(openPR) Berlin, 16.04.2011: Im Berlin-Kreuzberger Projektraum Scotty Enterprises sind vom 30.4. - 21.5.2011 in der Ausstellung 'Supplement' zwei neue installative Arbeiten von Caroline Molusson und Claudia Schoemig zu sehen. Beide Künstlerinnen arbeiten mit architektonischen Gegebenheiten, die ähnlich Kulissen einen Hintergrund für das tägliche Leben bilden. Inwiefern wirken diese Szenerien auf unser Selbstverständnis oder unsere innere und äußere Bewegungsfreiheit ein? Wie konditioniert bewegen wir uns durch uns vertraute Räume?
Der Einfluss des Nebensächlichen auf unseren Alltag
Molusson und Schoemig verbindet in ihrem Werk das Interesse, Routinen in unserer Wahrnehmung von Umgebung zu unterbrechen. Sie stellen gern Nebensächliches in den Mittelpunkt der Betrachtung, um Einflüsse dieser Bausteine und Fragmente auf unseren Alltag sichtbar zu machen und unsere Annahmen von Realität zu hinterfragen.
Treppen-Double aus Papier
Die in Bordeaux lebende Künsterlin Caroline Molusson hat für die Ausstellung bei Scotty Enterprises die karge Rückseite der verhältnismäßig opulenten Holztreppe aufgegriffen und spielerisch moduliert. In einem 1:1 Größenverhältnis zu den Stufen der Treppe hat sie Papiere und Karton gefaltet und aufgeschnitten. Dabei ist sie absurden Regeln und Plänen gefolgt, um eine Skulptur entstehen zu lassen.
Sensibler Eingriff an der Galeriewand
Die Berliner Künstlerin Claudia Schoemig hat für den Raum eine reduzierte 3D-Wandzeichnung entwickelt, die sich symbiotisch in die Architektur einfügt. Vor- und Rücksprünge einer Galeriewand werden verbunden durch ein straff gespanntes, silberfarbenes Garn. Dieses verläuft über Ecken und Kanten und ändert an kleinen Nägeln seine Richtung. Farbverläufe und Glitterflächen ergänzen das Gebilde und lassen eine subtil-präzise Erscheinung entstehen. Schoemig interessiert in ihren Arbeiten die Frage, welche visuellen Dynamiken durch die Anordnung von Linien und Farbflächen zueinander erzeugt werden. Die Künstlerin stellt zur Debatte, was diese allerorts gegenwärtigen Dynamiken in uns auslösen.
Die Ausstellung wird Freitag, den 29. April um 19.00 Uhr eröffnet.
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