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Den Geschirrspüler über den Laptop einschalten

21.03.201110:44 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Den Geschirrspüler über den Laptop einschalten
Dr.-Ing. Michael Fiedeldey (44) ist Bereichsleiter Technik der Allgäuer Überlandwerk GmbH mit Sitz in Kempten.
Dr.-Ing. Michael Fiedeldey (44) ist Bereichsleiter Technik der Allgäuer Überlandwerk GmbH mit Sitz in Kempten.

(openPR) Kempten, März 2011 – Elektrogeräte wie Geschirrspüler, Waschmaschine oder Trockner laufen dann los, wenn der Strom besonders günstig ist. Mit dem innovativen Smart Home System „Joonior“ ist das schon heute möglich. Die Allgäuer Überlandwerk GmbH (AÜW) testet seit Februar im Rahmen des Forschungsprojektes AlpEnergy die Lösung „Joonior“. Im Interview spricht Dr. Michael Fiedeldey, Bereichsleiter Technik bei der AÜW, über die Zukunft der Energieversorgung und neue Chancen für Versorgungsunternehmen.



1. Seit Mitte 2008 ist die AÜW federführend am von der EU geförderten Projekt AlpEnergy beteiligt. Worum geht es dabei genau?
Michael Fiedeldey: Das Projektziel von „AlpEnergy“ ist, am Beispiel der Alpenregion aufzuzeigen, wie eine künftige klimaverträgliche Energieversorgungsstruktur aussehen kann. Das Projekt konzentriert sich auf die Förderung einer nachhaltigen Energieversorgung durch erneuerbare Energien. Energieerzeugung und Verbrauch sollen wirtschaftlich sinnvoll, effizient und klimaschonend in Einklang gebracht werden. Für AlpEnergy haben sich elf regionale, nationale und internationale Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zu einem Konsortium zusammengeschlossen.

2. Welche Chancen bietet das Projekt für die AÜW als regionaler Energieversorger?
Michael Fiedeldey: Wir sammeln wichtige Erfahrungen über die Integration von erneuerbaren Energien in bestehende Verteilnetzstrukturen. Das ist für die Zukunft von großer Bedeutung. Wir gehen davon aus, dass sich die Rolle der Energieversorger in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird. Statt „Energieversorger“ wird er „Energiedienstleister“, also Manager und parallel Systemdienstleister eines modernern, aktiven web-basierten Energieinternets. Wir als Allgäuer Überlandwerk möchten diesen Weg als Vorreiter bestreiten und langfristig einer der innovativsten Energieversorger in Bayern werden.

3. Welche Ideen verfolgt die AÜW, um eine reine Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien zu gewährleisten?
Michael Fiedeldey: Historisch gesehen hat das Allgäu einen hohen Anteil an regenerativer Erzeugung. Mit mehr als 27 Prozent sind hier die Klimaziele der Bundesregierung schon mehr als erfüllt. Bis 2020 möchten wir das Allgäu zu einer Vorzeigeregion im Klimaschutz machen und den Anteil der regenerativen Erzeugung auf mehr als 40 Prozent steigern. Aus diesem Grund haben wir 2007 mit dem renommierten Fraunhofer Institut eine Potentialstudie durchgeführt. Sie hat gezeigt, dass im Allgäu genügend Potential für Wind, Photovoltaik, Kraftwärmekopplung und Biomasse vorhanden ist. In den kommenden Jahren gilt es, dieses Potential zu erschließen.

4. Ein Teilbereich des Projekts AlpEnergy bildet der Bereich Smart Home. Wie sehen dort die konkreten Maßnahmen aus?
Michael Fiedeldey: 250 repräsentative Testkunden sind am Projekt AlpEnergy beteiligt. Sie haben seit einem Jahr einen Smart Meter, der alle 15 Minuten den Verbrauch aufzeichnet und auf dessen Basis wir eine Gesamtoptimierung des Virtuellen Stromversorgungssystems im Allgäu durchführen. Seit Oktober 2010 können die Testkunden über ein Webportal Strom-Sparzonen erkennen und ihren Verbrauch daraufhin manuell anpassen. 60 der Testkunden erhalten zudem einen so genannten dynamischen (zeitvariablen) Tarif. Dieser wird alle 24 Stunden anhand von Wetter-, Erzeugungs- und Absatzprognosen aktualisiert. Die Hälfte dieser Kunden wiederum testet zur automatisierten Verarbeitung der dynamischen Tarife das Smart Home System „Joonior“.

