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Internetabhängigkeit: Altbekannte Psychopathologien verlagern sich auf eine virtuelle Ebene

29.04.201110:09 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Internetabhängigkeit scheint ´eher als neuartiges Syndrom im Rahmen bekannter psychischer Störungen zu verstehen zu sein, auch wenn es durchaus phänomenologische Parallelen zur substanzgebundenen Abhängigkeit und zu den Störungen der Impulskontrolle gibt.

Im Sinne eines postmodernen Symptomwandels ist zu erwarten, dass sich Psychopathologien auf diese Weise nicht nur bei Depressiven, Angsterkrankten und ADHS-Patienten, sondern prinzipiell bei allen psychisch Erkrankten auf eine virtuelle Ebene verlagern können und dort eine Eigendynamik entfalten.´ Zu diesem Schluss kommt PD Dr. Bert te Wildt, MHH Hannover, anhand einer klinisch-psychiatrischen Vergleichsstudie.

´Hiervon sind vor allem junge Männer betroffen, die auf dem Weg von der Adoleszenz in ein selbstbestimmtes Erwachsenenleben schulisch, beruflich oder privat scheitern und sich gekränkt, selbstunsicher und zumeist depressiv in virtuelle Parallelwelten zurückziehen, um dort die Helden zu spielen, die sie in der konkret-realen Welt nicht sein können.

Solange die Bereitschaft besteht, sich mit den virtuellen Lebens- und Störungswelten dieser Patienten zu beschäftigen, kann prinzipiell jeder Psychiater und Psychotherapeut eine Internetabhängigkeit als Symptom vorgängiger psychischer Störungen diagnostizieren und behandeln,´folgert te Wildt.


Bert te Wildt:
Medialität und Verbundenheit - Zur psychopathologischen Phänomenologie und Nosologie von Internetabhängigkeit
Pabst, Lengerich, Berlin, 384 Seiten, ISBN 978-3-89967-609-9

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