(openPR) Mannheim/München, 7. März 2011 – Dr. Susanne Saußele und ihr Team an der Universitätsmedizin Mannheim verfolgen seit kurzem ein großes Ziel: Sie untersuchen in einer Studie die Lebensqualität von Leukämiepatienten. Mit dieser Studie wollen die Leukämieexperten Aufschluss darüber geben, wie sich die Lebensqualität von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) vor und nach ihrer Therapie und unter verschiedenen Therapien unterscheidet. Die Ergebnisse sollen den behandelnden Ärzten künftig eine wichtige Grundlage bei Therapieentscheidungen sein.
Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert die auf zwei Jahre angelegte Studie mit 202.800 Euro.
„Mit unserer Studie wollen wir dazu beitragen, Leukämiepatienten neues Wohlbefinden und damit neue Lebenskraft zu schenken“, erklärt Dr. Saußele und ergänzt: „Es gibt bisher nur wenige Studien, in denen die Lebensqualität während und nach verschiedenen Therapien untersucht wird. Wir wollen mit unserer Arbeit diesen wichtigen Faktor berücksichtigen.“
Im Zentrum ihrer Untersuchungen steht Erhebung von rund 600 Patientendaten aus der geplanten CML V-Studie (vor Therapiebeginn, sowie 3, 6, 12 und 24 Monate danach). Dabei arbeiten die Wissenschaftler mit Partnern an der Universität Jena und München zusammen.
Die Erhebung der Daten erfolgt durch eine Patientenbefragung; diese wird anhand von Fragebögen der EORTC (European Organisation for Research and Treatment of Cancer) durchgeführt. Die Fragen umfassen die wichtigsten Bereiche der Lebensqualität, wie zum Beispiel das körperliche Wohlbefinden, die Bewegungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie das Schlafverhalten. Zusätzlich kommt ein ergänzender Fragebogen zum Einsatz, der auf die Leukämieerkrankung bezogene spezifische Fragen enthält. Zudem sollen die Patienten nach ihrer Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und zur Befolgung ihrer Anweisungen gefragt werden. In einer europäischen Kooperation soll hier ein standardisierter Fragebogen rechtsverbindlich werden.







