(openPR) Die ARAG informiert über die richtige Kleidung für Fußgänger und Radler im Herbst.
Düsseldorf, 07.10.2003 Dunkelheit ist ein wichtiger, aber leider oft unterschätzter Faktor bei Verkehrsunfällen. So steigt die Anzahl der Unfälle zu Beginn der dunklen Jahreszeit regelmäßig sprunghaft an. Dabei sind die ungeschützten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radler und motorisierten Zweiradfahrer besonders gefährdet, denn ihnen fehlt die Knautschzone von Pkw und Lkw. Nach einer Untersuchung des Institutes für Straßenverkehr Köln (ISK) gibt es viermal so viele Unfälle mit Fußgängern im Dunkeln auf Landstraßen wie auf beleuchteten Straßen in der Stadt. Dabei ist die Schwere der Dunkelheitsunfälle auf Stadtstraßen 2,4-mal, auf Landstraßen sogar dreimal höher als bei Helligkeit.
Reflektierende Kleidung
ARAG Experten raten ungeschützten Verkehrsteilnehmern, helle, kontrastreiche Farbkombinationen zu tragen, um besser gesehen zu werden. Denn: Erst auf 30 Meter erkennt ein Autofahrer einen dunkel gekleideten Fußgänger – oft zu spät für ein Bremsmanöver. Reflektorenelemente können schützen, denn sie sind bereits in einer Entfernung von ca. 160 Metern auszumachen. ARAG Experten raten auch, die Fahrbahn immer nur an gut beleuchteten Stellen zu überqueren, vielleicht ausnahmsweise auch mal einen Ampelübergang zu benutzen und niemals direkt hinter einem parkenden Fahrzeug über die Straße zu laufen. Besonders hoch ist das Unfallrisiko bei Kindern. Daher sollten Eltern darauf achten, dass die Schulranzen der Sprösslinge mit Reflektoren ausgerüstet sind.
Wer sein Rad liebt, der schiebt
Licht am Fahrrad dient nicht nur der besseren eigenen Sicht, sondern vor allem dazu, von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden. Die meisten Unfälle, in die Radler verwickelt werden, sind auf mangelnde oder defekte Lichtanlagen zurückzuführen. Wenn die Funzel also nicht geht, dann heißt es besser absteigen und schieben, auch wenn es dann vielleicht nicht ganz so schnell voran geht. Übrigens: Auch Radler sollten auf gut sichtbare Kleidung achten und Reflektoren an ihr befestigen.
Geschwindigkeit anpassen
Das menschliche Auge ist für Sichtverhältnisse bei Tageslicht geschaffen, da haben uns Eulen einiges voraus. Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Auges kann bei Dämmerung auf fünf Prozent der Leistungsstärke bei Tageslicht absinken. Daher empfehlen ARAG Experten insbesondere motorisierten Zweiradfahrern die Geschwindigkeit den eingeschränkteren Sichtverhältnissen anzupassen und gegebenenfalls längere Fahrtzeiten einzuplanen. Auch der regelmäßige Gang zum Augenarzt, der die Sehstärke überprüft, schadet nicht.
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