(openPR)
Speziell für Makler haben Deutschlands Versicherer Plattformen im Internet eingerichtet, so genannte Vermittler-Extranets. Deren Zukunftsaussichten sind gut: Sechs von zehn Maklern (58 Prozent) sagen, dass sich die Online-Abwicklung der Geschäftsvorfälle bis 2008 durchsetzen wird. Fünf von zehn nutzen die Angebote schon heute regelmäßig. Für viele bleiben die Extranets jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der Grund: Vermittler und Versicherungen setzen bei den Extranets unterschiedliche Prioritäten. Während die Vermittler sich wünschen, ihren Kundenservice zum Beispiel mit aktuellen Tarif- und Vertragsinformationen zu beschleunigen, haben die Versicherungen Downloadservices Priorität eingeräumt. Das zeigt die aktuelle Studie „Versicherer-Extranets 2003“ von Mummert Consulting und deutsche-versicherungsboerse.de.
96 Prozent der Versicherungsvermittler kennen die spezialisierten Online-Angebote. 71 Prozent haben sie schon einmal genutzt. Die Hälfte der Vermittler greift mindestens einmal pro Woche auf die Seiten zu.
Dennoch bleibt die Nutzungsintensität hinter den Erwartungen der Versicherer zurück. Der Grund: Die Makler sind mit den Angeboten nicht zufrieden. Ein großer Kritikpunkt ist, dass die Systeme noch keine ausreichende Anzahl von Online-Geschäftsvorfällen bieten. Die Vermittler vermissen zum Beispiel die Online-Schadenabwicklung oder die Policierung. Weiteres Minus: Die Login-Informationen sind für jedes Extranet unterschiedlich. Dadurch wird die Nutzung mehrerer Netze für die Makler zur Tortur. Sie fordern daher einheitliche Extranet-Standards. Damit könnten die Versicherer die Erfolgschancen der Plattformen deutlich verbessern. Zusätzlich schadet den Extranets die Tatsache, dass Online-Daten oder auch vom Makler im Extranet vorgenommene Änderungen nicht in das Verwaltungssystem importiert werden können. Dadurch ist die Nutzbarkeit einer solchen Lieferung von vornherein eingeschränkt.
Die Vermittler wollen durch die Nutzung dieses innovativen Online-Mediums Zeit und Geld sparen. Zugleich hoffen sie auf eine Qualitätsverbesserung bei den Geschäftsabläufen mit den Versicherern. Sekundenschnelle Datenübertragung, aktuelle Informationen, kein Vorhalten von Informationen in Papierform, keine Abhängigkeit von Geschäftszeiten und keine zu installierende PC-Software sind nur einige der genannten Erwartungen. Die Extranets der Versicherer, die diese Erwartungen erfüllen, sind bereits branchenweit bekannt. Zu den besten gehören die Extranets der Haftpflichtkasse Darmstadt, Skandia und der Vereinigten Hannoverschen Versicherung (VHV).
Für die Online-Umfrage „Vermittler-Extranets der Versicherer“ wurden zwischen dem 17. Juni und dem 30. Juli 2003 insgesamt 279 Versicherungsmakler und Mehrfachagenten zu ihrer Meinung über die innovativen Plattformen befragt. Die Ergebnisse sind in der Studie „Versicherer-Extranets 2003“ von Mummert Consulting und deutsche-versicherungsboerse.de zusammengefasst. Die Studie ist für 380 Euro plus Mehrwertsteuer erhältlich.
Bestellmöglichkeiten sind unter den Internet-Adressen













