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Jahrestag Deepwater Horizon

21.04.201111:05 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Uneinsichtigkeit des BP-Konzerns unterstreicht Berechtigung für Internationalen ethecon Black Planet Award 2010

Zwölf Monate nach der Katastrophe im Golf von Mexiko hat BP ganz offenkundig nichts hinzugelernt. Die Verantwortlichen des Konzern, der Aufsichtsratsvorsitzende C. H. Svanberg und der Vorstandsvorsitzende Bob Dudley, wollen so schnell wie möglich zur Tagesordnung übergehen. Sie versuchen den Eindruck zu vermitteln, als sei die Katastrophe längst überstanden.



Mit diesem skandalösen Verhalten unterstreicht BP ungewollt die Berechtigung für den Internationalen ethecon Black Planet Award, der den Verantwortlichen und den GroßaktionärInnen im November 2010 verliehen und auf der Aktionärshauptversammlung am 14. April 2011 öffentlich überbracht wurde. Svanberg, Dudley und kein anderer offizieller Konzernvertreter hatte vor tausenden von AktionärInnen im Excerl-Center in den Londoner Docklands die Größe, den Schmähpreis entgegen zu nehmen. Stattdessen ließen sie die Trophäe nach der Übergabeansprache der ethecon-VertreterInnen Lydia Will und Anabel Schnura im Saal heimlich und hinterrücks von ihren Sicherheitskräften entwenden.

Vorher bereits hatten sie dem als ordentlichen Aktionär registrierten Vorsitzenden der Stiftung ethecon den Zutritt zur Hauptversammlung verweigert und auch die aus den USA stammenden FischerInnen vom Golf von Mexiko nicht eingelassen. Die US-Aktivistin und ethecon Blue Planet Award-Preisträgerin 2006 Diane Wilson haben sie sogar verhaften lassen.

Bei der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon am 20. April 2010 wurden elf Arbeiter getötet. Die größte maritime Ölkatastrophe in der Geschichte der Menschheit nahm ihren Lauf: Millionen Liter Öl flossen monatelang ungehindert in den Atlantik. Einen Notfallplan hatte der Konzern nicht. Stattdessen wurden hochgiftige Lösungsmittel versprüht, um die Bilder von der Ölpest so schnell wie möglich aus den Nachrichten zu bekommen.

In London, in den USA und andernorts finden im Umfeld des Jahrestages der Katastrophe Aktionen statt, die den BP-Konzern in die Pflicht nehmen, seiner Verantwortung für die Schäden in den USA in vollem Umfang nachzukommen. ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie steht an der Seite der Opfer und solidarisiert sich mit der weltweite Protestbewegung. Axel Köhler-Schnura, ehrenamtlicher Vorsitzender der Stiftung ethecon: "Es ist ein bodenloser Skandal, dass BP seiner Pflicht für die Regulierung und Behebung der angerichteten Schäden im Golf von Mexiko auch ein Jahr nach der Katastrophe nicht nachkommt; dass die Verantwortlichen für diese gigantische Umweltzerstörung, für die umfangreichen gesundheitlichen Schäden vor Ort und für die Zerstörung der Lebens- und Arbeitsgrundlagen der am Golf ansässigen Fischerei etc. nicht vor Gericht gestellt werden. Stattdessen versucht der Konzern jede Kritik zu unterbinden, verweigert registrierten AktionärInnen rechtswidrig den Zugang zu seiner Hauptversammlung und kündigt im Namen der Konzernprofite neue umweltzerstörerische Projekte an."

In einem umfangreichen Fakten-Dossier weist ethecon nach, dass bei BP systematisch das Gewinnstreben über die Sicherheit der Beschäftigten, die Gesundheit der AnwohnerInnen von BP-Anlagen und den Schutz der Umwelt gestellt wird. Auf seiner Hauptversammlung hat der Konzern bewiesen, dass er aus seinen Fehlern nichts gelernt hat. ethecon ruft daher zum Schreiben vom Protestemails über die Stiftungs-Homepage auf. Dort kann auch das Kampagnen-Flugblatt "BP-Konzern stoppen!" heruntergeladen werden.

Bekannt geworden ist "ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie" vor allem durch die beiden Preise, welche die Stiftung seit 2006 vergibt. Der internationale Positiv-Preis "Blue Planet Award" würdigt außerordentlichen Einsatz zum Erhalt und zur Rettung des "Blauen Planeten". Der internationale Schmähpreis "Black Planet Award" prangert außerordentliche Verantwortung für den Ruin und die Zerstörung des "Blauen Planeten" an. Mit den Positivpreisen hat ethecon in den vergangenen Jahren Diane Wilson/USA (2006), Vandana Shiva/Indien (2007), José Abreu und Hugo Chávez/Venezuela (2008), Uri Avnery/Israel (2009) sowie Elias Bierdel/Österreich (2010) ausgezeichnet. Die Schmähpreise gingen bisher an die EigentümerInnen bzw. AktionärInnen und das verantwortliche Management der Konzerne Monsanto/USA (2006), Nestlé/Schweiz (2007), Blackwater (Xe)/USA (2008), Formosa Plastics Group/Taiwan (2009) und BP/Großbritannien (2010).

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