(openPR) Ägypten ist stärker von den Einnahmen aus der Tourismusbranche abhängig als auf den ersten Blick ersichtlich. Zwar machen diese Einnahmen nur einen recht kleinen Teil des Bruttoinlandprodukts aus, doch immerhin arbeitet fast jeder achte Ägypter in der Tourismusbranche. In vielen Gegenden ist die lokale Wirtschaft nahezu komplett von den rund 12,5 Millionen Touristen, die dieses Land durchschnittlich im Jahr besuchen, abhängig.
Bedingt durch die politischen Unruhen im Land sind die Einbußen in der Tourismusbranche auf geschätzte drei Milliarden Euro angewachsen – das ist ein Vielfaches von dem, was das Krisenjahr 2009 an Verlusten brachte. Das Hauptproblem Ägyptens liegt allerdings eher in der schon angesprochenen starken Rolle der Tourismusbranche als Arbeitgeber. Dreizehn Prozent der Ägypter im arbeitsfähigen Alter sind in dieser Branche beschäftigt, rund 4,5 Millionen Jobs sind folglich gefährdet. Für die Beruhigung in Ägypten muss sich daher gerade dieser Wirtschaftszweig zwingend erholen, da sich sonst durch die soziale Not der Arbeitslosen neue Unruheherde entwickeln könnten.
Ägypten wird jedoch nicht von der Landkarte der Reisebüros verschwinden. Durch den Rücktritt Mubaraks und das Versprechen der Übergangsregierung, drastische Reformen einzuleiten, hat sich die Lage im Land weitestgehend beruhigt. Die ersten Reiseveranstalter, unter ihnen die TUI und Thomas Cook, haben für Anfang März wieder Reisen nach Ägypten angekündigt. Diese Reisen werden zum „Schnäppchenpreis“ buchbar sein, damit sollen die Buchungsrückgänge der ersten Monate wettgemacht werden - normalerweise wird ein Drittel aller Ägyptenreisen im Januar gebucht.
BMI: Ägypten Tourismus - Marktanalyse Q1 2011 (Egypt Tourism Report Q1 2011):
http://www.markt-studie.de/studien/egypt-tourism-report-2011-p-139714.html
Weitere BMI Studien zum Thema Tourismus:
http://www.markt-studie.de/studien/markt-studien-business-monitor-international-limited-tourismus-freizeit-sport-mrp-358-900.html












