(openPR) Das „Allgemeine Vorlesungswesen“ ist ein einzigartiges Angebot der Universität Hamburg an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt: Es bietet kostenlose Vorträge aus vielfältigen Wissenschaftsbereichen und zeigt zu welch wichtigen, aktuellen und interessanten Themen an der Universität Hamburg geforscht und gelehrt wird.
Die für die breite Öffentlichkeit geöffneten Vorlesungen sind sogar älter als die Universität Hamburg selbst, denn die Ursprünge des „Allgemeinen Vorlesungswesens“ gehen zurück auf das Jahr 1764. Damals wurden die Professoren des „Akademischen Gymnasiums“ der Stadt Hamburg verpflichtet, auch öffentliche Vorlesungen anzubieten. Dieses Vorlesungswesen überdauerte dann in wechselnder Intensität und Qualität mehrere Jahrhunderte, bis die auf die ganze Stadt verteilten Hörsäle Anfang des 20. Jhs. für die stetig wachsende Hörerschaft nicht mehr ausreichten. In dieser Situation stiftete 1911 der Kaufmann Edmund J. A. Siemers seiner Vaterstadt für das Allgemeine Vorlesungswesen den prägnanten Eisenbetonbau mit der Kuppel, das Gebäude Nr. 1 in der daraufhin als Dank nach ihm benannten Edmund-Siemers-Allee. Die Universität übernahm das Gebäude bei ihrer Gründung im Frühjahr 1919.
„Das neue Programm für das Sommersemester 2011 ist des 100 jährigen Jubiläums würdig“, sagt Prof. Dr. Holger Fischer, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Universität Hamburg. „In den 25 Reihen des neuen Programms sind fast alle Disziplinen unserer Universität vertreten“.
Ein Schwerpunkt sind die Japanwochen an deutschen Hochschulen, die im April mit der Tagung "Wissen schaffen, Wissen nutzen – Perspektiven aus Japan und Deutschland" in Hamburg eröffnet werden. Weitere Ringvorlesungen befassen sich mit "Modernisierungsprozessen in Japan" und mit dem Werk der Schriftstellerin Yoko Tawada. Das Thema Migration ist mit einem internationalen Symposium im März und den Vorlesungsreihen "Migration und Identität in der Globalisierung" und "Grenzgänge/r: Migration und die amerikanische Kultur" vertreten. Spannung versprechen die Reihen „Aufbruch in Fremde Welten“ zur Fantastikforschung und "Ungläubige, Teufelsdiener, Abtrünnige …". Einen Blick in die Hamburger Vergangenheit gewährt "Andocken – Eine Hansestadt und ihre Kulturen 1848-1933".
Daneben gibt es ein breites Spektrum wichtiger Themen, von der "Food&Health Academy – Ernährung und Gesundheit im Dialog" über "Individualität" und „Hochbegabung“ bis zu "Was wie wofür studieren". Insgesamt finden sich über 200 Vorträge aus Wissenschaft und Forschung im druckfrischen 60-seitigen Programmheft „Allgemeines Vorle-sungswesen“.
Die Universität Hamburg lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zum Besuch der kostenlosen Ringvorlesungen ein. Das Programmheft mit allen Themen und Terminen gibt es im Internet unter www.aww.uni-hamburg.de. Es liegt im Hauptgebäude der Universität Hamburg und an vielen anderen öffentlichen Orten der Stadt aus.










