(openPR) Derzeit stammen schon mehr als die Hälfte aller Lachse, die auf unseren Tellern landen aus künstlich angelegten Lachsfarmen - Tendenz steigend. Einst glaubte man, so die weltweite Nachfrage am König der Fische wieder befriedigen zu können, wo doch unserer Ozeane bereits fast leer gefischt wurden. Man hoffte, dass sich der Wildbestand wieder erholen werde! Doch wie sich herausstellte, ist genau das Gegenteil der Fall - der Zuchtlachst stellt eine Bedrohung für seine wilden Artgenossen dar.
Denn wie in allen Massenhaltungen, müssen auch den in den engen Mastkäfigen gestressten Lachsen, Pestizide und Antibiotika verabreicht werden, damit sie nicht an Krankheiten oder Parasiten zugrunde gehen. Was passiert nun, wenn Zuchtlachse ausbüchsen? Einerseits übertragen sie Krankheiten und andererseits vermischen sie sich mit Wildlachsen, sodass diese immer weiter verdrängt werden.
In Chile ist die Situation noch drastischer, denn Lachse, die in Chile gar nicht beheimatet sind, werden in riesigen Mastkäfigen in den Fjorden und den riesigen Seen des Landes gezüchtet. Unter den Käfigen der Farmen türmen sich bereits Berge von Kot und Futterabfällen, aus denen Schadstoffe quellen, während die Lachse darüber in den viel zu eng besetzten Anlagen Krankheiten anheimfallen. Zwei Mal am Tag werden ihnen Medikamente wie Antibiotika, Pestizide und Stärkemittel verabreicht. Laut New York Times verabreichen chilenische Farmer ihren Fischen noch immer 500 Mal mehr Chemie als es ihre Kollegen in Norwegen tun.
Es ist fraglich, wie lange die chilenische Seen- und Fjordlandschaft dieser Belastung noch Stand halten kann. Denn wie so oft, steht sich der Mensch mit seiner Profitgier auch hier im Wege. Man wird sehen, ob man im Lago Llanquihue auch in 20 Jahren noch unbedenklich baden gehen kann (wie hier zu sehen: http://www.puerto-varas.de/panorama.html).












