(openPR) Berlin, 23.2.2011. Die Vorsitzende des Bundesverbandes Liberaler Hochschulgruppen Kristina Kämpfer (20) forder- te heute in Berlin mehr Mittel für Qualitätssicherung an deutschen Hochschulen. „Die Vehemenz und Entrüstung mit der einige Politiker in der Debatte um das Guttenberg- Plagiat agieren, wünsche ich mir auch, wenn die Mittel für Hochschulen in den Ländern festgelegt werden. Einige Politiker legen schon eine gewisse Doppelmoral an den Tag. Wer sich auf der einen Seite als Hüter der Wissen- schaftlichkeit präsentiert und auf der anderen Seite die Gelder der Hochschulen kürzt, macht sich unglaubwür- dig.“ Zudem wundert sich Kämpfer über die Diskussions- punkte einiger Politiker: „Minister Guttenberg hat seinen Doktortitel aufgrund einer akademischen Minderleistung zurückgegeben. Das begrüße ich, aber erwarte jetzt auch, dass der Blick der Öffentlichkeit endlich auf die un- terfinanzierten Hochschulen gerichtet wird. Vielfach kön- nen Promovierende und Studierende nur unbefriedigend betreut werden.“ Dabei verwies die Politikstudentin ins- besondere auf die Situation in den Geisteswissenschaf- ten: „Überfüllte Hörsäle und überarbeitete Lehrende sind längst keine Seltenheit mehr an deutschen Hochschulen. Gute Qualität benötigt nachhaltige Finanzierung und sinnvolle Regeln. Die Kapazitätsverordnung ist dabei ein Beispiel, wie man seit dreißig Jahren qualitative Verbes- serung im deutschen Hochschulsystem nachhaltig ver- nachlässigt.“










