(openPR) Nahezu 2000 Tierärzte, Landwirte und Berater besuchten die AVA-Veranstaltungsreihe
„Milchproduktion im Aufwind…“. Diese positive Stimmung in der Milchviehhaltung veranlasste die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), eine große Tagungsreihe durch Deutschland mit interessanten Themen und hoch anerkannten Referenten durchzuführen.
11 Veranstaltungen von Neumünster, über Ostfriesland, Berlin, Leipzig, Alsfeld, Allgäu (BW), Bayern wurden geplant und alle 11 waren nahezu ausgebucht.
Der Leiter und Gründer der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), Ernst-Günther Hellwig, begrüßte die vielen Tierärzte und Landwirte, die aus den jeweiligen Regionen angereist waren, um den hochkarätigen Referenten zuzuhören und viele Informationen und Tipps für ihre tägliche Arbeit mit nach Hause zu nehmen.
Es gab sehr viele und gute Diskusionen mit den Vortragenden, alles ausgewiesene Experten in Sachen Milchkühe, galt es doch, Fakten nachzufragen, um letztendlich die Umsetzung und Anwendung für die tägliche Praxis von Tierärzten und Landwirten im landwirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen. Besonders fiel der Anteil interessierter junger Betriebsleiter und Betriebsnachfolger auf, die die AVA-Rinderfachtagungen besuchten.
Hochleistungen werden nur mit bestem Management erreicht. Konsequenz und Organisation des „Managers“, also des Betriebsleiters, sind die Grundlagen einer funktionierender Herde. Die Grundsicherung der Tiergesundheit ist die Fütterung. Der Schlüssel des Erfolges ist eine hohe Milchleistung bei hoher Futteraufnahme und geringer Fettmobilisierung der Milchkühe, um die neagtive Energiebilanz so gering wie möglich zu halten. Darauf sollten zukünftige Zuchtkriterien ausgelegt sein. Natürlich haben die hoch leistenden Milchkühe ihre Leistungsgrenzen, die wir kennen müssen, so Prof. Dr. Martens von der Veterinäruniversität in Berlin. Fruchtbarkeit und Tiergesundheit sind sehr wohl in Einklang zu bringen, wenn die Landwirte und Tierärzte sehr eng zusammen arbeiten, wie Prof. Dr. Kanitz aus Dummerstorf und Fachtierarzt für Rinder Dr. Jäkel aus Arnstadt bestätigten. Eine gute tierärztliche Bestandsbetreuung erkennt bereits die Anzeichen einer Erkrankung sehr früh und hat die Aufgabe, durch geeignete Prophylaxemaßnahmen zu verhindern, dass die Tiere überhaupt erkranken. Das dient dem Tierschutz, dem Verbraucherschutz und natürlich der Ökonomie des Landwirtes. Auch hier bestätigte Prof. Dr. Hoffmann aus Sachsen, einer unserer führenden Fütterungsexperten der Milchkuh, wie wichtig die Kenntnis der Futterzusammensetzung ist. Die Inhaltsstoffe der Milchkuhgrundfutter und auch die tägliche Futteraufnahme jeder Kuh müssen bekannt sein. „…und da mache ich keine Kompromisse, was die Rationsgestaltung angeht“, so Professor Dr. Hoffmann. Dr. Mahlkow-Nerge und Prof. Dr. Krömker beschäftigten sich in ihren Vorträgen mit der Analyse von Bestands-Eutererkrankungen. „Meist hausgemacht“, wie beide Referenten ausführten. Und es gab reichlich Lösungsvorschläge. Eine Bestandsaufnahme zum Thema chronischer Botulismus, hervorgerufen durch Clostridium botulinum, wurde von AVA-Chef Hellwig vorgetragen. Mittlerweile sind die Fakts der Erkrankung bei Tier und Mensch diesbezüglich nicht mehr von der Hand zu weisen. Viele Kühe werden „Opfer“ dieser schleichenden Erkrankung, die von der Wissenschaft intensiv erforscht werden muss, wie Hellwig fordert. In der Göttinger Erklärung sind viele offene Fragen zur Problematik aufgelistet.
Die hohen Teilnehmerzahlen an allen Veranstaltungsorten bestätigten das Interesse an der AVA-Tagungsreihe. Eine weitere Rinder-Roadshow ist bereits für die Herbst-Wintersaison 2011/2012 eingeplant. Themenvorschläge diesbezüglich nimmt die Geschäftsstelle der AVA (
) gerne entgegen.
Der Tagungsband der Vortragsreihe kann für den Preis von 15.00 Euro (+Verpackung/Versand) in der Geschäftsstelle der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) per Mail (
) oder Fax (02551-83 43 00) angefordert werden.