5. Was ist für Sie als Energieversorger an der Smart Home Lösung „Joonior“ besonders interessant?
Michael Fiedeldey: Smart Home im Allgemeinen eröffnet komfortable Möglichkeiten, die neuen last- und zeitvariablen Tarife zu nutzen. Mit „Joonior“ startet beispielsweise die Geschirrspülmaschine der Testkunden dann, wenn der Tarif besonders günstig ist. Die ständige manuelle Kontrolle über den aktuellen Tarif wird durch die Smart Home Komponente übernommen. So können Zeit und Geld gespart werden. Der weitere Vorteil bei „Joonior“ liegt im modularen Aufbau des Systems. Es ermöglicht einen einfachen Einstieg und eine unkomplizierte Erweiterung, da es ohne Eingriffe in die bestehende Elektroinstallation des Objektes in Betrieb genommen werden kann. Außerdem ist für uns natürlich der Aspekt der regionalen Wertschöpfung interessant, da es sich um ein neues innovatives Produkt aus dem Allgäu handelt.

6. Um das Verbrauchsverhalten der Kunden zu ändern, braucht es konkrete Anreize. Wie sehen diese in der Testphase aus?
Michael Fiedeldey: Wir möchten die Kunden besser über ihr Verbrauchsverhalten informieren und ihnen die Chance geben zu erkennen, wann Energie aus regionaler regenerativer Erzeugung vermehrt zur Verfügung steht. Daneben wollen wir den Kunden durch gezielte Preisanreize dazu bringen, sein Verhalten in aus Energiesicht sinnvolle Zeitzonen zu verschieben. Dazu haben wir ein Modell erarbeitet. Die Kunden erhalten einen Rabatt auf jede verbrauchte Kilowattstunde innerhalb so genannter Sparzonen. Diese sind im statischen Tarif über ein ganzes Jahr im Vorfeld bekannt. Im dynamischen Tarif werden sie dagegen 24 Stunden im Voraus über unser Online-Portal bekanntgegeben. Die Hälfte der Kunden aus dem dynamischen Tarif kann dabei als Hilfe auf die Smart Home Lösung „Joonior“ zurückgreifen.

7. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt auf den Weg zum Smart Grid. Wie könnte das Energieversorgungssystem in zehn Jahren aussehen?
Michael Fiedeldey: Die Speicherung von elektrischer Energie wird in künftigen Versorgungssystemen eine entscheidende Rolle spielen. Bislang befinden sich geeignete großtechnische Speichermedien noch im Entwicklungsstadium. Wenn hier technologisch ein Durchbruch erfolgt, wird dieser unsere derzeitigen Energieverteil- und Erzeugungssysteme grundlegend verändern. Elektromobilität könnte dann in Verbindung mit Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ein wichtiger Bestandteil solcher Systeme sein.

Zur Person:
Dr.-Ing. Michael Fiedeldey (44) ist Bereichsleiter Technik der Allgäuer Überlandwerk GmbH mit Sitz in Kempten. Bereits während seines Studiums an der Universität Hannover konzentrierte er sich auf die Schwerpunktbereiche elektrische Energieversorgung und Hochspannungstechnik. Seit 1997 ist er in der Energiewirtschaft tätig und kam über die RWE Energie AG und die Stadtwerke Osnabrück 2007 zum eigenständigen, konzernunabhängigen Allgäuer Überlandwerk. In den vergangenen Jahren hat Dr. Michael Fiedeldey unterschiedliche Fachbeiträge, auch zur

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