(openPR) Berlin, 17. März 2011 – Das Behandlungsprogramm für Gelenkersatzpatienten am Krankenhaus Bethel Berlin trägt künftig den Namen „Rapid Recovery“.
Patienten, die an diesem Programm teilnehmen, werden nach einem besonders strukturierten Schema behandelt, welches auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Zu diesem Behandlungsschema gehören unter anderem:
- eine ausführliche Schulung, die bereits vor dem stationären Aufenthalt umfassend informiert und den Patienten alle Ansprechpartner vorstellt, Fragen klärt und Ängste reduzieren soll
- die intensive persönliche Betreuung durch die „Rapid Recovery“ – Betreuerin
- eine intensive, interdisziplinäre Zusammenarbeit des gesamten Behandlungsteams
- die Möglichkeit, einen Angehörigen oder Bekannten als Begleiter in den Genesungsprozess einzubinden
- ab dem ersten Tag nach der OP gezielte Rehabilitation u.a. mit Lymphdrainagen, Bewegungsbädern und zahlreichen krankengymnastischen Übungen in Gruppen- und Einzelbehandlungen
„Die meisten Patienten sind verständlicherweise vor einer Operation besorgt und wir haben festgestellt, dass sie viel entspannter sind, wenn sie gut informiert sind und verstehen, was genau passieren wird.“, so Sibylle Häusler, „Rapid Recovery“-Bertreuerin des Krankenhauses. „Unsere Gelenkersatzpatienten betrachten wir im Krankenhaus Bethel Berlin üblicherweise nicht als krank. In einem eigens für unsere „Rapid Recovery“-Patienten eingerichteten gemütlichen Aufenthaltsraum trägt man deshalb statt Pyjama normale Straßenkleidung. Da fühlt man sich gleich viel besser.“
Durch verbesserte medizinische Behandlungsmethoden im Rahmen des Programms wird eine rasche Genesung zum Wohle des Patienten gefördert. Das europaweite Programm „Rapid Recovery“ eröffnet den Medizinern und Pflegern Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen, sie werden an renommierten Hochschulen fortgebildet und können Krankendaten besser auswerten. Dr. med. Rüdiger Haase, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie des Krankenhauses: „So können wir unsere Patienten optimal behandeln und sind stets auf dem neuesten Stand.“ Auf diese Weise lässt sich auch die Krankenhausverweildauer verkürzen und der Patient kann schneller seinen täglichen Aktivitäten nachgehen. „Ein stationärer Aufenthalt von unter einer Woche nach einem Gelenkersatz ist aus medizinischer Sicht durchaus realistisch“, meint Dr. Haase.
Bereits im Jahr 2006 war im Krankenhaus Bethel Berlin das Gelenkersatzprogramm „Joint Care“ eingeführt worden. Etwa 2.000 Patienten haben seither von der Expertise der Mediziner beim Hüft- und Kniegelenkersatz profitiert. Mit dem weiter optimierten „Rapid Recovery“- Programm soll dieser erfolgreiche Weg für eine bestmögliche Versorgung der Patienten fortgesetzt werden.
Hightech beim Kniegelenkersatz: Vitamine im künstlichen Kniegelenk und persönliche „Handschrift“ des Patienten bei der Prothesenplanung
Zur optimalen Behandlung zählt auch der Einsatz modernster Operationsverfahren und Materialien. Das Polyethylen E1 (Kunststoff) in Knieprothesen bietet im Vergleich zu konventionellen Polyethylenen einen bis zu 87% geringeren Abrieb. Das E1-Kunststoff-Inlay der künstlichen Gelenke wird dazu in einem speziellen Verfahren mit Vitamin E angereichert. „Das Vitamin sorgt für die Bindung freier Radikale, also Oxidationsschutz. Zusätzlich weist E1 eine hohe Festigkeit auf. Diese Eigenschaften verbessern die Langlebigkeit der Prothese.“, beschreibt Chefarzt Dr. Haase die Vorteile des neuen Materials.
Darüber hinaus ermöglicht eine computergestützte Prothesenplanung mit patientenindividuell maßgefertigten Bohrschablonen (Signature-System) dem Operateur, die Prothese mit größtmöglicher Präzision zu positionieren. Als eines der ersten Häuser in ganz Deutschland setzt das Krankenhaus Bethel Berlin für den künstlichen Oberflächenersatz von Kniegelenken diese neuartige Operationstechnik ein. „Mit dem Signature-System können wir die Implantate präziser und damit passgenauer als bisher platzieren, zugleich ist der Eingriff deutlich schonender für den Patienten“, betont Chefarzt Dr. Haase. „Patienten die mit Signature ein neues Kniegelenk erhalten, profitieren von der vereinfachten und optimierten OP-Technik und darüber hinaus von kürzeren OP-Zeiten.“, so Haase weiter.
Perfekte Betreuung Hand in Hand - Symposium für niedergelassene Mediziner am 23.03.
Chefarzt Dr. Haase weiß: „Maßgeblich für den Behandlungserfolg nach einem Hüft- oder Kniegelenkersatz ist die hervorragende Zusammenarbeit aller an der Behandlung des Patienten Beteiligten. Das gilt nicht nur hier im Haus. Uns ist auch wichtig, dass wir uns schon im Vorfeld eines Eingriffs und auch danach mit den niedergelassenen Kollegen gut abstimmen.“ Das Krankenhaus Bethel Berlin veranstaltet deshalb am 23. März ab 16:00 Uhr ein Symposium für niedergelassene Ärzte zum Thema „Knieendoprothetik“.
Folgende Vorträge sind geplant:
Vitamine für das Knie? Aktuelle Materialentwicklungen. Carsten Höptner, Oberarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, Krankenhaus Bethel Berlin
Das Signature-System: Navigation präoperativ. Uwe Cha, Oberarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, Krankenhaus Bethel Berlin
Wieviel Krankenhaus braucht der Endoprothetikpatient? Dr. med. Rüdiger Haase, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, Krankenhaus Bethel Berlin
Wie entwickelt sich der Endoprothetikmarkt? Dr. med. Hadi Saleh, Geschäftsführer, BIOMET Deutschland GmbH
Interessierte Medienvertreter sind zum Symposium herzlich eingeladen. Für Interviewanfragen stehen die Referenten nach vorheriger Anmeldung ab 14:00 Uhr zur Verfügung. Eine Besichtigung der Rapid Recovery-Station sowie des hochmodernen OP-Trakts ist (ebenfalls nach vorheriger Anmeldung) möglich.
Mehr Informationen unter http://www.bethelnet.de/index2.php?site=khli_joint-care.













