(openPR) LEIPZIG. (Ceto) LEIPZIG. (Ceto) Explosion, Exzess, Extrem – das sind die Begriffe, die zur heutigen Entwicklung der Ölpreise passen. Brent rauscht auf 119 Dollar nach oben und verliert 5 Euro, behält jedoch 2 Euro mehr als gestern. Kein Wunder, dass Heizölverbraucher heute mit drastischen Aufschlägen leben mussten, die zu einem neuen Jahreshoch führten.
Die Preise explodieren nach Exzessen an der Börse und der extremen Gewalt in Libyen. Dennoch stimmt die Aussage nicht, dass es für Rohöl heute nur eine Richtung gab – bergauf. Das galt bis 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit, als Nordseeöl (Brent) um rund 7 auf über 119 US-Dollar je Barrel kletterte, dann jedoch rund 5 Euro verlor. Macht unterm Strich immer noch 2 Euro Gewinn und Rohölpreise, die so teuer wie seit 31 Monaten nicht mehr sind.
Bei US-Leichtöl WTI verhielt es sich ähnlich. Da es aufgrund der regionalen Gebundenheit in den USA jedoch nicht weltweit verfügbar ist, sprich auch kein Ersatz für libysche Ausfälle sein kann, waren hier Ausschläge und Gewinne (etwa 1 Euro) nicht ganz so dramatisch. Dennoch scheint sich die amerikanische Referenzsorte dauerhaft über die 100-Dollar-Grenze zu schieben.
Spekulanten sind regelrecht euphorisiert, denken an den Fall weiterer Ölexporteure. Würde es Saudi-Arabien erwischen, könnte es wirklich eng werden. Bislang jedoch kann die OPEC eventuelle libysche Ausfälle locker kompensieren, besteht keine tatsächliche Gefahr von Engpässen. Und auch die Saudis scheinen es etwas diplomatischer anzugehen, als ihre Nachbarn. König Abdullah kehrte gestern nach einem längeren Auslands-Aufenthalt zurück und schenkte seinem 27-Millionen-Volk gleich 35 Milliarden US-Dollar in Form von Lohnerhöhungen und Wohnungsbauprogrammen. Wer will da schon putschen?
Damit stiegen auch die hiesigen Heizölpreise rasant an – wie von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau prognostiziert. Der Handel meldete im Bundesdurchschnitt Aufschläge in einer auch altgediente Händler erschütternden Größenordnung von 4,40 Euro pro 100-Liter-Partie (bei einer Bestellung von 3.000 Litern). Gleichzeitig ging bei diesem Preisniveau und der regen Handelstätigkeit der letzten Tage das Order-Interesse gegen Null.
Heizöl ist nun mit 86,11 Euro, was einer Teuerung von mehr als 5 Prozent in 24 Stunden entspricht, so teuer wie seit dem 14. September 2008 nicht mehr und wie noch nie in einem Februar. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website
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Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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Frank Urbansky
Redakteur Brennstoffspiegel
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