openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Gegen Klimawandel und heiße Luft

05.04.201111:25 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Gegen Klimawandel und heiße Luft
Der DRESSMAN besteht aus einem Overall, auf dem bis zu 32 beheizte Klimasensoren variabel befestigt werden können ©Fraunhofer IBP
Der DRESSMAN besteht aus einem Overall, auf dem bis zu 32 beheizte Klimasensoren variabel befestigt werden können ©Fraunhofer IBP

(openPR) Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP präsentiert innovative Lösungen auf der Hannover Messe 2011

Mobilität bestimmt unser Leben. Und doch verbringt der moderne Mensch laut dem Bundesumweltministerium zwischen 80 und 90 Prozent seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen. Behaglichkeit und Service, aber auch Umwelt und Energieeffizienz spielen deshalb sowohl beim Aufenthalt in Immobilen als auch in Fahrzeugen eine wichtige Rolle. Auf der diesjährigen Hannover Messe dreht sich in der Fraunhofer-Zukunfts-Werkstatt deshalb alles um Mobilität. Dazu präsentiert sich das Fraunhofer IBP zum einen mit seinen innovativen Klimamesseinrichtungen und Simulationsverfahren auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 2, Stand D22, sowie mit einem ausgeklügelten Modell für die energieeffiziente Stadt auf dem Gemeinschaftsstand »Energie« in Halle 13, Stand C41.



Klimawandel, Ressourcenverknappung und Bevölkerungs-wachstum gehören zu den großen Herausforderungen unse-rer modernen Welt. Zahlreiche Institute der Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten deshalb ständig an neuen Lösungen, um diesen Anforderungen entgegenzutreten. Dazu gehört auch das Institut für Bauphysik. »Nicht die Vision einer besse-ren Zukunft treibt unsere Forschung an, sondern ihre Reali-sierung. Hierzu forschen wir am Fraunhofer IBP an vielen un-terschiedlichen Fragestellungen. In unserer technologisierten Welt bringt die Einzelbetrachtung von Themen meist nur re-lativ kleine Fortschritte. Viel weiter gehende Erkenntnisse können einerseits aus der Übertragung von Wissen von ei-nem Bereich in neue, zunächst nicht offensichtlich verwand-te Bereiche stattfinden. Beispielsweise die analoge Betrach-tung von Innenräumen in Gebäuden sowie Kraftfahrzeugen oder Flugzeugen. Andererseits liegt noch viel Potenzial in der gemeinsamen Analyse von voneinander abhängigen The-mengebieten wie Energieerzeugung, Verteilung und Verbrauch in Stadtsystemen integral zu betrachten«, sagt Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer IBP.

Mehr Komfort im Fahrzeug
Eine der Kernkompetenzen des Fraunhofer IBP ist der Bereich Raumklima. Dabei erschöpft sich dieser Sektor bei Weitem nicht im Bereich der Immobilien, sondern erstreckt sich mit mobilen Räumlichkeiten ebenfalls auf die Behaglichkeit in Fahr- und Flugzeugkabinen. Das Fraunhofer IBP forscht bereit seit Jahrzehnten an der Bewertung thermischer Behaglichkeit. Bewährte Untersuchungsformen mit Probanden werden ergänzt durch die Klimamesseinrichtung »DRESS-MAN« (Dummy REpresenting Suit for Simulation of huMAN heatloss) – ein Overall (nutzbar für Probanden und Messpup-pen gleichermaßen), dessen Sensoren die zu erwartende thermische Behaglichkeit von Menschen in Räumen (Gebäude, Kfz, Flugzeug, Bahn, etc.) aufgrund der Messung des Raumklimas bestimmen können. Durch die drahtlose Datenübertragung von Sensoren ist der DRESSMAN flexibel einsetzbar. Die Ergebnisse der Messungen werden sowohl tabellarisch als auch durch Farbverläufe auf einem virtuellen 3D Menschmodell dargestellt. Der Messdummy eignet sich auch besonders für variable Klimabedingungen in Räumen.

Mit der steigenden Verfügbarkeit leistungsfähiger Arbeitsplatzrechner und Algorithmen hat darüber hinaus der Bereich Simulation bei der Bewertung des Innenraumklimas enorm an Bedeutung gewonnen. Die Bandbreite der infor-mationstechnischen Modelle und Simulationsverfahren reicht von zonalen Ansätzen über CFD (Computational Fluid Dynamics) bis hin zu Thermoregulierungsmodellen. Diese Modelle ermöglichen eine detaillierte Nachbildung der menschlichen Physiologie in Bezug auf Stoffwechsel und Blutkreislauf. Das Fraunhofer IBP ist in der Lage mit seiner Simulationssoftware den Körperbau des Menschen detailgetreu zu simulieren, bis hin zu seinem Behaglichkeitsempfinden, sodass entsprechende Behaglichkeitsbewertungen, die das thermische Empfinden des Menschen auf das lokale Umgebungsklima wiedergeben, dargestellt werden können. Damit kann bereits im Vorfeld ermittelt werden, ob und wie wohl sich ein Mensch unter bestimmten Bedingungen in einem Raum fühlen wird. Um die einzelnen Simulationsmodule miteinander zur Laufzeit koppeln zu können, haben die Wissenschaftler am Fraunhofer IBP die »Middleware CoSimA+ (Co-Simulation Adaptation Platform)« entwickelt – eine Schnitt-stelle mit großem Potenzial hinsichtlich der Zusammenführung aller relevanter Daten.

