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Rotaviren - Schluckimpfung kann schützen

02.03.201114:57 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Rotaviren sind hoch ansteckend und können sehr leicht übertragen werden. Schon winzige Virusmengen reichen aus, um ein Kind zu infizieren. Betroffene Kinder scheiden die Viren in hoher Konzentration mit dem Stuhl aus.

Ein Kontakt mit den aggressiven Viren ist daher kaum zu vermeiden. Rotaviren sind zudem "Überlebenskünstler", denn sie haften über einen langen Zeitraum auf Händen, Oberflächen, Spielsachen sowie im Trinkwasser und auch in Schwimmbädern. Sogar eine Übertragung durch die Nahrung ist möglich. Selbst peinliche Hygiene ist in der Regel kein Schutz, denn Seifen und die meisten Desinfektionsmittel sind unwirksam gegen das hartnäckige Rotavirus.



Eine Rotavirus-Infektion bei Säuglingen und Kleinkindern kann in ihrem Verlauf unberechenbar sein. Eine Belastung für alle Beteiligten ist sie allemal. In schweren Fällen sind mehr als 20 Brech-Durchfälle pro Tag keine Seltenheit. Die Gefahr der Austrocknung kann sich ganz schnell einstellen, so dass eine Behandlung im Krankenhaus nötig wird, um durch Infusionen den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. Antibiotika helfen - wie bei allen Viruserkrankungen - grundsätzlich nicht.

Vorbeugung kann jedoch die Schluckimpfung bieten. Inzwischen stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung, die bereits ab der vollendeten sechsten Lebenswoche gegeben werden können. Je nach Impfstoff sind zwei bzw. drei Dosen im Abstand von mindestens vier bis sechs Wochen erforderlich, um den Schutz aufzubauen.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2006 haben die Schluckimpfungen eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben:

In unserem Nachbarland Österreich wird die Impfung seit 2007 als Standardimpfung für alle Säuglinge empfohlen und generell erstattet. Die Impfquote beträgt inzwischen über 70 Prozent. Krankenhauseinweisungen aufgrund von Rotavirus-Infektionen konnten seither halbiert werden.

Aber auch bei uns gibt es Erfolgsmeldungen. Im Bundesland Sachsen, wo die SIKO - die Sächsische Impfkommission - die Impfung seit 2008 empfiehlt, sind die Erkrankungen um 49,7 Prozent zurückgegangen. Die Krankenhauseinweisungen konnten ebenfalls um mehr als 51 Prozent gesenkt werden bei einer Impfquote von fast 57 Prozent. Seit 2009 wird die Schluckimpfung auch in Thüringen und Brandenburg öffentlich empfohlen. Die ersten Auswertungen werden für 2011 erwartet.

Sicherlich sind diese Erfolge auch verantwortlich dafür, dass trotz bislang fehlender bundesweiter Empfehlung durch die STIKO - Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut -, zahlreiche Krankenkassen die Kosten der Schluckimpfung ganz oder teilweise übernehmen. Eine Liste der Krankenkassen wird regelmäßig aktualisiert und findet man unter www.gesundes-kind.de oder auch www.kinderaerzte-im-netz.de (http://www.kinderaerzte-im-netz.de).

Die Fotoverwendung ist bei Verwendung zum Thema "Schluckimpfung" honorarfrei. © Wedopress

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