(openPR) Der Druck zur ständigen Produktivitätssteigerung während der letzten zwanzig Jahre hat die Einführung der permanenten Zustandsüberwachung und damit auch der Schwingungsüberwachung von Produktionsanlagen stark in den Vordergrund gestellt. Obwohl immer wieder durch Beispiele belegt ist, wie sich Abnutzung und Materialermüdung schon früh durch Änderung des Schwingungsverhaltens ankündigen, gibt es trotzdem immer wieder Produktionsleiter, die den Fortgang der Produktion über die Sicherheit der Anlage stellen und die Warnungen der Fachleute ignorieren.
So auch in einem Fall, der kürzlich bei einem Kunden von HANSFORD SENSORS eintrat. Das Wartungspersonal hatte an einem Lager eines Förderbandes einen ungewöhnlich starken Anstieg des Schwingungspegels festgestellt. Die Produktionsleitung folgte jedoch nicht der eindringlichen Empfehlung der Serviceabteilung und entschied sich gegen eine sofortige Reparatur. Das Lager sollte erst beim nächsten geplanten Maschinenstillstand 3 Wochen später ausgetauscht werden.
Der Serviceleiter hatte schwere Bedenken und installierte sicherheitshalber einen HS-423 Beschleunigungssensor mit Strom- und Spannungsausgang, dessen großer Frequenzbereich (10Hz … 5 kHz) die bei Wälzlagerschäden entstehenden Schwingungen erfasst. Den Summenpegel überwachte die zentrale Leitstelle über das 4…20mA-Signal, während am AC-Ausgang die Frequenzspektren mittels eines Handgerätes kontrolliert wurden.
Wenige Tage vor dem geplanten Stillstand stieg die Schwingungskurve immer steiler an und überschritt schließlich die Alarmgrenze, die Frequenzanalyse wies auf einen Laufringbruch hin. Leider hat der Produktionsleiter die Warnung auch jetzt noch nicht ernst genommen (es sind ja nur noch wenige Tage bis zum geplanten Maschinenstillstand) und nicht reagiert.
Wie vom Serviceleiter befürchtet, ist das Lager schließlich gebrochen und das Fließband fing Feuer. Die Folgen waren schwere Schäden an der Anlage, eine sehr teure Reparatur, Produktionsausfall von über 24 Stunden, ein Wust an Unfallberichten und eine erhebliche Gefährdung der Mitarbeiter.
Späte Einsicht ist eine wundervolle, meist aber auch teure Lektion. Gott sei Dank hat sich bei diesem Unfall niemand verletzt, aber die Arbeit des Wartungspersonals und deren Wert für Sicherheit am Arbeitsplatz und kostenbewusstes Maschinenmanagement wurde auf eindringliche Weise ins Bewusstsein der Firmenleitung gerückt.
kmo turbo ist Vertriebspartner von HANSFORD SENSORS, des renommierten englischen Herstellers von Schwingungsmesstechnik.
Weitere Informationen: www.hansfordsensors.de