Städte der Zukunft
Ein weiterer Schwerpunkt am Fraunhofer IBP liegt – nicht nur im Hinblick auf die momentan besonders aktuelle Diskussion um unserer zukünftigen Energieversorgung – auf der langfristigen Versorgung von Ballungszentren. Das »Energiesystem Stadt« bietet erhebliche Möglichkeiten zur Reduzierung des Energiebedarfs, zur Nutzung regenerativer Ressourcen und zur Umsetzung eines intelligenten Klimaschutzes. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES hat es sich das IBP zum Ziel gesetzt, die technologische Einbindung und Nutzung von Synergieeffekten sowie eine sinnvolle Vernetzung der Bereiche Wärme/Kälte, elektrische Energieversorgung und Verkehr auf den Weg zu bringen. Bisher wurden diese Teilaspekte meist separat betrachtet und erforscht.

Neben verschiedenen erneuerbaren Energieproduzenten, wie beispielsweise Photovoltaik, Windkraft oder Biomasse, entwickeln die Fraunhofer-Wissenschaftler zudem Steuer- und Regelungsstrategien konsequent weiter. Das Modell »Ener-giesystem Stadt« dient als Basis für neue Ideen und Wege und soll Initiator für Gespräche und Austausch sein. Zielgruppen sind dabei vor allem Städte und Kommunen, Energieversorger und Stadtwerke, Immobilienwirtschaft und Liegenschaftsverwaltungen, Industrie, politische Entscheidungsträger sowie Netzwerke und Bildungseinrichtungen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 526246
 229

