(openPR) Mannheim, 10. Februar 2011. Mit Eintritt der Alterssichtigkeit erscheinen alltägliche Dinge unscharf, häufig kann Kleingedrucktes nur noch mit Brille gelesen werden. Die Lesebrille wird für viele Menschen ein lästiger Begleiter. Insbesondere für die, die zuvor keine Brille tragen mussten ist es schwer, sich bei Beginn der Alterssichtigkeit an eine Lesebrille zu gewöhnen. Eines der neuen Verfahren zur chirurgischen Korrektur der Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist die KAMRA Linse, ein in den USA entwickeltes Hornhautimplantat.
Die KAMRA Linse wurde bereits 2005 entwickelt und ist seit Ende 2010 in Europa verfügbar und CE-zertifiziert. Das FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim unter Leitung von Professor Knorz ist bundesweit die erste Klinik, in der die KAMRA Linse nach der Zulassung eingesetzt wurde. Europaweit wird das Verfahren bisher neben Mannheim auch an der Universitätsaugenklinik Salzburg angewendet. Sowohl Salzburg als auch Mannheim waren seit 2005 maßgeblich an den klinischen
Studien zur Zulassung beteiligt.
Die KAMRA Linse wird angewandt zur Korrektur der Alterssichtigkeit. Ziel ist es, auf eine Nahbrille bzw. Lesebrille weitgehend verzichten zu können. Verbessert wird vor allem das Sehvermögen auf mittlerer Entfernung, ab etwa 50cm. Zum längeren Lesen ist oft noch eine Lesebrille erforderlich, da die KAMRA Linse nur in ein Auge eingesetzt wird. Dieser Eingriff kann, und wird häufig auch, mit einer iLASIK zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit kombiniert werden, wenn neben der Alterssichtigkeit auch noch eine Kurz- oder Weitsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung besteht.
Bei der KAMRA Linse handelt es sich um einen kleinen schwarzen Ring mit einem Durchmesser von 3,2 mm und einer zentralen Öffnung von 1,6 mm. Durch diese hauchdünne "Mini-Blende" wird die natürliche Pupille verkleinert. Ähnlich wie bei einer Fotokamera bewirkt die engere Blende eine höhere Schärfentiefe, das heißt, es können sowohl Gegenstände in der Ferne, als auch in der Nähe scharf gesehen werden. Die KAMRA-Linse besteht aus einem für die Hornhaut verträglichen Kunststoff und ist nur 0,005 mm dick. Über tausende kleinste Poren in der ringförmigen Blende wird die Ernährung der verschiedenen Hornhautschichten gewährleistet.
Die KAMRA Linse zur Behandlung der Alterssichtigkeit wird meist in Kombination mit einer iLASIK eingesetzt, da in den meisten Fällen neben der Alterssichtigkeit noch eine weitere Fehlsichtigkeit (Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit oder Astigmatismus) besteht. Ebenso könnte sie bei Patienten eingesetzt werden, bei denen früher eine LASIK durchgeführt wurde. Ungeeignet sind grundsätzlich Patienten mit chronisch fortschreitenden Hornhauterkrankungen sowie gewissen Netzhauterkrankungen.
Weitere Informationen zur KAMRA-Linse:
http://www.freevis.de/laser/kamra_linse.html


















