unwissen können zum sozialen Rückzug und starker psychischer Belastung führen.
Neben den Fragen zur Person und zum Schweregrad der Lungenerkrankung werden auch Fragen zur Gesundheitsversorgung und insbesondere zur Funktion der Blase gestellt. Auch Personen, die an COPD erkrankt sind und keine Probleme mit Harnverlust haben, sollten den Fragebogen ausfüllen, damit die Häufigkeit des Auftretens von Harninkontinenz erfasst werden kann.
„Ziel dieser Umfrage ist es, den Betroffenen vor Augen zu führen, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind und dass es durchaus medizinische Erklärungen und therapeutische Möglichkeiten für ihre Harninkontinenz gibt“, erklärt Barbara Köhler, Studienkoordinatorin und Doktorandin von Prof. Teschler, dem Chefarzt und ärztlichen Direktor der Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum am Universitätsklinikum Essen, der Leiter dieser Studie ist. Die Häufigkeit des Auftretens von Harninkontinenz bei Patienten mit und ohne COPD soll mit dieser Umfrage erfasst und mit bekannten Zahlen des Auftretens in der Bevölkerung verglichen werden.
„Schön wäre es, wenn wir im Anschluss an die Umfrage Empfehlungen an die Betroffenen und die Gesundheitsfachpersonen geben könnten, denn Harninkontinenz ist in der Regel gut behandelbar“ betont Jens Lingemann, Leiter der Organisation Lungenemphysem-COPD Deutschland und Vorsitzender des COPD-Deutschland e.V., Initiant der Online-Befragung.
Der Fragebogen ist auf der Homepage der Organisation Lungenemphysem-COPD Deutschland http://www.lungenemphysem-copd.de aufgeschaltet. Jede Person mit COPD und /oder Lungenemphysem ist eingeladen, anonymisiert an der Umfrage teilzunehmen.
Das Umfrageergebnis wird in eine laufende wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema einbezogen sowie der „Organisation Lungenemphysem–COPD Deutschland zur Publikation zur Verfügung gestellt.
Sollte kein Internetzugang zur Verfügung stehen, kann man sich schriftlich
unter dem Stichwort „Studie“ unter folgender Adresse an das Sekretariat von
Prof. H. Teschler wenden:
Prof. H. Teschler
Abt. Pneumologie
Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum
am Universitätsklinikum Essen gGmbH
-Universitätsklinik-
Tüschener Weg 40
45239 Essen
Pressemitteilung der an der Studie beteiligten Personen