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Gegen Klimawandel und heiße Luft“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Bild: Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den MarktBild: Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den Markt
Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den Markt
Die am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP entwickelte Berechnungssoftware WUFI® Pro hat sich längst als Standardwerkzeug für die Beurteilung des Feuchteschutzes der Gebäudehülle am Markt etabliert. Am 19. April erscheint die neue Version 6.0 mit vielen optischen und funktionalen Verbesserungen. Mit WUFI® Pro erfolgt die eindimensionale Berechnung des hygrothermischen Verhaltens von Bauteilen im Regelquerschnitt, unter anderem unter Berücksichtigung von Baufeuchte, Schlagregen, solarer Einstrahlung, langwelliger Abstrahlung, Kapillartranspo…
Bild: Neue Personalien am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBPBild: Neue Personalien am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Neue Personalien am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Innerhalb der letzten Wochen hat es am Fraunhofer IBP personelle Veränderungen gegeben. Seit März 2016 ist Prof. Dr. Gunnar Grün neuer stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IBP. Prof. Dr. Hartwig Künzel erhielt am 8. April eine Honorarprofessur an der Universität Stuttgart. Honorarprofessur für Dr. Hartwig M. Künzel Die Universität Stuttgart hat einen neuen Honorarprofessor in ihren Reihen begrüßt. Am 8. April nahm Dr. Hartwig M. Künzel die Ernennungsurkunde von Prof. Dr. Wolfram Ressel, Rektor der Universität, entgegen. Künzel bri…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Klimawandel oder heiße Luft? - Sachbuch setzt sich mit klimatologischen Veränderungen auseinanderBild: Klimawandel oder heiße Luft? - Sachbuch setzt sich mit klimatologischen Veränderungen auseinander
Klimawandel oder heiße Luft? - Sachbuch setzt sich mit klimatologischen Veränderungen auseinander
Udo Moll versucht in "Klimawandel oder heiße Luft?" Antworten auf die Frage zu finden, ob Menschen wirklich für die Klimaveränderung verantwortlich sind. ------------------------------ Unser Klima gehorcht einem hochkomplexen, von der Natur vorgezeichneten Wirkungssystem. Antriebsmotor dieses Klimasystems ist die Sonne. Ein so kompliziertes Gefüge kann …
Bild: Klimawandel: Gesellschaft braucht bioökonomisches Bewusstsein - Forderung an neue BundesregierungBild: Klimawandel: Gesellschaft braucht bioökonomisches Bewusstsein - Forderung an neue Bundesregierung
Klimawandel: Gesellschaft braucht bioökonomisches Bewusstsein - Forderung an neue Bundesregierung
Um den Klimawandel und seine Folgen wirksam bekämpfen zu können, reichen Einzelmaßnahmen und technologische Entwicklungen nicht aus. Die gesamte Gesellschaft muss ein neues bioökonomisches Bewusstsein entwickeln. Das schreibt die Vorsitzende des Bioökonomierates und Geschäftsführerin der Organobalance GmbH, Prof. Dr. Christine Lang, in einem Gastkommentar …
NABU-Studie: Chronische Unterfinanzierung im europäischen Naturschutz
NABU-Studie: Chronische Unterfinanzierung im europäischen Naturschutz
Tschimpke: Schutzgebiete sind unsere Lebensversicherung gegen den Klimawandel Berlin/Brüssel - Der Naturschutz ist den EU-Mitgliedstaaten erschreckend wenig wert. Nach neuen Berechnungen des NABU und seines weltweiten Dachverbandes BirdLife International kosten Pflege und Erhaltung des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000 jährlich etwa sechs …
„Klimahaus Bremerhaven“ erhält Klima-Verdienstkreuz
„Klimahaus Bremerhaven“ erhält Klima-Verdienstkreuz
Die Klima-Hotels haben diese Woche das Klima-Verdienstkreuz dem „Klimahaus Bremerhaven“ verliehen. Hinter dem Klimahaus steckt eine Ausstellung rund um die Klimazonen und den Klimawandel auf unserer Erde. Die Klima-Hotels möchten mit dieser Auszeichnung das Engagement des Klimahauses würdigen, alle Menschen für die Themen Klima, Klimawandel, Natur und …
Bild: Go Green Challenge 2021 in GüterslohBild: Go Green Challenge 2021 in Gütersloh
Go Green Challenge 2021 in Gütersloh
… www.go-green-challenge.de …Das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv und es gab einige neue Ideen für konkrete Handlungsoptionen in Sachen Klimaschutz, um gemeinsam dem menschgemachten Klimawandel entgegenzuwirken. Unter dem Hashtag #gogreenchallenge wurde auch in den Social Media gepostet.Im Vorfeld waren im Frühjahr 2021 verschiedene Organisationen, Unternehmen und Personen …
Bild: Der Weg aus der FrühjahrsmüdigkeitBild: Der Weg aus der Frühjahrsmüdigkeit
Der Weg aus der Frühjahrsmüdigkeit
… fragwürdige Zustand der Frühjahrsmüdigkeit kommt? Die korrekte Antwort ist komplex, denn es spielen hier eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle. Einfach ausgedrückt kann man es als Klimawandel im Körper bezeichnen. Dieser hat natürlich nichts mit dem Ozonloch oder CO2 zu tun, sondern der Organismus wird vielmehr mit Gewalt, von Winter auf Sommerbetrieb, …
Für die Erde ins All – Das DLR im Portrait
Für die Erde ins All – Das DLR im Portrait
… Forschungsbereiche liegen in den Feldern Luft- und Raumfahrt, Energietechnik und Verkehrsforschung. Das DLR liefert daher wegweisende Informationen über den Umgang mit globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Sicherheit und Mobilität. In dieser Woche erscheint ein Buch, das die Institution DLR in all seiner Vielfalt vorstellt. Zu Wort kommen Vertreter aus der …
Deutschland bald eine Wüste?
Deutschland bald eine Wüste?
Dramatische Folgen durch den Klimawandel für den Wald / SDW-Jubiläumsveranstaltung mit Experten aus Wissenschaft und Politik am 11. Oktober 2007 in Berlin. Wir schreiben das Jahr 2100. Norddeutschland ist von einer Wüste bedeckt, die Vögel sind verstummt. Am Tegernsee wachsen Palmen. Wer einen Waldspaziergang machen möchte, muss sich in die Holo-Welt …
Bild: Wärmepumpen von VISSOLAR - Pioniere für Grüne Wärme im Kampf gegen den KlimawandelBild: Wärmepumpen von VISSOLAR - Pioniere für Grüne Wärme im Kampf gegen den Klimawandel
Wärmepumpen von VISSOLAR - Pioniere für Grüne Wärme im Kampf gegen den Klimawandel
… die Wärmeversorgung von Gebäuden.Reduzieren Sie Ihren CO2-Fußabdruck und profitieren Sie von den langfristigen wirtschaftlichen Vorteilen. Angesichts der immer drängenderen Bedrohung durch den Klimawandel ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir nachhaltige Lösungen finden, um unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren und den Übergang zu einer klimafreundlichen …
Bild: Schneetransport von Bremerhaven ins thüringische OberhofBild: Schneetransport von Bremerhaven ins thüringische Oberhof
Schneetransport von Bremerhaven ins thüringische Oberhof
… Liter Diesel würden durch die LKW-Transporte in die Luft gepustet. Dabei würden ca. 200 Tonnen CO2 freigesetzt. Der Treibhauseffekt werde weiter angeheizt und der Klimawandel beschleunigt. Die für den Wintersport Verantwortlichen würden damit kräftig am eigenen Ast sägen, auf dem sie sitzen. „Offensichtlich ist den Verantwortlichen für den Wintersport …
Sie lesen gerade: Gegen Klimawandel und heiße Luft