(openPR) Der „ErlebnisBauernhof“ und die Tierhalle sind bei der Internationalen Grünen Woche unbestrittene Publikumsmagnete. Sie bieten auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, zwei verschiedene Haltungssysteme für Schweine kennenzulernen. Hierauf macht die „Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung“ (AGfaN) aufmerksam.
Während in Halle 3.2 auf dem ErlebnisBauernhof zwölf Mastläufer im Gewicht von gut 30 kg auf kunststoffummantelten Spaltenboden gezeigt werden, sind es in Halle 25 an den Ständen 105 und 107 zwei Zuchtsauen mit ihren Ferkeln auf Einstreu. Der Besucher sollte nun allerdings nicht denken, dass sich die beiden Haltungsformen ergänzen. Vielmehr handelt es sich bei den ferkelführenden Sauen um das bei „Neuland“-Betrieben übliche tierfreundliche Verfahren. Neuland verlangt auch für von der Sau abgesetzte Ferkel sowie während der Vor- und Endmast Einstreu im Stall. Während der Mast ist zusätzlich zum Stallquartier noch ein kleiner, ebenfalls eingestreuter Auslauf an frischer Luft mit Tageslicht vorgeschrieben. Das alles zusammen erhält die Tiere gesund. Die Einstreu tut den Beinen und insbesondere den Gelenken gut, da harter Boden für Paarhufer, zu denen auch Rinder u.a. gehören, nicht angemessen ist, weil sie dort schnell schmerzhafte Gelenkentzündungen bekommen. Außerdem stöbern die Schweine gerne in der Einstreu, was ihrem natürlichen Nahrungssuchverhalten entspricht. Deshalb verfallen die Tiere auch nicht darauf, die Schwänze und Ohren ihrer Geschwister zu beknabbern und durch Bisse zu verletzen. Aus diesem Grund müssen den Ferkeln auch nicht die Schwänze kurzgeschnitten werden.
Ganz anders ist das in Halle 3.2, wo den Mastläufern, weil sie in einstreulosen intensiven Haltungssystemen vegetieren müssen, die Schwänze vorsorglich auf ein Drittel kupiert wurden, damit es nicht so leicht zu Entzündungen durch Beißverletzungen kommt. Zur Ablenkung haben die Mastläufer zwar Ketten in der Bucht, an denen sie jedoch nur kurzfristig interessiert sind. Wer genau hinschaut, erkennt Verletzungen und Schwellungen an den Gelenken.
„Tierfreunde wissen, dass man eine artgerechte Schweinehaltung an dern Ringelschwänzen erkennt“, sagt der Vorsitzende der AGfaN, Eckard Wendt.













