(openPR) Während einer Feierstunde auf dem Brühler Campus vergab die Europäische Fachhochschule (EUFH) zum ersten Mal das Deutschland-Stipendium an acht ihrer Studierenden an den Standorten in Brühl und Neuss. Schon wenige Monate nach der Einführung beteiligt sich die EUFH nun an diesem vom Bundesbildungsministerium ins Leben gerufenen Stipendienprogramm, bei dem private Förderer, Hochschulen und die öffentliche Hand bei der Förderung des Nachwuchses zusammenwirken.
Beim Deutschland-Stipendium fördern Unternehmen oder Privatpersonen Studierende, die sich durch ihre besonderen Leistungen und besonderes soziales Engagement empfohlen haben, für mindestens ein Jahr mit 150 Euro pro Monat. Der Bund gibt noch einmal dieselbe Summe dazu, sodass die Stipendiaten einkommensunabhängig mit monatlich 300 Euro gefördert werden. Im ersten Jahr können die Hochschulen diese Förderung an maximal knapp ein halbes Prozent ihrer Studierenden vergeben. Im nächsten Jahr soll diese Zahl bereits verdoppelt werden.
EUFH-Präsident Prof. Dr. Birger Lang, der die Stipendiaten beglückwünschte und sich bei allen Förderern herzlich bedankte, begrüßte das Deutschland-Stipendium und seine Abwicklung direkt über die Hochschulen als Schritt in die richtige Richtung. „Es ist gut, dass die neue Bundesregierung nun auch die Studierenden privater Hochschulen in das Förderungsprogramm mit einbezogen hat. Die EUFH und das Deutschland-Stipendium passen in idealer Weise zusammen, denn sie verfolgen das gemeinsame Ziel, die Ausbildung von hervorragend qualifiziertem Nachwuchs für die Unternehmen zu fördern.“ Die EUFH hätte wegen ihrer sehr guten Kontakte zur Wirtschaft schon im ersten Jahr weit mehr Stipendien vergeben können. Prof. Lang hofft daher, dass durch die Erhöhung des Prozentsatzes von förderungsfähigen Studierenden an einer Hochschule die Finanzierungsmöglichkeit des Studiums über Stipendien schon bald eine wirklich wichtige Rolle spielt. Dies sei derzeit wegen der geringen Anzahl von Stipendiengebern und der teilweise komplizierten Vergabemodalitäten, die nicht wenige Studierende von einer Bewerbung abhalten, leider noch nicht der Fall.
Zu den Förderern der ersten Sunde gehören mit der Dachser GmbH & Co. KG, der Computacenter AG & Co. OHG und der gicom GmbH, die gleich zwei Stipendien übernahm, auch einige der Kooperationspartner der EUFH im Rahmen des dualen Studiums. „Die Förderung zukünftiger Leistungsträger steht bei uns ganz obenan“, betonte gicom-Geschäftsführer Hans-Jakob Reuter während der Urkundenübergabe auf dem Campus. „Als Unternehmen im Bereich Informatik haben wir schon jetzt ernste Probleme durch den aktuellen Fachkräftemangel. Das Deutschland-Stipendium hilft uns, zwei Hälften zielführend zu etwas Sinnvollem zusammenzubringen. Ich bin stolz darauf, daran hier und heute teilzuhaben.“
Nicht nur Unternehmen, die ihren Nachwuchs fördern möchten, beteiligten sich am Deutschland-Stipendium an der EUFH. Im Man’dja:re gleich neben dem Campus sind viele Studierende persönlich bekannt. Durch die Übernahme eines Stipendiums bringt die Inhaberin des Restaurants ihre Verbundenheit mit der Hochschule zum Ausdruck. Das Wilfried Hägele Seniorenwohnheim in Brühl und die EUFH verbinden zwei Absolventen der Hochschule. Sie und ihr Vater fördern gemeinsam eine weitere Studentin. Prof. Dr. Jürgen Dröge, Gründungsrektor der EUFH, sowie Jürgen Weischer, Träger und geschäftsführender Gesellschafter der Hochschule, sind ebenfalls Stipendiengeber.
Bevor Förderer und geförderte Studierende sich beim anschließenden Get Together noch besser kennen lernen konnten, überbrachte Brühls Bürgermeister Michael Kreuzberg den Stipendiaten die herzlichen Glückwünsche des Rates, der Stadt und all ihrer Bürger. „Es ist eine Freude für mich, heute dabei zu sein. Das Deutschland-Stipendium zielt auf die Verzahnung von Praxis und Studium, die sich in den letzten zehn Jahren an der EUFH und damit am Bildungsstandort Brühl hervorragend entwickelt hat.“


