(openPR) Landarthotel, Kulturwerkstatt und Restaurant – die artgenossen in Lindlar
Als die artgenossen vor zehn Jahren begannen, sich mit der Realisierung ihres Traumes zu beschäftigen, hätten Ursula Neumann und Sébastien Guesnet nie gedacht, heute sogar als Berater für andere Projekte tätig zu werden. Nun werden sie als Kulturpaten ein so spannendes neues Projekt unterstützen, wie das der Kulturbotschaft auf dem Gelände der Alten Feuerwache in Köln.
„Wir haben in den 10 Jahren seit den ersten Überlegungen zum Kauf der ehemaligen Winterschule in Lindlar sicher auch den ein oder anderen Fehler gemacht“, sagt Guesnet lachend, „doch wodurch kann man besser lernen als durch Fehler?“ Seine Frau und er hatten zunächst noch weitere Mitstreiter an Bord, als sie 2001 die Möglichkeiten durchspielten, die sich für die Nutzung des außergewöhnlichen Gebäudes in Lindlar ergeben könnten. In früheren Zeiten fand hier der Unterricht für angehende Landwirte statt, die vor allem im Winter Zeit für die Weiterbildung hatten. Da die artgenossen sich in der Planung auf die Koordinaten „Gemeinschaft, Kultur und Ökologie“ geeinigt hatten, dauerte es nicht lange, bis das Konzept einer Kombination aus Künstlerhotel, Kulturwerkstatt und Gastronomie erstellt war.
Heute arbeiten in dem 2003 eröffneten Hotel- und Restaurant-Betrieb insgesamt 14 Menschen. Bislang haben ein Hotelfachmann, eine Köchin und zwei Köche erfolgreich ihre Lehre absolviert. Weitere zwei Köche und eine Restaurantfachfrau sind noch in der Ausbildung.
Was es bedeutet, neben dem künstlerischen Anspruch, den sie als Alleinstellungsmerkmal für ihr Hotel aber auch für die Gastronomie an den Tag legen (legendär ist die Reihe „Künstler bitten zu Tisch“), einen gut funktionierenden Ausbildungsbetrieb zu führen, weiß Ursula Neumann ganz genau. „Es ist nicht immer einfach, wenn man sich abseits der ausgetretenen Pfade bewegt und das Besondere pflegt. Das muss man auch den Mitarbeitern vermitteln, für die manche Skurrilität in unserem Künstlerhotel nicht sofort nachvollziehbar ist.“
Mittlerweile gehören die artgenossen zu einem der wenigen „Leuchttürme“ kultureller Projekte in der Region. Die Restaurierung und Nutzung historischer Bausubstanz ist schon eine Herausforderung an sich. In der Zusammenführung von Hotel, Gastronomie und Kultur sind die artgenossen in Lindlar für die Region sicherlich wegweisend und der Erfolg ihres Projektes wird nun Impulse für weitere Wohn- und Arbeitsformen im Kulturbereich liefern.













