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Brillen und die ersten Briefmarken für die Dritte Welt

Bild: Brillen und die ersten Briefmarken für die Dritte Welt
Senator Daiger mit den ersten Briefmarken der Welt/Foto: Dr. Walser Dental GmbH
Senator Daiger mit den ersten Briefmarken der Welt/Foto: Dr. Walser Dental GmbH

(openPR) Weit über 340.000 Briefmarken sammelte aktuell der Hersteller der Walser Matrizen mit Hilfe der Bevölkerung. Darunter die ersten Briefmarken der Welt und 70 wertvolle Briefmarkenalben, die zur Versteigerung nach Köln gesandt wurden.



Vollkommen uneigennützig sammelt der Geschäftsführer der Dr. Walser Dental, Hersteller für Dentalinstrumente, Gerhard R. Daiger, seit über 16 Jahren Briefmarken und Alben für die Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes in Köln. Jedes Jahr bringt der Erlös der bundesweiten Briefmarken-Aktion rund 15.000 €. Daiger möchte sich hiermit bei allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich bedanken und bittet die Bevölkerung darum weiter mitzumachen.

Unter den Alben sind die ersten Briefmarken aus der ganzen Welt, viele seltene und wertvolle Briefmarken, ja ganze Serien. So sind z.B. einige Nachfolgebriefmarken der ersten Briefmarken der Welt „One Penny Black“ die sogenannten „One Penny Red“ dabei.

Die „One Penny Black“ ist die weltweit erste Briefmarke und wurde erstmals am 1. Mai 1840 in Großbritannien von der britischen Post herausgegeben. Die Briefmarke war schwarz und ist mit einem Motiv von Königin Victoria versehen, besitzt keine Zähnung und hatte einen Nominalwert der bei einem Penny lag. Jedoch war die Marke nur ein Jahr in Gebrauch. Denn da sich die ursprünglich roten Entwertungsmarkierungen sehr leicht wieder entfernen ließen, mußten sie bald durch schwarze ersetzt werden. Da aber schwarze Entwertungen auf schwarzen Marken logischer Weise nur schwer zu erkennen sind, mußte auch die Farbe der Marke geändert werden: Aus der "One Penny Black" wurde die "One Penny Red". Von daher war die Anzahl der Exemplare dieses ersten Postwertzeichens von Anfang an sehr begrenzt.

Die Briefmarken-Aktion ist eine wichtige Säule der Finanzierung berufsbildender Maßnahmen in Entwicklungsländern. Mit dem Verkauf von gesammelten Briefmarken erhalten Jugendliche in Afrika, Lateinamerika, Asien und Mittel- und Osteuropa die Chance auf eine bessere Zukunft. Fast jeder fünfte Mensch lebt von weniger als 1 Dollar am Tag. Vor allem für junge Menschen gilt: ohne Ausbildung keine Perspektive, ohne berufliche Qualifikation kein Einkommen, das die Lebensgrundlage sichert. Der Verkaufserlös von 1 kg Briefmarken liegt zwischen 6 und 20 Euro. Eine berufliche Ausbildung kostet durchschnittlich 200 Euro“.

Der Erlös ist auf die große Zahl von gespendeten Briefmarkenalben zurückzuführen. Immer häufiger werden neben der Kiloware, die allerdings weiterhin das wichtigste Standbein der Aktion ist, Briefmarkensammlungen gespendet, die natürlich einen höheren Preis erzielen. Die Briefmarken werden durch Fachkundige des Kolpingwerkes an Händler verkauft bzw. versteigert. Alben und sonstige Serien-Briefmarken werden von Spezialisten bei Kolping vorgeprüft und später nochmals von Fachleuten, die mit Kolping zusammenarbeiten, genau bewertet. Danach werden unterschiedliche Angebote eingeholt und die Alben und Serienmarken an den Händler verkauft, der den höchsten Preis bezahlt.

Jeder kann mitmachen, denn die Briefmarkenaktion läuft ständig weiter. Alle Marken können unsortiert und ausgeschnitten oder abgerissen aus allen Ländern (auch die einfachen der Deutschen Post) direkt an die Sozial- und Entwicklungshilfe e.V. Kolpingplatz 5-11, 50667 Köln versandt werden.

Seit 1993 sammelt Senator h.c. Gerhard R. Daiger Brillen und Briefmarken für die Dritte Welt. Hierfür ruft er regelmäßig die Bevölkerung und zahlreiche Institutionen auf mitzumachen. Nur durch den großen Einsatz vieler hilfsbereiter Menschen unterschiedlichen Alters aus privaten Haushalten, aber auch von Banken, Pflegestätten und Seniorenwohnanlagen sowie anderer Institutionen, wie z.B. DRK-Kleiderkammern war es möglich, diese große Stückzahl an Briefmarken zu erzielen.

Viele ältere Menschen haben Briefmarken und vor allem Alben in ihrem Familien- und Bekanntenkreis mit viel Einsatz gesammelt und der Spendenaktion zur Verfügung gestellt; und sie haben andere motiviert Gleiches zu tun. Sie haben sich gefreut, ihre Alben oder Briefmarken, die sie sorgsam aufbewahrten, einem guten Zweck spenden zu können.

Gerhard Daiger sammelt aber auch Brillen für Lateinamerika. Eine neue Brille kostet dort oft das sechs- bis achtfache eines Arbeiter-Monatslohns. So können sich die wenigsten eine Brille leisten. Bei der letzten Brillenaktion sammelte der Matrizensystem-Hersteller, der auch einen Dental Shop betreibt, alleine 1700 Brillen.

Jeder, der gebrauchte Brillen hat und nicht mehr benötigt, kann diese direkt an den Solidaritätsdienst international e.V. (SODI) Grevesmühlener Straße 16, 13059 Berlin senden. Auch dieser Verein hat wie Kolping das DZI-Spendensiegel (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen), wird somit jährlich geprüft und empfohlen.

Mehr unter: www.walser-dental.com

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