(openPR) In den vergangenen Jahren war die Renditeerwartung für Fotovoltaikanlagen vergleichsweise stabil. Wer in den sauberen Strom von der Sonne investierte, konnte davon ausgehen, dass sich der Kapitaleinsatz binnen neun bis elf Jahren amortisiert hatte. Danach verblieb aufgrund der staatlich garantierten Einspeisevergütung von 20 Jahren noch fast eine Dekade, um mit dem selbstproduzierten Sonnenstrom Geld zu verdienen. So konnte derjenige, der 2007 eine 25 kWp Anlage ans Netz brachte, mit einem Kapitalertrag von ca. 100.000 € (vor Steuer) rechnen.
Das Prinzip bleibt weiterhin gültig. Allerdings werden die Spielräume angesichts der für Sommer angekündigten neuerlichen Senkung der Einspeisevergütung um 15 % enger. Denn, darin sind sich die Experten einig, ob die Fotovoltaik-Branche diese Kürzung wie in der Vergangenheit durch Preisnachlässe voll kompensieren kann, ist fraglich. Die Schmerzgrenze erscheint angesichts sinkender Margen und steigender Kosten vielerorts bereits erreicht. „Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte noch in diesem Frühjahr sein Fotovoltaikprojekt umsetzen“, rät Christian Tappe, Niederlassungsleiter der GeckoLogic GmbH in Aßlar. „Denn eine Investition im Frühjahr bedeutet Kalkulationssicherheit und eine höhere Wirtschaftlichkeit; der ertragreiche Sommer wird noch zusätzlich zu den kommenden 20 Jahren mit den momentan geltenden 28,74 Cent/kWh vergütet. Kombiniert mit der Eigenverbrauchsregelung lässt sich so eine Rendite erzielen, die der von 2010 sehr nahekommt.“ Zur Erläuterung: Die Eigenverbrauchsregelung sieht vor, dass auch der für den Eigenbedarf produzierte Solarstrom mit 12,36 bzw. 16,74 Cent/kWh vergütet wird. Da auch diese Variante der staatlichen Förderung derzeit auf dem Prüfstand steht und aller Voraussicht nach Ende 2011 ausläuft, sollten Betreiber von Fotovoltaikanlagen jetzt mir ihren Netzbetreibern Rücksprache nehmen und sich die Möglichkeit des vergüteten Eigenverbrauchs sichern.
Dessen ungeachtet ist davon auszugehen, dass sich Solarstrom-Anlagen vor dem Hintergrund stetig steigender Strompreise, technischer Innovationen und einer Entwicklung zur ElektroMobilität weiterhin lohnen.










